Der VfL Bochum (offiziell: Verein für Leibes­übungen Bochum 1848 Fußball­gemein­schaft e. V.) ist ein Sportverein aus Bochum. Die Frauenfußball­abteilung entstand am 1. Juli 2010 durch den Beitritt der Frauenfußball­abteilung des TuS Harpen und der Übernahme der Spielrechte der SG Wattenscheid 09. Die erste Mannschaft spielt seit dem Aufstieg 2024 in der Zweiten Bundesliga. Sportliche Leiterin der Abteilung ist seit 2024 die ehemalige National­spielerin und Weltmeisterin von 2007 Annike Krahn.Annike Krahn wird Sportliche Leiterin der VfL-Frauenabteilung, abgerufen am 1. März 2024. Aktuell verfügt die Abteilung über zwei Frauenmannschaften und drei Mädchenteams.

Geschichte TuS Harpen

Der TuS Harpen wurde im Jahre 1908 als SpVg Harpen gegründet und musste im Jahre 1933 zwangsweise mit dem Turnverein Jahn Harpen zum TuS Harpen fusionieren. Im Jahre 1970 wurde erstmals eine Frauenmannschaft gemeldet, womit der Verein die älteste Frauenfußballabteilung in Bochum stellte. 1998 stieg die Mannschaft in die seinerzeit drittklassige Verbandsliga Westfalen auf. Zehn Jahre später gelang nach einem 1:1 bei Arminia Bielefeld der Aufstieg in die Regionalliga West.

Am 1. Juli 2008 begann eine Kooperation mit dem VfL Bochum. Mit zehn Punkten Rückstand auf den FFC Brauweiler Pulheim wurde Harpen in der Regionalligasaison 2008/09 Vizemeister. Ein Jahr später wurde die Mannschaft mit drei Punkten Rückstand auf Meister 1. FFC Recklinghausen Dritter. Der TuS Harpen brachte mit Annike Krahn und Petra Landers zwei deutsche und mit Fatma Kara eine türkische Nationalspielerin hervor. Tanja Schulte brachte es zur Trainerin in der Bundesliga. Im Februar 2010 wurde bekannt, dass der VfL Bochum die Frauenfußballabteilung des TuS Harpen zum 1. Juli 2010 übernehmen würde.https://www.waz.de/sport/lokalsport/bochum/article3415060/jetzt-erst-recht.htmlhttps://www.waz.de/sport/lokalsport/bochum/article2571827/harpenerinnen-schluepfen-unter-das-dach-des-vfl-bochum.html Später meldete der TuS Harpen wieder eine Frauenmannschaft zur Bochumer Kreisliga.

SG Wattenscheid 09

Die SG Wattenscheid 09 wurde am 9. August 1909 als BV 09 Wattenscheid gegründet und trägt seit 1945 den heutigen Namen. Die Frauenfußballabteilung wurde im Jahre 1973 gegründet und schaffte im Jahre 1994 den Aufstieg in die damals noch zweigleisige Bundesliga. Nach dem direkten Wiederabstieg wurde die Mannschaft zweimal in Folge Meister der Regionalliga West, verpasste aber den Wiederaufstieg. Im Jahre 2004 gehörten die Wattenscheiderinnen zu den Gründungsmitgliedern der 2. Bundesliga.

Drei Jahre später gelang der erneute Aufstieg in die Bundesliga. Trotz der Verpflichtung der Nationalspielerin Kerstin Stegemann blieb die Mannschaft durchgehend im Tabellenkeller und stieg schließlich als Letzter wieder ab. Zwei Jahre später stiegen die Wattenscheiderinnen auch aus der 2. Bundesliga ab. Zum Spiel bei Werder Bremen trat die Mannschaft nicht an. Die SG Wattenscheid gab am 9. April 2010 bekannt aus finanziellen Gründen die Frauenfußballabteilung zum 30. Juni 2010 aufzulösen. Die Frauenfußballabteilung des VfL Bochum übernahm die Spielrechte der SG Wattenscheid 09 und den Wattenscheider Spielerinnen wurde nahegelegt sich dem VfL Bochum anzuschließen.https://www.waz.de/sport/lokalsport/bochum/article3469866/dorny-bleibt-trainer-aber-sonst-ist-fast-alles-offen.htmlhttps://www.reviersport.de/fussball/oberliga/a112966---wattenscheid-marek-lesniak-uebernimmt.html

VfL Bochum 1848 mini|Die Startelf beim 10:0 gegen Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokal 2024. Unter dem Dach des VfL Bochum 1848 wurde die Mannschaft sowohl in der Saison 2010/11 als auch folgenden Saison Vizemeister der Regionalliga West hinter Borussia Mönchengladbach bzw. dem 1. FFC Recklinghausen. Erst 2013 wurden die Bochumerinnen mit 17 Punkten Vorsprung auf die zwischenzeitlich wieder abgestiegenen Mönchengladbacherinnen Meister und stiegen in die 2. Bundesliga auf. In der DFB-Pokalsaison 2013/14 erreichte die Mannschaft über die Stationen Karlsruher SC und SV 67 Weinberg das Achtelfinale, wo nach einer 1:3-Niederlage bei Werder Bremen das Aus folgte.

