mini|Heckansicht Die Mercedes-Benz Baureihe 207 (Verkaufsbezeichnung: E-Klasse Coupé bzw. E-Klasse Cabriolet) ist ein Pkw-Modell der oberen Mittelklasse von Mercedes-Benz, das von 2009 bis 2017 gebaut wurde.

Es löste die CLK-Klasse der Baureihe 209 ab und war als Coupé (C 207) und Cabriolet (A 207) verfügbar. Die Limousinen- und Kombiversionen bildeten als W 212, bzw. S 212 die eigenständige Baureihe 212.

Geschichte

Das E-Klasse Coupé wurde im März 2009 auf dem Internationalen Auto-Salon Genf präsentiert und war seit dem 9. Mai bei den Händlern verfügbar. Das E-Klasse Cabriolet war seit dem 27. März 2010 erhältlich; ursprünglich war die Einführung für Herbst 2009 geplant, aufgrund der Wirtschaftskrise wurde dieser Termin aber um einige Monate verschoben.Markteinführung des E-Klasse Cabrios verschoben. ratschlag24.com, 4. Mai 2009 Für das Coupé wurde mit dem Slogan „E-Klasse Coupé. Objekt der Begierde“ geworben und für das Cabrio mit „E-Klasse Cabriolet. Folgt keiner Strömung, gibt sie vor.“ Im Januar 2013 wurden die überarbeiteten Versionen der Coupé- und Cabriolet-Variante vorgestellt, deren Markteinführung am 18. Mai 2013 erfolgte.

Wie in der CLK-Klasse, die komplett auf der Bodengruppe der seinerzeit aktuellen C-Klasse basierte und die nur optisch an die E-Klasse angelehnt war, wurde in der Baureihe 207 weiterhin die Bodengruppe der C-Klasse benutzt. Technisch gesehen stammen bei dem Coupé nur rund 60 % der Teile von der E-Klasse-Limousine. Der Rest entsprang der C-Klasse der Baureihe 204.autobild.de, E 350 CGI Coupé gegen Limousine: „Das neue Coupé: echt E-Klasse?“, 8. Mai 2009 Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass nur die Fahrwerksvarianten der C-Klasse zur Auswahl standen und die Luftfederung Airmatic ausschließlich der Limousine bzw. dem T-Modell vorbehalten war.

Das E-Klasse Coupé hat einen Cw-Wert von 0,24 und war somit seinerzeit eines der windschlüpfigsten Serienfahrzeuge der Welt, hinter der Mercedes-Benz CLA-Klasse und dem GM EV1.

Änderungen während der Modelljahre mini|Mercedes-Benz E 200 BlueEFFICIENCY Cabriolet (2011–2013) Bei den Produktionen ab Dezember 2010 wurde das LED-Tagfahrlicht durch eine LED-Leiste ersetzt und das Design somit an das der Limousine und des T-Modells angepasst (siehe oben). Die bisherige Form des Bumerangs wurde bis Juni 2011 eingebaut. Das Sport-Paket AMG erhielt eine designspezifische LED-Leiste. Das Cabriolet erhielt mit der Farbe Rot eine weitere Verdeckvariante.

Seit Januar 2011 wurde das aus der Limousine und dem T-Modell bekannte Sport-Paket Exterieur auch beim Coupé und Cabriolet angeboten.

Ab April 2011 erhielten die Fahrzeuge das Lenkrad aus der CLS-Klasse.

Alle ab Oktober 2011 produzierten Coupés und Cabriolets hatten serienmäßig LED-Tagfahrlichter.LED-Tagfahrleuchten beim E-Klasse Coupé und E-Klasse Cabrio jetzt immer Serie 7. Oktober 2011

Am 1. Juni 2013Start frei für das modellgepflegte E-Klasse Coupé und Cabrio 9. September 2014 wurden die überarbeiteten Coupés und Cabriolets der E-Klasse eingeführt.

Seit Oktober 2013 war das Coupé optional mit dem Allradantrieb 4MATIC erhältlich. Dieser ist dem E 350 Coupé vorbehalten.

Mit dem Modelljahr 2015, das ab September 2014 ausgeliefert wurde, wurden der E 300 sowie der E 350 eingestellt. Einzig das E 350 4MATIC Coupé blieb erhalten. Der neue E 320 mit einem 3,0-Liter-V6-Ottomotor und einer Leistung von 200 kW (272 PS) ersetzte die beiden entfallenen Varianten. Der E 500 erfüllte fortan die Euro-6-Abgasnorm. Dies galt auch für die Vierzylinder-Dieselmotoren, die dafür auf die BlueTEC-Technologie umgestellt werden mussten. Für den E 220 BlueTEC und den E 250 BlueTEC wurden optional das Neungang-Automatikgetriebe 9G-Tronic angeboten, das fortan auch für den in der Leistung um 5 kW (8 PS) gesteigerten E 350 BlueTEC serienmäßig war.

