Die Kirche St. Johann Baptist hat ihren Standort im Stadtteil Hünshoven in der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste Geilenkirchen Nr. 32, Eintrag: 3. Mai 1983

Lage Die Kirche St. Johann Baptist steht im Stadtteil Hünshoven. Nach der Sprengung der Kirche im Januar 1945 wurde an gleicher Stelle die heutige Kirche erbaut.

Geschichte Die erste Erwähnung einer Kirche in Hünshoven geht auf das Jahr 1217 zurück. In der Mitte des 15. Jahrhunderts baute man eine einschiffige Kirche, der 1916 eine Beichtkapelle zugefügt wurde. Diese Kirche brannte im Zweiten Weltkrieg aus, daraufhin wurde im Januar 1945 der Kirchturm gesprengt. Als Folge dieser Maßnahme wurde auch das gotische Langhaus fast vollständig zerstört. Nur einige Mauerreste des Chores und des südlichen Langhauses blieben erhalten. Sie wurden in den Neubau, der von Dominikus Böhm und Gottfried BöhmBischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, ISBN 3-87448-172-7, Seite 708 aus Köln geplant wurde, mit einbezogen. Nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren war am 20. Oktober 1951 die feierliche Weihe. Im Jahre 1986 wurde die Kirche unter der Leitung von Walter Horn aus Aachen repariert und renoviert.Elisabeth Peters: Ein Zelt Gottes unter den Menschen. In: Heimatkalender des Kreises Heinsberg, 2002, Seite 157.

Die ehemalige katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist Hünshoven wurde seit Jahren nur noch sporadisch genutzt. Am 18. Januar 2026 wurde sie profaniert, Sie soll den Plänen nach umgebaut werden in eine Pflegeschule und ein Quartiertreff.Pastorale Räume im Bistum Aachen, Newsletter des Bistums Aachen vom 23. Mai 2024

Architektur Bei der Kirche handelt es sich um eine Stahlskeletthalle, die sich zum Altarraum im Norden erweitert und in flachem Bogen mit einer Glaswand abschließt. Die Ostwand ist im Süden spitzbogig zum erhaltenen Chorjoch geöffnet. Der fünfseitig geschlossene Chor ist Bestandteil der alten Kirche. An der Westseite der Kirche befindet sich ein Innenhof, der durch eine Sakristei im Norden, das Pfarrheim im Westen und den mächtigen, fünfgeschossigen Turm mit offenem Glockengeschoss im Süden geschlossen ist.

Ausstattung Die Orgel mit 20 Registern und mechanischer Traktur aus dem Jahre 1985/90 wurde von Emil Hammer aus Hemmingen gebaut. Im Kirchturm befinden sich drei Stahlglocken aus dem Jahre 1952 von der Firma Bochumer Verein. Altar aus Blaustein, Tabernakel, Taufstein, Weihwasserbecken. Buntverglasung.Hünshoven, Kath. Kirche St. Johann Baptist. auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V.

Galerie

Literatur Handbuch des Bistums Aachen. Dritte Ausgabe. 1994, ISBN 3-87448-172-7. Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 8 (1904). Theodor Schäfer: Das neue Gotteshaus in Hünshoven (= Heimatkalender des Selfkantkreises 1952), S. 55. Jean Melzner: Der Wetterhahn von St. Johann zu Hünshoven (= Heimatkalender des Kreises Heinsberg 1996), S. 72.

Weblinks

Denkmaleintrag der Kirche St. Johann Baptist Glockengeläut der Kirche St. Johann Baptist (Hünshoven)

Einzelnachweise

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