Diese Liste enthält Informationen zu Computerprogrammen („Apps“), die auf mobilen Geräten (Smartphone, Tabletcomputer) für Instant Messaging eingesetzt werden.
Aktuelle Messenger
Unterstützte Plattformen
Die folgende Tabelle zeigt, welche Messenger-Apps von welchen Betriebssystemen unterstützt werden. Messenger Android iOS Windows Mobile / Phone Blackberry OS Symbian OS Windows macOS Linux Webbrowser Weitere Plattformen Info-StandBlackBerry Messenger Enterprise BLACKPIN Briar ChatSecure Chiffry Conversations Delta Chat Discord Element Benutzt das plattformunabhängige Matrix-Protokoll ginlo2 Hike ICQ Java IM+ Java KakaoTalk Kik Kontalk Plattformunabhängiger Java-Desktop-Client Line Olvid Rainbow Signal Skype Skype-Telefone, Xbox One, PlayStation Vita SureSpot Telegram Firefox OS, Ubuntu Touch, Linux CLI, Sailfish OS TeamwireOkt. 2025 Threema Viber WhatsApp KaiOS (ohne Telefonie) Wickr Wire Xabber Legende: Ja Nein Teilweise, Optional nicht bekannt
Funktionen und Verschlüsselung
+ Eine Auswahl der wichtigsten Funktionen und deren Verschlüsselung Messenger Bildnachrichten Gruppenchat Asynchrone Kommunikation Telefonie Videotelefonie Info-Stand BlackBerry Messenger Enterprise BLACKPIN Briar ChatSecure Chiffry Conversations Delta Chat Discord Element ginlo2 Hike ICQ IM+ KakaoTalk Kik Kontalk Line Rainbow Signal Skype Surespot Telegram TeamwireJaJaJaJaJaOkt. 2025 Threema Viber WhatsApp Wickr Wire Xabber Legende: Funktion vorhanden und Ende-zu-Ende verschlüsselt. Funktion teilweise bzw. optional vorhanden oder nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Funktion nicht vorhanden. nicht bekannt
Anmerkungen zu den Spalten Bildnachrichten Gibt an, ob der Messenger den Versand von Bildnachrichten unterstützt. Gruppenchat Manche Messenger unterstützen die Gruppenkommunikation, dabei können einzelne Benutzer Mitglied einer Gruppe werden. Nachrichten, die an die Gruppe gesandt werden, werden allen Mitgliedern dieser Gruppe zugestellt. Die Spalte „Gruppenchat“ informiert darüber, ob der jeweilige Messenger diese Art der Kommunikation unterstützt. Asynchrone Kommunikation Von asynchroner Kommunikation (oder „Offline-Kommunikation“) spricht man, wenn Nachrichten versendet werden können, während der Empfänger nicht online ist, also keine Nachrichten empfangen kann. Die Nachrichten werden auf einem Server zwischengespeichert, bis der Empfänger empfangsbereit wird und die Nachrichten entgegennimmt. Das Empfangen der Nachrichten ist auch dann möglich, wenn der Absender inzwischen nicht mehr online ist. Diese Eigenschaft ist vor allem im mobilen Einsatz nützlich, da mobile Geräte in der Regel nicht ständig über eine Internet-Verbindung verfügen. Telefonie Manche Messenger unterstützen die IP-Telefonie, dabei können Gespräche zwischen 2 Nutzern geführt werden. Über WLAN oder eine Flatrate mobiler Daten ist dies kostenfrei. Videotelefonie Manche Messenger unterstützen die IP-Videotelefonie, dabei können Gespräche zwischen 2 Nutzern geführt werden, wobei das Bild der Kamera übertragen wird. Über WLAN oder eine Flatrate mobiler Daten ist dies kostenfrei.
