Die New Orleans Pelicans sind eine Mannschaft der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Die Heimstätte ist das Smoothie King Center in New Orleans, Louisiana. Das Team spielt in der Southwest Division der Western Conference.

Die Pelicans wurden zur Saison 2002/03 als New Orleans Hornets gegründet, als die damaligen Charlotte Hornets nach New Orleans umzogen.

Durch die von Hurrikan Katrina verursachte Überflutung von New Orleans waren die Hornets gezwungen, in der Saison 2005/06 in eine andere Stadt auszuweichen. 35 Heimspiele sowie der Trainingsbetrieb fanden daher in Oklahoma City statt. Der offizielle Name des Teams in dieser und der darauffolgenden Saison lautete New Orleans/Oklahoma City Hornets. Zu Beginn der Saison 2007/08 kehrte das Team nach New Orleans zurück, wo es wieder alle 41 Heimspiele in der New Orleans Arena austrug.

Im April 2013 vollzog das Management einen Namenswechsel zu „Pelicans“ (Pelikane), da sich die Fangemeinde mit dem aus Charlotte mitgebrachten Namen „Hornets“ (Hornissen) nicht identifizieren konnte. Nach Aussagen der Teamführung passt ein Pelikan besser zur Stadt, da er in der Küstenregion heimisch und das Wappentier des Bundesstaates Louisiana ist.Namenswechsel der Hornets, espn.go.com vom 18. April 2013 Nachdem der Name „Hornets“ daraufhin wieder frei war, strebte nun ihrerseits das 2004 gegründete Franchise Charlotte Bobcats einen Namenswechsel an. Ab der Saison 2014/15 traten diese nun wieder unter dem Namen Charlotte Hornets an.

Im Zuge des Namenwechsels einigten sich die Pelicans und Hornets darauf, die Geschichte der ursprünglichen Hornets von 1988 bis 2002 auf die „neuen“ Hornets zu übertragen. Dies beinhaltet alle Erfolge und Statistiken. Die Pelicans behielten die Geschichte, die im Zeitraum von 2002 bis 2013 als „New Orleans Hornets“ errungen wurde.

Geschichte Die frühen Jahre in New Orleans (2002–2005) Die Hornets eröffneten ihre erste Saison in New Orleans am 30. Oktober 2002 gegen das frühere New-Orleans-Franchise, die Utah Jazz. Im ersten NBA-Spiel in New Orleans seit 17 Jahren besiegten sie die Jazz mit 100:75, während in der Halbzeitpause das Jersey mit der Nummer 7 von „Pistol“ Pete Maravich in den Ruhestand versetzt wurde. Trotz Baron Davis’ quälenden Verletzungen beendeten die Hornets die Saison mit einer 47:35-Bilanz, so dass sich das Franchise zum vierten Mal in Folge für die Playoffs qualifizieren konnte. Dort wurde es schon in der ersten Runde von den Philadelphia 76ers besiegt.

Nach der Saison entließ das Team unerwartet seinen Cheftrainer Paul Silas und ersetzte ihn durch Tim Floyd. Die Saison 2003/04 begann die Mannschaft stark mit einer 17:7 Bilanz, ließ nach und beendete die Saison mit 41:41, wodurch sie knapp den Heimvorteil in der ersten Runde der Playoffs verpasste, wo sie auf die Miami Heat trafen. Dwyane Wade traf dabei die letzten beiden Würfe im ersten Spiel der Serie, die am Ende im siebten Spiel Miami für sich entschied.

Wieder wurde der Cheftrainer, dieses Mal Tim Floyd, nach der Saison entlassen und das Team verpflichtete dafür Byron Scott. Aufgrund des Umzugs und der Neuausrichtungen der Divisionen der NBA spielten die Hornets ab sofort in der härteren Southwest Division der Western Conference, die mit den San Antonio Spurs, den Dallas Mavericks, den Houston Rockets und den Memphis Grizzlies bereits vier Playoffs-Teams beinhaltete. Es wurde deshalb nicht erwartet, dass das Team eine Chance hatte, einen Playoffplatz zu ergattern. In einer Saison, die durch Verletzungen der drei All-Stars (Baron Davis, Jamaal Magloire und Jamal Mashburn) getrübt war, wurde aus einem 0:8 Start eine 2:29 Bilanz, einschließlich einer Ein-Punkt-Niederlage nach Verlängerung gegen ihre Nachfolger in Charlotte, die Charlotte Bobcats, was gleichzeitig das erste Spiel des Franchises in Charlotte seit dem Umzug im Jahre 2002 war. Die Folge des mangelnden Erfolges war die Neugestaltung des Teams, indem die Veteranen wie Baron Davis und Jamal Mashburn transferiert wurden, um einen Wiederaufbau zu beginnen. Im Januar und Februar danach zeigten die Hornets wieder bessere Leistungen, beendeten die Saison mit der schlechtesten Bilanz der Franchise-Geschichte, mit 18:64, und hatten damit zum ersten Mal seit der Saison 1991/92 wieder mehr Niederlagen als Siege.