Serienausstattung

Die Serienausstattung hat nahezu identische Merkmale wie bei Limousine und T-Modell. Ein Unterschied ist, dass alle Rücklichter, also auch die Blinklichter, LED-Technik haben. Zur Serie gehören bei Coupé und Cabriolet das Agility Control-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem, Gurtbringer für die Vordersitze und das Easy-Entry-System, bei dem sich der gesamte Vordersitz nach vorne verschieben lässt, damit Fondpassagiere leichter ein- und aussteigen können. Die Sitze im Fond sind zwei Einzelsitze, zwischen den Sitzen befindet sich eine Ablage mit Becherhalter. Der Wagen hat serienmäßig 17-Zoll-Leichtmetallräder mit neun Doppelspeichen (Ausnahme: E 500: fünf Speichen 18"), Chromzierstäbe rundum und ein Drei-Speichen-Lenkrad sowie einen Schalthebel mit Nappalederbezug.

Die Ausstattungslinien Elegance und Avantgarde beziehen sich bei Coupé und Cabriolet nur auf das Interieur und bieten unterschiedliche Polster- und Lederarten sowie Zierverkleidungen.

Das seit Anfang 2012 erhältliche Sport-Paket Exterieur enthält außer einer Front- und Heckschürze sowie Seitenschwellern in AMG-Optik aus dem Sport-Paket AMG 18-Zoll-Leichtmetallräder mit fünf Speichen, vergrößerte und gelochte Bremsscheiben vorne sowie das sportlicher abgestimmte Direct Control-Fahrwerk mit tiefergelegter Karosserie.

Das Sport-Paket AMG enthält 18-Zoll-Leichtmetallräder mit sechs Doppelspeichen, AMG-Styling an Front, Seitenschwellern und Heck, AMG-Lenkrad, Pedalanlage aus gebürstetem Aluminium, groß dimensionierte und gelochte Bremsscheiben, Sportparameterlenkung, Multikontursitze sowie schwarzen Dachhimmel.

Das E-Klasse Cabriolet hat als erstes Cabriolet ein sogenanntes Aircap, das im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht: eine um sechs Zentimeter ausfahrbare Windlamelle oberhalb der Windschutzscheibe und ein dreifach verstellbares Windschott zwischen den Kopfstützen der hinteren Sitze. Zusätzlich ist in den Kopfstützen der Vordersitze eine als Airscarf bezeichnete Nackenheizung eingebaut. Diese bewirkt, dass bei bis zu 160 km/h die Wärme im Innenraum bleibt und kaum Verwirbelungen auftreten.

Motoren und Getriebe Bei den Motoren wurden mit dem E 250 CDI BlueEFFICIENCY und E 350 CDI BlueEFFICIENCY als Diesel- sowie E 250 CGI BlueEFFICIENCY, E 350 CGI BlueEFFICIENCY und E 500 als Benzinmotoren zunächst deutlich weniger Triebwerke als bei der Limousine und dem T-Modell angeboten. Mit der Einführung des Cabriolets Mitte Januar 2010 erhielt das Coupé ebenfalls zwei neue Einstiegsmotoren. Dabei handelt es sich um den Benziner E 200 CGI BlueEFFICIENCY und den Diesel E 220 CDI BlueEFFICIENCY.

Im April 2011 wurde die Motorenpalette des Coupés und des Cabriolets um einen 3,5 Liter großen V6-Ottomotor, der eine Leistung von 185 kW (252 PS) erreicht und damit als kleiner V6-Ottomotor gilt, erweitert. Dieses Modell trägt die Bezeichnung E 300 BlueEFFICIENCY und dabei handelt es sich um dasselbe Triebwerk, das im E 350 BlueEFFICIENCY zum Einsatz kommt und hier nun gedrosselt wurde. Außerdem wurde der V6-Dieselmotor OM 642 durch die leistungsgesteigerte, überarbeitete Version OM 642 LS ersetzt. Zeitgleich wurden auch die 5G-Tronic und die 7G-Tronic durch die 7G-Tronic Plus ersetzt und eine Start-Stopp-Automatik eingebaut, mit Ausnahme des E 500, der bis zu seiner Ablösung im September 2011 mit der 7G-Tronic ausgeliefert wurde. Darüber hinaus entfällt bei den direkteinspritzenden Ottomotoren die Erweiterung CGI in der Modellbezeichnung. Coupé und Cabriolet erhalten das Lenkrad der zweiten Generation der CLS-Klasse.

Im September 2011 wurde der 5,5-Liter-V8-Ottomotor im E 500 durch den 4,7 Liter großen, turboaufgeladenen V8-Direkteinspritzer mit 300 kW (408 PS) im E 500 BlueEFFICIENCY abgelöst.

Mit der Modellpflege im Mai 2013 änderte sich die Motorenpalette zum Teil stark. Während die Vierzylinder-Ottomotoren nun Neuentwicklungen sind und aus 2,0 Liter Hubraum 135 kW (184 PS) im E 200 sowie 155 kW (211 PS) im E 250 leisten, blieben die bisherigen Sechszylinder-Ottomotoren unangetastet. Neu hinzu kam der in der Baureihe 207 neue 3,0-Liter-V6-Biturbo im E 400 mit einer Leistung von 245 kW (333 PS), der wie die Vierzylinder die Euro-6-Norm erfüllt. Es ist der erste Sechszylinder-Ottomotor von Mercedes-Benz, der aufgeladen ist.

Bei den Dieselmotoren wurden die Vierzylinder leicht in ihrem Verbrauch gesenkt, während der Sechszylinder leicht verändert und um die BlueTEC genannte Technik der Harnstoff-Einspritzung zur Senkung der Emissionen und der Einhaltung der Euro-6-Norm erweitert wurde.

Ottomotoren