Plouhinec (breton.: Pleheneg) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Morbihan in der Region Bretagne.
Die Gemeinde erhielt 2022 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.
Geographie Die Gemeinde liegt im Südwesten des Départements circa zehn Kilometer südöstlich der Agglomeration von Lorient. Plouhinec grenzt im Nordwesten und Norden an Merlevenez, im Nordosten an Sainte-Hélène, im Osten an die Ria d’Étel, im Süden an die Atlantikküste sowie im Westen an Gâvres, die Bucht Petite mer de Gâvres und Riantec.
Siedlungsschwerpunkte finden sich westlich mit dem Ort Plouhinec und im Osten an der Ria d’Étel, über die die Hängebrücke Pont Lorois in die Gemeinde Belz führt.
Geschichte Aus prähistorischer Zeit finden sich in der Gemeinde Menhire, Dolmen und Steinreihen (z. B. die Alignements du Gueldro). Oberhalb des Ételufers, bei der Ortschaft Locquénin, liegen Ausgrabungen eines gallo-römischen Anwesens aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. (Ville maritime de Mané-Vechen). Die bretonische Besiedlung erfolgte ab dem 6. Jahrhundert. Der Name Plouhinec geht auf das bretonische "Ploe-Hidinuc" aus dem 11. Jahrhundert zurück. Die Gemeinde Plouhinec wurde im Jahr 1790 gegründet. abgerufen am 27. Dezember 2013
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2019Einwohner 3601 3451 3372 3553 4026 4143 5085 5386 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten Romanische Kirche Saint-Guénin aus dem 11. Jahrhundert in Locquénin Neogotische Kirche Notre-Dame de Grâce von 1872 in Plouhinec Hängebrücke Pont Lorois mit Aussicht auf die Ria d’Étel Grabungsstätte Mané-Véchen (Reste einer gallorömischen Villa), seit 2010 als Monument historique klassifiziert Alignements von Kerzine in Les Blés d’Or, auch Alignements du Gueldro genannt, seit 1963 als Monument historique klassifiziert Oppidum von Mané-Coh-Castel, seit 1972 als Monument historique eingeschrieben Menhir, genannt Du Bourg, seit 1964 als Monument historique klassifiziert Vier Menhire, genannt Men-Roquil, seit 1963 als Monument historique klassifiziert Kapelle Saint-Guillaume aus dem 17. Jahrhundert
Verkehr Die Gemeinde ist nordwärts über die Departementsstraße D 9 nach Hennebont an das französische Fernstraßennetz (N 24, N 165) und den Großraum von Lorient westlich des Blavet angebunden. Die D 9 führt im Osten über die Pont Lorois nach Belz und weiter als D 22 nach Auray. Für die Verbindung der Küstenorte sorgt die D 781 von Port-Louis im Westen nach Locmariaquer im Südosten. Der Ort hatte einen Bahnhof der Chemins de fer du Morbihan, an den noch die Rue de la Gare erinnert.
Der nächste Bahnhof im Regionalverkehr liegt in Hennebont, mit Fernverkehrsanschluss in Auray. Der nächstgelegene Flughafen ist Lorient Bretagne Sud. Busverbindungen (montags bis samstags) bestehen nach Lorient, Port Louis, Belz – Auray und La Trinité-sur-Mer. Stand: Dezember 2013
Partnergemeinden Gemeindepartnerschaften bestehen mit: Kilkee, Irland, seit 1982 Weidenberg, Deutschland, seit 1989
Literatur Le Patrimoine des Communes du Morbihan. Flohic Editions, Band 2, Paris 1996, ISBN 2-84234-009-4, S. 784–785.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Bretagne Kategorie:Gemeindegründung 1790