Dubrowka (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Slawsk im Rajon Slawsk. Das ehemalige Spannegeln ist allerdings verlassen. Das heutige Dubrowka besteht allem Anschein nach aus zwei Wohnplätzen im Bereich des ehemaligen Lankeningken/Langenheim (zwei Kilometer nördlich von Spannegeln) und des ehemaligen Treinlauken/Kreuzberg (zwei Kilometer südlich von Spannegeln).

Geographische Lage Dubrowka liegt etwa 25 Kilometer südlich der Rajonstadt Slawsk (Heinrichswalde) und ist von der Föderalstraße A216 (ehemalige deutsche Reichsstraße 138, heute auch Europastraße 77) von Sowetskoje (Korehlen) über Nebenstraßen zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte Spannegeln, ein kleines Dorf, zu dem noch ein Gut gehörte,D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Spannegeln wurde am 9. April 1874 Amtssitz und damit namensgebend für einen neu errichteten Amtsbezirk,Rolf Jehke, Amtsbezirk Spannegeln der bis 1945 bestand und zum Kreis Labiau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 waren in Spannegeln 212 Einwohner registriert. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 252 und belief sich 1939 noch auf 214.

In Kriegsfolge kam Spannegeln 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Der Ort erhielt im Jahr 1947 die russische Bezeichnung „Dubrowka“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Kalinowski selski Sowet im Rajon Bolschakowo zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Einbezogen in Dubrowka wurden auch die um Spannegeln herum liegenden Orte Lankeningken/Langenheim, Paringen/Paaringen, Treinlauken/Kreuzberg und Wittgirren/Weißenbruch (soweit noch vorhanden).Für die Zeit ab den 1970er Jahren ergibt sich das aus den bekannten russischen Karten. Für die Zeit davor ist dies anzunehmen, da all diese Orte keine eigenen russische Namen erhielten. Später gelangte Dubrowka in den Bolschakowski selski Sowet. Seit 1963 gehört der Ort zum Rajon Slawsk. Um 1980 wechselte Dubrowka in den Wyssokowski selski Sowet. Von 2008 bis 2015 gehörte der Ort zur Landgemeinde Bolschakowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Slawsk. Um 2018 wurden im ehemaligen Spannegeln die letzten Gebäude abgetragen.

Amtsbezirk Spannegeln (1874–1945) Zum Amtsbezirk Spannegeln gehörten anfangs 16 Kommunen, am Ende waren es aufgrund der verschiedenen Strukturmaßnahmen nur noch sechs: Name Änderungsname 1938 bis 1946 Russischer Name Bemerkungen Auxkallen ab 1936: Ackerhof 1938 nach Kallweninken eingegliedert Beszarwen,1936–1938: Bescharwen Scharhöfen 1938 nach Kallweninken eingegliedert Bielauken Bielken 1939 nach Berghöfen eingegliedert Budwallen Budewald 1928 nach Wilkowischken eingegliedert Kallweninken (M) Hügelort 1893 in die neue Landgemeinde Kallweninken eingegliedert Kallweninken (Sp) Hügelort 1893 in die neue Landgemeinde Kallweninken eingegliedert Lankeninken (M) Langenheim 1893 in die neue Landgemeinde Lankeninken eingegliedert Lankeninken (Sp) Langenheim 1893 in die neue Landgemeinde Lankeninken eingegliedert Lindenberger Wald 1907 bis 1911 nach Piplin (Amtsbezirk Piplin) eingegliedert Packalwen Berghöfen Paringen Paaringen Spannegeln (Landgemeinde) Dubrowka Spannegeln (Gutsbezirk) Dubrowka 1928 in die Landgemeinde Spannegeln eingegliedert Treinlauken Kreuzberg 1939 nach Weißenbruch eingegliedert Wilkowischken Wolfshof 1939 nach Weißenbruch eingegliedert Wittgirren Weißenbruch

Am 1. Januar 1945 bestanden nur noch die Gemeinden Berghöfen, Hügelort, Langenheim, Paaringen, Spannegeln und Weißenbruch.

Kirche Die Bevölkerung Spannegelns war bis 1945 fast ausnahmslos evangelischer Konfession und somit in das Kirchspiel der Kirche Popelken (1938 bis 1946: Markthausen, heute Wyssokoje) eingepfarrt. Sie gehörte zum Kirchenkreis Labiau innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Dubrowka im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Bolschakowo, einer Filialgemeinde in der Kirchenregion der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) innerhalb der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Ordensburg Treinlauken Im Ort Treinlauken bestand ursprünglich eine Burg des Deutschen Ordens.

Persönlichkeiten Leberecht Arendt (1837–1910), Mitglied des Deutschen Reichstages, ab 1884 Königlicher Domänenpächter und Oberamtmann, ab 1889 Amtsvorsteher in Spannegeln Julius Skalweit (1841–1891), war ein deutscher Architekt und Baubeamter.Vgl. Nekrolog in: Vgl. DBZ XXV (1891), Nr. 38 v. 13.5.1891, S. 232.

Weblinks Dubrowka bei bankgorodov.ru Dubrowka bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Slawsk