mini|Konrad Mommsen (vorn in der Mitte) in der Runde der Offiziere und Beamten des Marinekommandoamts (1923) Konrad Mommsen (* 10. Mai 1871 in Berlin; † 4. November 1946 in Berlin-NikolasseeSterberegister des Standesamtes Zehlendorf von Berlin Nr. 2863/1946 (kostenpflichtig Online bei Ancestry. Abgerufen am 13. März 2023).) war ein deutscher Marineoffizier und Flottenchef der Reichsmarine.

Leben Mommsen war ein Sohn des hoch angesehenen Historikers und Literaturnobelpreisträgers Theodor Mommsen.https://www.mommsen.de/stamm/1817cmtm.html Er trat am 10. April 1891 in die Kaiserliche Marine ein. Nach seiner Ausbildung und ersten Erfahrungen an Bord wurde er vor Beginn und während des Ersten Weltkriegs Kommandant mehrerer Kriegsschiffe. Er führte die Kleinen Kreuzer Condor (April 1912 bis März 1914), Frauenlob (August 1914 bis Januar 1915) und Pillau (Januar 1915 bis April 1917), mit dem er an der Skagerrakschlacht teilnahm. Am 13. Juli 1916 wurde er zum Kapitän zur See befördert. Im April 1917 übernahm er den Großen Kreuzer Von der Tann. Im Juli 1918 wurde er ins Reichsmarineamt versetzt, wo er Abteilungschef im Waffendepartement war.

Zum Konteradmiral befördert war Mommsen von April 1921 bis April 1922 Befehlshaber der Seestreitkräfte der Nordsee und anschließend in der Marineleitung Chef des Marinekommandoamts. 1924 wurde er zum Vizeadmiral befördert und zum Oberbefehlshaber der Seestreitkräfte, ab 1. April 1925 als Flottenchef (Flottenkommando) bezeichnet, ernannt. Mit dem 31. Dezember 1927 schied er unter Verleihung des Charakters als Admiral aus dem aktiven Dienst aus.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ohne jegliche staatliche Versorgung starb Konrad Mommsen im November 1946 an den Folgen des Hungers.Johannes Berthold Sander-Nagashima: Die Bundesmarine 1950–1972. Konzeption und Aufbau. München 2006. ISBN 3-486-57972-X. S. 24.

Auszeichnungen Roter Adlerorden IV. Klasse mit KroneRangliste der Kaiserlich Deutschen Marine für das Jahr 1918. Hrsg.: Marine-Kabinett. Mittler & Sohn Verlag. Berlin 1918. S. 13. Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse Preußisches Dienstauszeichnungskreuz Hanseatenkreuz Bremen Friedrich-August-Kreuz I. Klasse Osmanje-Orden IV. KlasseRangliste der Kaiserlich Deutschen Marine für das Jahr 1914. Hrsg.: Marine-Kabinett. Mittler & Sohn Verlag. Berlin 1914. S. 118. Silberne Liakat-Medaille

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 2: H–O. Biblio Verlag. Osnabrück 1989. ISBN 3-7648-1499-3. S. 506–507. Hans H. Hildebrand, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe Band 1, 2., überarbeitete Auflage, Herford 1983, ISBN 3-7822-0284-8, S. 160

Einzelnachweise

Kategorie:Kapitän zur See (Kaiserliche Marine) Kategorie:Admiral, Charakter (Reichsmarine) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Kleiner-Kreuzer-Kommandant (Kaiserliche Marine) Kategorie:Großer-Kreuzer-Kommandant (Kaiserliche Marine) Kategorie:Träger des Osmanié-Ordens Kategorie:Träger des Hanseatenkreuzes (Bremen) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Friedrich-August-Kreuzes