Hurrikan Katrina und der zwischenzeitliche Umzug nach Oklahoma City (2005–2007) mini|Tyson Chandler Aufgrund der katastrophalen Verwüstungen im Südosten Louisianas durch den Hurrikan Katrina, zogen die Hornets vorübergehend nach Oklahoma City (2005/06–2006/07). Während dieser Zeit wurde das Franchise „New Orleans/Oklahoma City Hornets“ genannt. In diesen beiden Spielzeiten fand die Mehrheit der Heimspiele im Ford Center in Oklahoma City statt, während einige Spiele weiterhin in der New Orleans Arena gespielt wurden. Ihre Trainingshalle war das Sawyer Center auf dem Campus der Southern Nazarene University während ihrer Zeit in Oklahoma City. Das Trainingslager des Teams fand jedoch 2006 auf ihrem Trainingsgelände, dem Alario Center in Westwego, Louisiana, statt.

Mit dem vierten Pick in der NBA-Draft 2005 wählten die Hornets mit Chris Paul einen zukünftigen All-Star aus. In der Saison 2005/06 spielte das Team 36 Spiele in Oklahoma City, eines davon im Lloyd Noble Center auf dem Campus der University of Oklahoma aufgrund eines Konflikts mit dem Ford Center, drei Spiele in New Orleans und eines im Pete Maravich Assembly Center auf dem Campus der Louisiana State University. Eigentlich sollten insgesamt fünf Spiele in Baton Rouge stattfinden, aufgrund der beachtlichen Fortschritte bei der Wiederherstellung der New Orleans Arena war die Rückkehr nach New Orleans die bessere Option.

Die Mannschaft begann die Saison 2005/06 besser als erwartet, selbst nachdem Backup-Center Chris Andersen eine Zwei-Jahres-Sperre wegen Drogenkonsums erhielt. Es schien als würde das Team dies als Motivation nutzen und hielt kurzzeitig den sechsten Platz im Westen. Schließlich verloren sie zwölf von 13 Spielen, wodurch sie aus den Playoffs-Plätzen fielen. In dieser Zeit stellten sie einen NBA-Negativrekord auf, als sie in der zweiten Hälfte gegen die Los Angeles Clippers lediglich 16 Punkte machten. Die Hornets erholten sich und versuchten noch einmal, einen Platz in den Playoffs zu erlangen. Am Ende belegten sie mit einer Bilanz von 38:44 nur den zehnten Platz in der Western Conference. Trotz der negativen Bilanz gewann Chris Paul den NBA Rookie of the Year Award und mehrere seiner Teamkollegen waren im Rennen um andere individuelle Auszeichnungen.

Nach der Saison nahmen die Hornets große Änderungen im Kader vor, in der Hoffnung, dass sie zum ersten Mal die Playoffs der Western Conference erreichen würden. Deshalb tradeten sie J. R. Smith und P. J. Brown zu den Chicago Bulls für Tyson Chandler. Außerdem ließen sie Speedy Claxton bei den Atlanta Hawks unterschreiben und füllten die Backup-Point-Guard-Position mit den Free Agents Bobby Jackson und Jannero Pargo. Des Weiteren unterschrieb Peja Stojaković von den Indiana Pacers in New Orleans.

Das Franchise entschied sich für die Saison 2006/07 in Oklahoma City zu bleiben, versprach so früh wie möglich im Jahr 2007 nach New Orleans zurückzukehren. In dieser Saison spielten die Hornets 35 Heimspiele in Oklahoma, sechs in New Orleans und beendeten die Spielzeit mit einer 39:43-Bilanz, also mit einem Sieg mehr als in der Vorsaison.

Der erfolgreiche Betrieb in Oklahoma City hat dazu beigetragen, dass die Stadt als neue Heimat der Seattle SuperSonics in der Saison 2008/09 gewählt wurde (siehe Oklahoma City Thunder).

