Wiesensüß ist ein Ortsteil der Stadt Nabburg im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern).
Geografie Wiesensüß liegt ungefähr sechs Kilometer nordöstlich von Nabburg, ungefähr 500 Meter östlich und oberhalb der Quelle des Kurmhofbaches, der etwa 5 Kilometer westlich bei Perschen in die Naab mündet.
Geschichte Anfänge bis 19. Jahrhundert Wiesensüß (auch: Wisensüß, Wiesensieß, Wißensiess, Wißensieß) wird im Salbuch von 1473/75 schriftlich erwähnt.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76 1565 wird es als zur Propstei Nabburg des Klosters Reichenbach gehörig aufgeführt.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 50 1606 hatte Wiesensüß 4 Höfe, 1 Pferd, 16 Ochsen, 16 Kühe, 10 Rinder, 9 Schweine, 136 Schafe und 10 Frischlinge. 1792 hatte es 5 Hausgesesse.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 338
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde zum Zweck der Steuererhebung das Land vermessen, der Besitz wurde erfasst, Kataster wurden hergestellt. Es begannen sich in Bayern Gemeinden herauszubilden. 1811 gab es im Landgericht Nabburg 58 Steuerdistrikte, einer davon war Tauchersdorf. Zum Steuerdistrikt Tauchersdorf, gehörten außer Tauchersdorf selbst noch Wiesensüß und Kurmhof.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 402 Außerdem gehörte Wiesensüß zur Obmannschaft Tauchersdorf.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 409
1819 war Wiesensüß mit 7 Familien Teil der ausschließlich katholischen Landgemeinde Pamsendorf.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 414 1828 hatte Wiesensüß 5 Wohngebäude, 5 Familien und 38 Einwohner.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
20. Jahrhundert bis Gegenwart Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) gehörte Wiesensüß zur Pfarrei Nabburg, Filialkirche Perschen. Es hatte 5 Häuser und 39 Einwohner.Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 352 1964 hatte Wiesensüß 3 Wohngebäude und 18 Einwohner und gehörte zur Landgemeinde Pamsendorf und zum Landkreis Nabburg.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
1971 wurde die Gemeinde Pamsendorf in die Gemeinde Hohentreswitz eingegliedert. Damit war Wiesensüß nun Teil der Gemeinde Hohentreswitz.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 437 Zum 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Nabburg aufgelöst und Wiesensüß gelangte als Teil der Gemeinde Hohentreswitz in den neu gebildeten Landkreis Schwandorf.
Bis 1978 gehörten zur Gemeinde Hohentreswitz außer Hohentreswitz selbst nach dem Verzeichnis von 1842: Aspachmühle, Bornmühle, Bornmühlschleife, Fuchsendorf, Herdegen, StelzlmühleElisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 423 und außerdem nach der Eingliederung der Gemeinde Pamsendorf 1971: Häuslberg, Kurmhof, Löffelsberg, Oberpfreimd, Pamsendorf, Rappenberg, Tauchersdorf, Trefnitz und Wiesensüß.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 426
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Hohentreswitz aufgelöst, dabei gelangten Häuslberg und Trefnitz in die Gemeinde Guteneck Grubhof, Tauchersdorf und Wiesensüß zur Stadt Nabburg. Der Name Grubhof wurde erst 1979 erteilt und bezeichnet eine Einöde nördlich von Tauchersdorf.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 437 Grubhof gehörte 1990 zur Expositur Hohentreswitz der Pfarrei Trausnitz.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 730 Der Rest der Gemeinde Hohentreswitz – also: Aspachmühle, Bornmühle, Bornmühlschleife, Fuchsendorf, Herdegen, Stelzlmühle, Kurmhof, Löffelsberg, Oberpfreimd, Pamsendorf und Rappenberg – wurde in die Stadt Pfreimd eingegliedert.Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 436
Am 31. Dezember 1990 hatte Wiesensüß 21 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Nabburg.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 413
Weblinks
Einzelnachweise
Literatur Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
Kategorie:Geographie (Nabburg) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Ersterwähnung 1473