Der hypolydische Modus, kurz Hypolydisch, ist die zu Lydisch gehörende Plagaltonart. Im mittelalterlichen System der Kirchentöne heißt er auch sechster Ton oder tritus plagalisSiehe Luigi Agustoni/Johannes Berchmans Göschl: Einführung in die Interpretation des Gregorianischen Chorals, Band 1: Grundlagen, Kapitel 1.3.2: Die acht Modi des Oktoechos, Gustav Bosse Verlag, Kassel (1995). Er unterscheidet sich vom lydischen Ton (tritus authenticusNeben der korrekten Schreibweise authenticus findet sich in der Literatur auch recht häufig die Falschschreibung authentus.) durch einen um eine Quarte nach unten verlagerten Tonumfang (Ambitus) und eine andere Repercussa; die Finalis bleibt allerdings gleich: LydischHypolydischAmbitusf–f1c–c1Repercussac1aFinalisff Für heutige Anwendungen (etwa im modalen Jazz) spielt der hypolydische Modus keine Rolle, weil bei den modalen Tonleitern nicht zwischen authentisch und plagal unterschieden wird. Hier gibt es also nur die lydische, aber keine hypolydische Tonleiter.

Siehe auch Beispiele

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Tonleiter Kategorie:Modalitätslehre