__NOTOC__ mini|La Coupole, Helfaut-Wizernes La Coupole ist eine Bunkeranlage, die nach ihrem Aussehen auch als Kuppel von Helfaut-Wizernes bezeichnet wird. (frz. La Coupole, Englisch: The Dome). Sie liegt beim Ort Wizernes in der Region Hauts-de-France in Nordfrankreich. Sie sollte als Ersatz für die nicht weit entfernte Bunkeranlage bei Watten als Werk für flüssigen Sauerstoff und Startbasis für gegen London und Südengland gerichtete V2-Raketen dienen."Betr.: Bauwerk 21" vom 29. Mai 1944. Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg, RH24-30/278, S. 109. Die Anlage ist zusammen mit der in Sottevast der früheste bekannte Vorläufer der heutigen modernen unterirdischen Raketensilos. Die Anlage wurde durch die deutsche Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich im Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1943 und 1944 im Département Pas-de-Calais in Nordfrankreich errichtet, ungefähr fünf Kilometer von Saint-Omer entfernt.

Die deutschen Planer bezeichneten die ursprünglich nur als Raketenlager geplante Einrichtung als Feldspeicher Nordwest 1, dann als Vorhaben/Bauwerk 21 und OT Projekt Nr. 1302. Später wurde die Bunkeranlage auch unter den Decknamen Schotterwerk, Felsgestein, Feuerteufel in den Akten geführt. Georg Schmundt-Thomas. "'A-Stoff Anlagen': die Versorgung mit flüssigem Sauerstoff im deutschen Fernraketen Programm 1931-45." ScienceOpen Preprints. 2024. DOI:10.14293/PR2199.000876.v1. S. 50 Zum Schutz der Baustelle gegen Luftangriffe sollte bei der Errichtung zuerst eine massive Betonkuppel am Rand eines Steinbruchs gebaut werden und diese dann unterhöhlt werden."Betr.: Bauwerk 21" vom 29. Mai 1944. Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg, RH24-30/278, S. 109ff. Laut späteren Darstellungen sollen anfangs mehr als 1.300 Zwangsarbeiter auf der Baustelle tätig gewesen sein, vor allem Franzosen im Rahmen des Service du Travail Obligatoire und sowjetische Kriegsgefangene. Tracy Dungan, V2. A Combat History of the First Ballistic Missile. Westholme, Yardley, 2005. S. 75. Die Anlage war wiederholten Bombenangriffen ausgesetzt, die zwar die Bunkerteile intakt ließen, aber die Baustelleneinrichtungen zerstörten, sodass eine Weiterführung des Baus unmöglich wurde und das Vorhaben Ende Juli 1944 aufgegeben wurde."Bauvorhaben Feuerteufel (A4)" vom 28.7.44. Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg, RH24-30/278, S. 166.

Siehe auch Blockhaus von Éperlecques Mimoyecques (V3-Bunker)

Literatur Georg Schmundt-Thomas. "'A-Stoff Anlagen': die Versorgung mit flüssigem Sauerstoff im deutschen Fernraketen Programm 1931-45." ScienceOpen Preprints. 2024. DOI:10.14293/PR2199.000876.v1 Georg Schmundt-Thomas, "Bottleneck: the supply of liquid oxygen for the German V-2 rocket." Journal of Military History, No. 90 Vol. 1 (Januar 2026), S. 86–113. Steven J Zaloga: German V-Weapon Sites 1943–45, S. 60. (Online-PDF)

Weblinks

Beschreibung und Geschichte auf den Museumsseiten von La Coupole

Einzelnachweise

Kategorie:Bunker in Frankreich Kategorie:Ruine in Frankreich Kategorie:Museum in Frankreich über den Zweiten Weltkrieg Kategorie:Raketenstartplatz Kategorie:V-Waffen-Programm Kategorie:Verkehrsbauwerk in Hauts-de-France Kategorie:Bauwerk im Département Pas-de-Calais Kategorie:Kuppelbauwerk Kategorie:Museum in Hauts-de-France Kategorie:Organisation (Département Pas-de-Calais) Kategorie:Militärmuseum (Luftfahrt) Kategorie:Bauwerk aus Beton