mini|hochkant|Das ehemalige Amtsgericht in Weismain (2015) Das Amtsgericht Weismain war ein von 1879 bis 1945 bestehendes bayerisches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in der oberfränkischen Stadt Weismain.

Geschichte Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurde ein Amtsgericht zu Weismain errichtet, dessen Sprengel aus den Gemeinden Altenkunstadt, Arnstein, Burgkunstadt, Burkersdorf, Burkheim, Ebneth, Gärtenroth, Geutenreuth, Großziegenfeld, Hain, Kaspauer, Kirchlein, Kleinziegenfeld, Maineck, Mainroth, Modschiedel, Neudorf, Pfaffendorf, Strössendorf, Theisau, Wallersberg, Weiden, Weidnitz, Weismain und Wildenberg des vorherigen Landgerichtsbezirks WeismainLandgericht Weismain. In: Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Ackermann, München 1877, Sp. 1079–1084. und der vorher zum Landgerichtsbezirk Thurnau gehörenden Gemeinde Fesselsdorf sowie der bis dahin zum Landgerichtsbezirk Hollfeld zählenden Gemeinde Buckendorf gebildet wurde.Königlich Allerhöchste Verordnung vom 2. April 1879, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend (GVBl. S. 369 f.)

Gehörte das Amtsgericht Weismain anfangs zum Sprengel des Landgerichtes Bayreuth, erfolgte am 1. April 1921 der Wechsel zum gleichzeitig errichteten Landgericht Coburg.Gesetz über die Errichtung eines Landgerichts in Coburg vom 22. März 1921 (GVBl. S. 96)

Mit Wirkung vom 1. Januar 1927 wurden die Orte Hain und Wildenberg vom Weismainer Gerichtsbezirk abgetrennt und dem Bezirk des Amtsgerichtes Kronach zugeteilt.Verordnung vom 22. Dezember 1926 über die Änderung der Grenzen der Amtsgerichte Weismain und Kronach (GVBl. S. 540)

Nachdem das Amtsgericht Weismain kriegsbedingt zur Zweigstelle des Amtsgerichtes Lichtenfels herabgestuftDie Oberlandesgerichts-, Landgerichts- und Amtsgerichtsbezirke Bayerns. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. München 1952, S. 111*-120*. und dies 1956 noch einmal bestätigt worden warVerordnung über die Errichtung amtsgerichtlicher Zweigstellen vom 30. November 1956 (GVBl. S. 294), erfolgte auf Anweisung des Bayerischen Staatsministers der Justiz am 1. Juli 1959 die Aufhebung dieser Zweigstelle.Verordnung über die amtsgerichtlichen Zweigstellen vom 9. Juni 1959 (GVBl. S. 178)

Gerichtsgebäude Das Amtsgericht befand sich in einem zweiflügeligen Bau mit Portalädikula, Von-Rudhart-Straße 1. Das um 1870 im klassizistischen Stil erbaute Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

Weismain Kategorie:Baudenkmal in Weismain Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Bayern Kategorie:Organisation (Landkreis Lichtenfels) Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1959