Am 1. Oktober 2014 verkündete der VfL Bochum 1848, dass man sich mit dem Ende der Saison 2014/15 von der Frauenfußballsparte trennen werde. Der Verein erhofft sich dadurch eine Einsparung in Höhe von jährlich 120.000 Euro. Dieser Schritt wurde von Seiten der VfL-Fans scharf kritisiert. Der Fanclub unserVfL.de erklärte in einem Offenen Brief, dass sich die Entscheidung des Vorstands „nicht mit den Werten des Vereins vereinbaren lassen“ und dass „soziale Verantwortung mit Füßen getreten wird“. Am 20. Oktober 2014 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, die Frauenfußballabteilung doch beizubehalten.

Allerdings zog der Verein die Mannschaft in die Regionalliga West zurück. Dort wurden die Bochumerinnen in der Saison 2017/18 Vizemeister hinter Borussia Bocholt. Seit dem 20. Juni 2018 hat die Abteilung eine Kooperation mit dem Verein FC Oerlikon Polizei Zürich aus der Schweiz, welche einen Trainer- und Spieleraustausch beinhaltet.

Nach mehreren Top-3-Platzierungen gab man 2023 als zukünftiges Ziel den Aufstieg in die Bundesliga an. 2024 konnte Bochum ohne Saisonniederlage in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Erste Mannschaft Kader Saison 2026/27

(Stand: 24. August 2026)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff 1 Kari Närdemann 18 Svea Resing 26 Sarah Rolle 34 Anne Moll 2 Antonia Haase 3 Bente Fischer 4 Ebla Gouriye 15 Jana Heinen 17 Ana Cristina Oliveira Leite 20 Amelie Fölsing 25 Leana Zaugg 29 Adrienne Jordan 31 Franziska Wenzel 5 Lilian Huber 6 Ida Daedelow 7 Mara Kanoğlu 10 Anna Moczarski 14 Lara Kirkby 16 Emely Joester 19 Fiona Gaißer 22 Noemi Gentile 27 Sarah Freutel 30 Lilith Schmidt 9 Dörthe Hoppius 11 Rana Okuma 21 Anna Marques 23 Nina Lange 24 Alina Angerer Transfers der Saison 2026/27 Stand: 24. August 2026 Zugänge Abgänge Sommerpause 2026 Ida Daedelow (Bayer 04 Leverkusen) Bente Fischer (FC Carl Zeiss Jena) Fiona Gaißer (FC Carl Zeiss Jena) Noemi Gentile (FC Carl Zeiss Jena) Ebla Gouriye (VfR Warbeyen) Adrienne Jordan (vereinslos) Anne Moll (Bayer 04 Leverkusen) Janine Angrick (Karriereende) Lina Backhaus ( Houston Christian Huskies) Alina Bantle (FC Viktoria 1889 Berlin) Djellza Istrefaj (Vertragsende; Ziel unbekannt) Anna Latifa Uebing (Vertragsende; Ziel unbekannt) Cecilia Way (Vertragsende; Ziel unbekannt) nach Saisonbeginn Rana Okuma (1. FFC Turbine Potsdam)

Erfolge Meister Regionalliga West: 2013, 2024 Westfalenpokal-Sieger: 2011, 2013, 2017

Statistik Saison Liga Sp S U N Tore Punkte Platz DFB-Pokal weitere Wettbewerbe erfolgreichste Liga-Torschützin 2010/11 Regionalliga West 26 19 3 4 68:17 60 2. 1. Runde Westfalenpokal Sieger Carolin Ekamp (11) 2011/12 Regionalliga West 24 17 4 3 59:15 55 2. 1. Runde Westfalenpokal Achtelfinale Inga Hinkerode (15) 2012/13 Regionalliga West 24 19 2 3 80:30 56 1. nicht qualifiziert Westfalenpokal Sieger Dörthe Hoppius (16) 2013/14 2. Bundesliga Süd 22 10 3 9 37:29 33 6. Achtelfinale — Sarah Grünheid (10) 2014/15 2. Bundesliga Nord 22 8 7 7 40:44 31 7. 1. 2. Runde — Sarah Grünheid (13) 2015/16 Regionalliga West 22 13 5 8 56:48 44 4. 1. Runde Westfalenpokal Viertelfinale Tiana Kalamanda (14) 2016/17 Regionalliga West 26 11 6 9 63:40 39 6. nicht qualifiziert Westfalenpokal Sieger Tiana Kalamanda (15) 2017/18 Regionalliga West 26 16 4 6 63:40 52 2. 1. Runde Westfalenpokal 2. Runde Mara Wilhelm (15) 2018/19 Regionalliga West 26 12 4 10 79:50 40 5. nicht qualifiziert Westfalenpokal 2. Runde Gizem Kilic (22) 2019/20 Regionalliga West 16 8 4 4 44:24 28 4. nicht qualifiziert Westfalenpokal 2. Runde Celine Demirönal (10)2020/21 Regionalliga West 5 2. 5 0 0 25:3 15 2. nicht qualifiziert Westfalenpokal abgebrochen 3. Laura Radke (7)Entscheidungsrunde 2.Platz 3 2021/22 Regionalliga West 28 20 6 2 88:19 66 2. nicht qualifiziert Westfalenpokal Finalist Laura Radke (17) 2022/23 Regionalliga West 24 13 5 6 57:35 44 2. 2. Runde Westfalenpokal Finalist Svenja Streller (16) 2023/24 Regionalliga West 24 22 2 0 109:12 68 1. 2. Runde Westfalenpokal Viertelfinale Dörthe Hoppius (31) 2024/25 2. Bundesliga 26 11 5 10 40:40 38 7. Achtelfinale — Anna Luisa Figueira Marques (13) 2025/26 2. Bundesliga 26 9 5 12 33:40 32 9. Play-offs — Dörthe Hoppius (9)Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg. 1. Der VfL Bochum meldete seine Frauenfußballmannschaft zur Saison 2015/16 nicht zur 2. Bundesliga, die Mannschaft stieg somit in die Regionalliga West ab.