Zurück in The Big Easy (2007–2010) Zur Saison 2007/08 kehrten die Hornets komplett nach New Orleans zurück, sodass alle 41 Heimspiele in der New Orleans Arena ausgetragen werden konnten. Offizielle der Liga hatten zu Beginn der Rückkehr des Franchises betont, sobald es machbar sei, beim Wiederaufbau zu helfen. Darum wurde das NBA All-Star Game 2008 und die dazugehörigen Feierlichkeiten nach New Orleans verliehen und eine große Marketing-Kampagne im Februar 2007 gestartet. Anschließend wurden mit verschiedenen Unternehmen, wie der Dr Pepper Snapple Group, Sponsorenvereinbarungen unterzeichnet. Außerdem holten sie die Free Agents Morris Peterson und Melvin Ely, während sie den ehemaligen Erstrunden-Draftpick Cedric Simmons ziehen ließen. Zudem verlängerte das Franchise den Vertrag von Backup-Guard Jannero Pargo und wählten mit dem 13. Pick in der NBA-Draft 2007 den Forward Julian Wright von der University of Kansas.

Die Besucherzahlen in der New Orleans Arena stiegen in den Monaten März und April 2008 an, als sich das Team auf dem ersten Platz hielt. Zwölf der letzten 17 Spiele in der regulären Saison und die 13 letzten Spiele der gesamten Saison waren dabei in der Heimspielstätte der Hornets ausverkauft. Besser als in der vorherigen Saison stürmte das Team zu einer 29:12 Bilanz zur Hälfte der Saison (beste Bilanz im Westen), wodurch Byron Scott die Western Conference All-Stars zu Hause in New Orleans coachte. Zudem wurden seine Spieler Chris Paul und David West als All-Star-Reserve-Spieler nominiert. Außerdem wurde der eben genannte Chris Paul als NBA MVP 2008 nominiert, belegte bei der Abstimmung nur den zweiten Platz. Am 21. Februar beschloss das Team gemeinsam mit den Houston Rockets einen Trade, in dem die Rockets Veteran Bobby Jackson und die Hornets den Swingman Bonzi Wells und den Backup-Point Guard Mike James erhalten.

Die Mannschaften schlossen die reguläre Saison mit einer Bilanz von 56:36 ab, sodass dies ihre erfolgreichste Saison überhaupt war. Gleichzeitig bedeutete dies den ersten Division-Titel des Teams, da sie noch vor den San Antonio Spurs die Southwest-Division gewannen, und den zweiten Platz in den Western Conference Playoffs, wo sie in der ersten Runde die Dallas Mavericks besiegten. In den Conference Semifinals konnten sie entscheidende Siege in den ersten beiden Spielen gegen die San Antonio Spurs erzielen, verlor schließlich gegen den Titelverteidiger mit 3:4 in einer engen Serie.

Im August 2008 enthüllten die Hornets ein abgeändertes Logo und neue Jerseys in den Farben türkis, violett und Mardi Gras gold, und die Nadelstreifen fanden sich wieder auf der Spielkleidung. Die Schrift wurde geändert als Anspielung auf die schmiedeeiserne Architektur von New Orleans und ein weiteres drittes Logo eingeführt, welches die Abkürzung „NOLA“ (New Orleans, LA (Louisiana)) und eine Trompete ziert. Das Franchise hatte außerdem öffentlich den Verkauf von mehr als 10.000 Dauerkarten für die Saison 2008/09 verkündet, was ein Rekordwert seit dem Umzug nach New Orleans bedeutete.

Nach der erfolgreichsten Saison der Franchise-Geschichte gab es hohe Erwartungen, sowohl in der regulären Saison als auch in den Playoffs 2009, an das Team. Mehrere Experten wählten die Hornets als wiederholter Sieger der Southwest Division und als potentiellen Western Conference-Champion.

Während die Kernspieler aus der Vorsaison gehalten werden konnten, wurde Forward James Posey als Free Agent von den Boston Celtics verpflichtet. Dagegen entschied sich Point Guard Jannero Pargo dafür, nach Russland zu gehen und in der russischen Basketball Super League zu spielen. Im Dezember 2008 wurde mit Antonio Daniels ein weiterer Point Guard durch einen Trade geholt. Im Austausch dafür wurden der kaum eingesetzte Mike James und ein zukünftiger Zweitrunden-Draft Pick abgegeben. Bemerkenswerter war die Bekanntgabe vom 18. Februar, dass Center Tyson Chandler für Joe Smith und Chris Wilcox zu den Oklahoma City Thunder getradet wurde, um die Gehaltskosten zu senken. Aufgrund einer Zehenverletzung Chandlers wurde der Trade jedoch innerhalb eines Tages wieder aufgehoben.

Im zweiten Jahr in Folge waren die Mannschaft mit zwei Spielern beim All-Star-Game dabei. Dabei wurde Chris Paul von den Fans für das Spiel in Phoenix gewählt, während David West von den Coaches für die Reserve nominiert wurde.

mini|links|Byron Scott (l.) mit Chris Paul