mini|hochkant|Hl. Kreuz (Süggerath) mini|hochkant=1.3|Pfarrhaus und Pfarrheim neben der Kirche Die Kirche Heilig Kreuz hat ihren Standort im Ortsteil Süggerath in der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste Geilenkirchen Nr. 38, Eintrag: 4. Mai 1983
Lage Die dreischiffige Kirche ist der Mittelpunkt des Ortes. Das dreiachsige Pfarrhaus steht in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Daran anschließend ist das Pfarrheim errichtet worden. Zwischen Kirche und Straße erinnert das Kriegerehrenmal an die gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege.
Geschichte Das Kirchenschiff der um 1500 erbauten Kirche war um die Mitte des 19. Jahrhunderts baufällig. Nach mehreren Vorschlägen plante 1869 der Architekt Robert Ferdinand CremerBischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, ISBN 3-87448-172-7, Seite 716 aus Aachen einen Kirchenneubau. Unter Beibehaltung des alten Altarraums wurde die Kirche 1877 fertiggestellt. Am 27. Mai 1893 wurde sie eingeweiht. Die Schäden aus den Kriegsjahren 1944/45 wurden 1947 behoben.
Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde in die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius Geilenkirchen eingegliedert in der alle 11 Pfarreien des Stadtgebietes zusammengefasst waren. Die Gemeinschaft von Gemeinden wurde 2025 aufgelöst. Die 11 Pfarreien bilden nun den Pastoralen Raum Geilenkirchen, einen von insgesamt 44 Räumen im Bistum Aachen.Pastorale Räume im Bistum Aachen, Newsletter des Bistums Aachen vom 23. Mai 2024
Architektur Die Kirche ist eine dreischiffige Backstein-Pseudobasilika in drei kreuzrippengewölbten Jochen, mit Triumphbogen, Chorjoch und fünfseitigem Chor. An der linken Seite steht eine Sakristei aus der Bauzeit des Chores, rechts ist eine Sakristei aus dem 19. Jahrhundert angebaut. Der dreigeschossige, vorgebaute Turm hat einen achtseitigen Helm.
Ausstattung Die Orgel mit 12 Registern und elektrischer Traktur aus den Jahren 1948 und 1951 wurde von der Fa. Kamp aus Aachen gebaut. Im Kirchturm befinden sich zwei Glocken aus den Jahren 1477 und 1478. Im Innern der Kirche steht ein Antwerpener Retabel aus dem 16. Jahrhundert. (Flandrischer Schnitzaltar mit Flügelgemälden.) BuntverglasungGeilenkirchen-Süggerath, Kath. Kirche Hl. Kreuz auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V. Taufstein aus Blaustein mit Messingdeckel aus dem Jahre 1790
Literatur Dritte Ausgabe 1994: Handbuch des Bistums Aachen ISBN 3-87448-172-7 Band Acht 1904: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz von Paul Clemen Heimatkalender Selfkantkreis 1958: Die Maßverhältnisse des Süggerather Altars von Th. Schäfer, Seite 54 Heimatkalender des Selfkantkreis 1955: Von den Kirchenglocken im Amte Immendorf-Würm, von Heinrich Joppen, Seite 83 Heimatkalender des Selfkantkreis 1961: Das Jahr 1559/60 in der Würmer Pfarre, von H. Tischelbecker, Seite 53
Weblinks
Denkmaleintrag der Kirche Hl. Kreuz (Süggerath) Homepage über den Antwerpener Schnitzaltar Glockengeläut der Kirche Hl. Kreuz (Süggerath)
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Geilenkirchen Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Aachen Kategorie:Kirchengebäude der Backsteingotik Kategorie:Gotisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Baudenkmal in Geilenkirchen Kategorie:Heilig-Kreuz-Kirche Kategorie:Pastoraler Raum Geilenkirchen