2. Die Regionalligasaison 2020/21 wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga 2021/22 wurde in einer Entscheidungsrunde ausgespielt.

3. Die Westfalenpokalsaison 2020/21 wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen, nur zwei Spiele der 1. Runde fanden statt.

Trainer Trainer von bis Roger Dorny 1. Juli 2010 30. März 2011 Thomas Reis 30. März 2011 30. Juni 2011 Arthur Matlik 1. Juli 2011 30. Juni 2013 Sabrina Gesell 1. Juli 2013 30. Juni 2015 Andreas Billetter 1. Juli 2015 18. April 2016 Heiko Küpper 19. April 2016 30. Juni 2017 Maik Büsser 1. Juli 2017 7. November 2018 Kelly Lorent 7. November 2018 19. November 2018 Paul Müller 19. November 2018 30. Juni 2021 Dimitrios Pappas 12. Juli 202131. Juli 2022 Kyra Malinowski1. August 2022

Zweite Mannschaft Erfolge Westfalenligameister: 2011/12, 2012/13

Statistik Saison Liga Sp S U N Tore Punkte Platz 2010/11 Westfalenliga 26 10 6 10 44:30 36 8. 2011/12 Westfalenliga 26 17 5 4 63:17 56 1.1. 2012/13 Westfalenliga 26 21 4 1 99:22 67 1. 2013/14 Regionalliga West 26 15 5 6 53:30 50 4. 2014/15 Regionalliga West 26 11 3 12 53:52 36 7.2. 2015/16 Westfalenliga 28 11 2 15 58:75 35 9. 2016/17 Westfalenliga 28 7 7 14 42:70 28 12. 2017/18 Westfalenliga 26 7 4 15 35:77 25 11. 2018/19 Westfalenliga 26 10 3 13 42:51 33 7. 2019/20 Westfalenliga 15 6 3 6 26:25 21 9.3. 2020/21 Westfalenliga 6 1 2 3 9:20 5 14.4. 2021/22 Westfalenliga 28 10 2 16 33:70 29 11. 2022/23 Westfalenliga 26 7 1 18 38:57 22 12. 2023/24 Landesliga 24 13 2 9 61:35 41 6. 2024/25 Landesliga 22 16 3 3 72:13 59 2. 2025/26 Landesliga 26 – – – –:– – –Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg. 1. Die zweite Mannschaft durfte nicht aufsteigen, weil die erste Mannschaft des Vereins bereits in der Regionalliga West spielte. 2. Die zweite Mannschaft musste aufgrund des Rückzugs der ersten Mannschaft aus der 2. Bundesliga in die Westfalenliga absteigen. 3. Der FLVW gab am 13. März 2020 bekannt, den Spielbetrieb zunächst bis einschließlich 18. April 2020 auszusetzen. Bereits vor Ablauf der Frist teilte der DFB die geschlossene Entscheidung der 21 Landesverbände, den Spielbetrieb ab der Regionalliga abwärts bis auf Weiteres auszusetzen, mit. Auf einem außerordentlichen Verbandstag am 9. Juni wurde final über den Abbruch der Spielzeit entschieden. Es gab keine sportlichen Absteiger, die Abschlusstabelle wurde aufgrund der unterschiedlichen Anzahl von absolvierten Spielen mithilfe der Quotientenregel (erzielte Punkte durch absolvierte Spiele) errechnet. 4. Wegen der andauernden COVID-19-Pandemie wurde die Saison zunächst abgebrochen und später annulliert.

Trainer Trainer von bis Hans Skopek 1. Juli 2010 30. Juni 2011 Ralf Giera 1. Juli 2011 30. Juni 2015 Udo Moths 1. Juli 2015 30. Juni 2016 Florian Baumeister 1. Juli 2016 30. Juni 2017 Moritz Ecknig 1. Juli 2017 30. Juni 2018 Thorsten Hohoff 1. Juli 2018

Dritte Mannschaft Statistik