Verschlüsselung, Sicherheit, Datenschutz
Messenger Freie Software Verschlüsselung Übertragung der Selbstgehosteter Server Föderation Info-Stand Ende-zu-Ende Client-Server Authentifizierung Abstreitbarkeit Perfect Forward Secrecy Verbindungsdaten KontakteBlackBerry Messenger Enterprise BLACKPIN Briar ChatSecure Chiffry Conversations Delta Chat Discord Element ginlo2 Hike ICQ IM+ KakaoTalk Kik Kontalk Line Rainbow Signal Skype Surespot Telegram TeamwireNeinNeinEigenentwicklung + TLSJaNeinNeinUnbekanntJaJaJaOkt. 2025 Threema https://threema.ch/de/faq/perfect_forward_secrecy https://threema.ch/de/faq/perfect_forward_secrecy Viber WhatsApp Wickr Wire Xabber
Anmerkungen zu den Spalten {| | colspan="2" | Alle Spalten benutzen die folgende Klassifizierung: |- | || nicht bekannt |} Freie Software Diese Spalte informiert darüber, ob die Software dem Endnutzer unter einer freien oder Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt wird. Bei Anwendungen, bei denen Sicherheit und Vertrauen im Vordergrund stehen, ist die Einsicht in den Quelltext unerlässlich, um eine unabhängige Kontrolle zu gewährleisten. Im Gegensatz dazu steht Proprietäre Software, bei der normalerweise der Quelltext nicht freigegeben ist und dadurch zum Beispiel Sicherheit durch Obskurität herrscht. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Die gesamte Software ist Open-Source oder Freie Software. (z. B. GPL GPLv2, GPLv3, Apache, …) |- | || Teilweise, nur einzelne Teile der Software sind Open-Source oder frei. |- | || Nein: Der Quelltext ist geheim und kann nicht überprüft werden.
Verschlüsselung Einige Messenger bieten die Übertragung verschlüsselter Nachrichten an. Diese Spalten informieren darüber, welche Verschlüsselungstechnologie bzw. welches Verschlüsselungsprotokoll zum Einsatz kommt und welche speziellen Eigenschaften unterstützt werden. Weitere Details zu der Technologie einzelner Messenger finden sich teilweise in den jeweiligen Anmerkungen weiter unten. Ende-zu-Ende Wenn eine Nachricht vor dem Versand verschlüsselt und erst vom Empfänger entschlüsselt wird, spricht man von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dabei bleibt die Nachricht auf dem kompletten Transportweg unlesbar.Manche Messenger benutzen neue Verschlüsselungsprotokolle, die speziell für das mobile Instant Messaging konstruiert wurden. Allerdings sind solche neuen Protokolle praktisch niemals auf Anhieb fehlerfrei.Während Sicherheitsmängel in Open-Source-Software im Allgemeinen schnell entdeckt und behoben werden, weil der Quelltext von vielen Experten geprüft werden kann, trifft das bei proprietärer Software nicht zu.Manche Messenger verwenden Verschlüsselungsprotokolle, die bereits seit einiger Zeit im Einsatz sind und bereits vielfach überprüft wurden. Das „Ende-zu-Ende“-Feld dieser Messenger wird grün hinterlegt, um zu verdeutlichen, dass sie eine hohe Sicherheit bieten. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Die genannten standardisierten Verfahren kommen zum Einsatz. (z. B. OTR, TLS, AES, OMEMO, OpenPGP, …) |- | || Eigenentwicklung: Ein vom Hersteller selbst entworfenes Verfahren wird benutzt.Protokoll unbekannt: Das verwendete standardisierte Verfahren wurde nicht offengelegt. |- | || Nein: Der Messenger unterstützt keine Verschlüsselung, die Daten werden unverschlüsselt übertragen. |} Client-Server Beim mobilen Instant Messaging sind in der Regel ein oder mehrere Server involviert, die Nachrichten entgegennehmen, zwischenspeichern und – sofort oder später – an den Empfänger ausliefern. Die Kommunikation eines Clients mit einem Server kann verschlüsselt werden (sogenannte Transportverschlüsselung). In diesem Fall können Nachrichten während der Übermittlung vom Client zum Server oder umgekehrt nicht gelesen werden, jedoch liegen die Nachrichten auf dem Server im Klartext vor und werden ggf. erneut verschlüsselt daraufgespeichert. Ob die Verbindung zwischen zwei Servern verschlüsselt wird, kann nicht vom Client (hier: dem Messenger) beeinflusst werden und bleibt daher außer Betracht.Für die Client-Server-Verschlüsselung kommt normalerweise das TLS-Protokoll zum Einsatz. Manche Messenger verwenden das veraltete SSL-Protokoll oder auch Eigenentwicklungen. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Die genannten standardisierten Verfahren kommen zum Einsatz. (z. B. OTR, TLS …) |- | || Eigenentwicklung: Ein vom Hersteller selbst entworfenes Verfahren wird benutzt.Protokoll unbekannt: Das verwendete standardisierte Verfahren wurde nicht offengelegt. |- | || Nein: Der Messenger unterstützt keine Verschlüsselung, die Daten werden unverschlüsselt übertragen. |} Authentifizierung Es gibt kryptographische Methoden, mit denen die Echtheit einer Nachricht überprüft werden kann, d. h. ob sie tatsächlich von dem Absender stammt, von dem sie zu stammen scheint. Auf diese Weise können Man-in-the-Middle-Angriffe erkannt werden. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Ja: Der Messenger unterstützt die Authentifizierung von Nachrichten. |- | || optional oder teilweise wird die Authentifizierung von Nachrichten vom Messenger unterstützt. |- | || Nein: Eine Überprüfung der Echtheit der Nachrichten ist nicht möglich, die empfangene Nachricht kann gefälscht sein. |} Abstreitbarkeit Falls die Echtheit von Nachrichten überprüft werden kann (siehe Spalte „Authentifizierung“), ist es normalerweise möglich, Nachrichten nachträglich zweifelsfrei dem Absender zuzuordnen. Es kann dann bewiesen werden, dass der Absender bestimmte Nachrichten tatsächlich versandt hat.Einige Messenger bieten die Möglichkeit, den Versand einer Nachricht nachträglich glaubhaft abzustreiten. Dabei kann der Empfänger im Augenblick des Empfangs dennoch sicher sein, dass die Nachricht echt ist.Sowohl der Echtheitsnachweis im Moment des Empfangs als auch die spätere Abstreitbarkeit der Echtheit werden durch kryptographische Verfahren verwirklicht. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Ja: Der Versand einer Nachricht kann nachträglich glaubhaft abgestritten werden. |- | || Nein: Eine nachträgliche glaubhaft Abstreitung ist nicht möglich. |} Perfect Forward Secrecy (PFS) Wenn alle Nachrichten mit demselben kryptografischen Schlüssel verschlüsselt werden, können mit diesem Schlüssel auch ältere Nachrichten nachträglich entschlüsselt werden. Wenn ein Angreifer also Zugriff zum Schlüssel erlangt, kann er auch früher abgefangene Nachrichten nachträglich lesen.Manche Messenger bieten Folgenlosigkeit (Perfect Forward Secrecy) an, die dieses Szenario verhindert, indem jede Nachricht mit einem neuen Kurzzeitschlüssel verschlüsselt wird, der von einem Langzeitschlüssel abgeleitet wird und innerhalb kurzer Zeit gelöscht wird. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Ja: Perfect Forward Secrecy wird unterstützt. |- | || Perfect Forward Secrecy wird nur teilweise oder optional unterstützt. |- | || Nein: Perfect Forward Secrecy wird nicht unterstützt.
Übertragung der Verbindungsdaten Viele Messenger nutzen Internetserverdienste von Google (Google Cloud Messaging, jetzt Firebase Cloud Messaging) oder Apple. Dadurch erhalten diese Unternehmen jeweils die Meta- bzw. Verbindungsdaten der Kommunikation. Metadaten sind nach Ansicht von Geheimdiensten und Datenschützern mindestens so intim bzw. gefährlich wie Inhaltsdaten. Durch Metadaten kann ein pseudonym agierender Teilnehmer identifiziert werden. Nur die Inhalte einer Nachricht werden durch die hier teils angebotene Verschlüsselung der Messenger verborgen. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Nein: Internetserverdienste werden nicht benutzt. |- | || Ja: Meta- bzw. Verbindungsdaten werden gesammelt und weitergegeben. |} Übertragung des Telefonbuchs Gibt an, ob der Messenger alle Telefonbucheinträge (Kontakte) des Handys automatisch an den Anbieter überträgt, um die Kommunikation mit den eigenen Kontakten zu erleichtern. Dadurch wird es für den Anbieter möglich, durch Verknüpfung der Kontaktdaten soziale Profile zu erstellen.Werden nur Hashes der Kontaktdaten übertragen, sind nur die bereits vorhandene Kontakte identifizierbar. Fremde Kontakte bleiben unidentifiziert. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |- | || Nein: Das Telefonbuch wird nicht übertragen |- | || optional: Es kann ausgewählt werden, ob das Telefonbuch übertragen werden soll.deren Hashes: Die Hashes der Kontaktdaten werden automatisch übertragen. |- | || Ja: Das Telefonbuch wird automatisch übertragen. |} Selbst-gehosteter Server Diese Spalte gibt an, ob es für Dritte möglich ist, einen Server für den Betrieb des Messengers selbst zu hosten. {| | colspan="2" | Die Spalte benutzt die folgende Klassifizierung: |-