Diese Liste umfasst die Mitglieder der Ständeversammlung des Großherzogtums Baden für die Sessionen des 32. ordentlichen Landtags. Die Eröffnung fand am 12. November 1885 statt. Die Schlusssitzung fiel auf den 15. April 1886. Insgesamt fanden 23 Sitzungen Ludwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819 – 1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 49 der Ersten Kammer und 61 Sitzungen Adolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907, S. 271 der Zweiten Kammer statt. Die Sitzungsperiode war vom 5. Dezember 1885 bis zum 14. Januar 1886 unterbrochen.

Präsidium der Ersten Kammer Präsident: Freiherr Karl Rüdt von Collenberg-Bödigheim 1. Vizepräsident: Graf Friedrich von Berlichingen 2. Vizepräsident: Geheimrat Karl KniesDieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als promovierter Akademiker ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Doktor-Grad verzeichnet

Mitglieder der Ersten Kammer Prinzen des Hauses Baden Erbgroßherzog Friedrich von Baden (war nie anwesend) Prinz Wilhelm von Baden (war nie anwesend) Prinz Karl von Baden

Standesherren Fürst Karl Egon zu Fürstenberg (war nie anwesend) Fürst Ernst zu Leiningen (war nie anwesend) Fürst Erwein von der Leyen (war nie anwesend) Fürst Wilhelm zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (war nie anwesend) Graf Karl Wenzel zu Leiningen-Billigheim Graf Emich zu Leiningen-Neudenau (war nie anwesend)

Vertreter der katholischen Kirche Johann Baptist Orbin, Erzbischof von Freiburg (war nie anwesend)

Vertreter der evangelischen Landeskirche Karl Wilhelm Doll, Prälat der Evangelischen Landeskirche

Vertreter des grundherrlichen Adels Oberhalb der Murg Freiherr Franz von und zu Bodman Graf Raban von Helmstatt Freiherr Hermann von Hornstein-Binningen Graf Heinrich von Kageneck

Unterhalb der Murg Graf Friedrich von Berlichingen Freiherr Ernst August Göler von Ravensburg Freiherr Carl Göler von Ravensburg Freiherr Karl Rüdt von Collenberg-Bödigheim

Vertreter der Landesuniversitäten Hermann Schulze, Geheimrat, Vertreter der Universität Heidelberg Hermann von Holst, Geheimer Hofrat, Vertreter der Universität Freiburg

Vom Großherzog ernannte Mitglieder Hermann Zimmer, Geheimrat Karl Knies, Geheimrat Karl von Stösser, Senatspräsident Karl Birnbaum, Hofrat Philipp Diffené, Kaufmann Ferdinand Sander, Geheimer Kommerzienrat Konstantin Noppel, Kaufmann Otto Stein, Gutsbesitzer

Präsidium der Zweiten Kammer Präsident: August Lamey 1. Vizepräsident: Karl Friderich 2. Vizepräsident: Franz Xaver Lender

Die gewählten Abgeordneten der Zweiten Kammer Seit 1871 wurden die badischen Wahlbezirke nicht mehr wie von 1819 bis 1870 üblich mit separaten Nummernkreisen für Stadtwahlbezirke und Ämterwahlbezirke unterschieden, sondern nach geographischen Gesichtspunkten von Süden nach Norden fortlaufend von 1 bis 56 nummeriert. Nachfolgend sind jedoch die Stadtwahlbezirke und die Ämterwahlbezirke in zwei separaten Abschnitten zusammengefasst, wodurch die Nummerierung der Wahlbezirke jeweils unvollständig erscheint.

Stadtwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des AbgeordnetenFraktion 3. Wahlbezirk der Stadt Konstanz Otto Winterer Nationalliberale Partei 9. Wahlbezirk der Stadt Lörrach mit Stetten Reinhard Friedrich Vogelbach-Däublin Nationalliberale Partei 18. I. Wahlbezirk der Stadt Freiburg Constantin Fehrenbach Katholische VolksparteiVon 1869 bis 1888 hieß das Pendant zum Zentrum in Baden Katholische Volkspartei; siehe dazu den externen Link zur Erläuterung des Begriffs Katholische Volkspartei Baden auf der Seite "alemannische-seiten.de" 18. II. Wahlbezirk der Stadt Freiburg Otto Kern Katholische Volkspartei 21. Wahlbezirk der Stadt Lahr Otto Maurer Nationalliberale Partei 26. Wahlbezirk der Stadt Offenburg Karl Emil Burg Nationalliberale Partei 31. Wahlbezirk der Stadt BadenBis 1931 hieß die Stadt Baden-Baden nur Baden. Albert Gönner Nationalliberale Partei 32. Wahlbezirk der Stadt Rastatt Karl Vogel Nationalliberale Partei 35. I. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Friedrich Karl Christian Kiefer Nationalliberale Partei 35. II. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe August Lamey Nationalliberale Partei 35. III. Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Karl Hoffmann Nationalliberale Partei 37. Wahlbezirk der Stadt Durlach Karl Friderich Nationalliberale Partei 41. Wahlbezirk der Stadt Bruchsal Tobias Josef Schmitt Deutsche Volkspartei (Demokraten)Von 1868 bis 1878 hieß das Pendant zur Deutschen Volkspartei in Baden Demokratische Partei 42. I. Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Karl Friedrich Herrmann Deutsche Volkspartei (Demokraten) 42. II. Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Emil Gustav Kraatz Deutsche Volkspartei (Demokraten) 45. I. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Anton Bassermann Nationalliberale Partei 45. II. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Wilhelm Kopfer Deutsche Volkspartei (Demokraten) 45. III. Wahlbezirk der Stadt Mannheim Franz Heinrich von Feder Deutsche Volkspartei (Demokraten) 48. I. Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Heinrich Albert Mays Nationalliberale Partei 48. II. Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Heinrich Krausmann Nationalliberale Partei

Ämterwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des WahlbezirksName des AbgeordnetenFraktion 1. Wahlbezirk der Ämter Überlingen und Pfullendorf mit Teilen des Amtes Stockach Franz von Schmidsfeld Nationalliberale Partei 2. Wahlbezirk des Amtes Meßkirch mit Teilen des Amtes Stockach Johann Baptist Roder Nationalliberale Partei 4. Wahlbezirk des Amtes Konstanz Karl Friedrich Müller Nationalliberale Partei 5. Wahlbezirk des Amtes Engen mit Teilen des Amtes Stockach Eduard Müller Nationalliberale Partei 6. Wahlbezirk des Amtes Bonndorf mit Teilen des Amtes Waldshut Ferdinand Kriechle Nationalliberale Partei 7. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Waldshut und Säckingen Adolf Ernst Birkenmayer Katholische Volkspartei 8. Wahlbezirk des Amtes St. Blasien mit Teilen der Ämter Schönau und Neustadt Ernst Friedrich Krafft Nationalliberale Partei 10. Wahlbezirk des Amtes Lörrach (ohne Stetten) Karl Dreher Nationalliberale Partei 11. Wahlbezirk des Amtes Schopfheim mit Teilen der Ämter Säckingen und Schönau Karl Grether Nationalliberale Partei 12. Wahlbezirk des Amtes Müllheim mit Teilen des Amtes Staufen Karl Wilhelm Däublin Nationalliberale Partei 13. Wahlbezirk des Amtes Donaueschingen Emil August Friedrich Fieser Nationalliberale Partei 14. Wahlbezirk des Amtes Villingen mit Teilen des Amtes Neustadt Heinrich Osiander Nationalliberale Partei 15. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Staufen und Freiburg Theodor Wacker Katholische Volkspartei 16. Wahlbezirk des Amtes Breisach mit Teilen des Amtes Freiburg Josef Hebting Nationalliberale Partei 17. Wahlbezirk des Amtes Waldkirch mit Teilen der Ämter Emmendingen und Freiburg Ernst Jörger Nationalliberale Partei 19. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Emmendingen Friedrich Freiherr Neubronn von Eisenburg Katholische Volkspartei 20. Wahlbezirk des Amtes Ettenheim mit Teilen des Amtes Emmendingen Stephan Leipf Nationalliberale Partei 22. Wahlbezirk des Amtes Lahr mit Teilen des Amtes Offenburg Wilhelm Flüge Nationalliberale Partei 23. Wahlbezirk des Amtes Triberg mit Teilen des Amtes Wolfach Anton Schmidt Nationalliberale Partei 24. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Wolfach und Offenburg Albert Förderer Katholische Volkspartei 25. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Offenburg Franz Karl Roßhirt Katholische Volkspartei 27. Wahlbezirk des Amtes Kehl Gustav Hauß Nationalliberale Partei 28. Wahlbezirk des Amtes Oberkirch mit Teilen des Amtes Achern Franz Ludwig Meyr Katholische Volkspartei 29. Wahlbezirk mit Teilen der Ämter Achern und Bühl Georg Karl Lauck Katholische Volkspartei 30. Wahlbezirk des Amtes Baden mit Teilen der Ämter Bühl und Rastatt Maximilian Wilhelm Reichert Katholische Volkspartei 33. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Rastatt Bernhard Belzer Nationalliberale Partei 34. Wahlbezirk des Amtes Ettlingen mit Teilen des Amtes Rastatt Franz Xaver Lender Katholische Volkspartei 36. Wahlbezirk des Amtes Karlsruhe Karl August Schneider Nationalliberale Partei 38. Wahlbezirk des Amtes Durlach mit Teilen des Amtes Bruchsal Karl Kirchenbauer Deutschkonservative Partei 39. Wahlbezirk des Amtes Bretten mit Teilen des Amtes Bruchsal Jakob Walz Nationalliberale Partei 40. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Bruchsal Hieronimus Nopp Katholische Volkspartei 43. Wahlbezirk des Amtes Pforzheim Johann Heinrich Georg Frank Nationalliberale Partei 44. Wahlbezirk des Amtes Schwetzingen mit Teilen des Amtes Mannheim Heinrich Albert Frech Nationalliberale Partei 46. Wahlbezirk des Amtes Weinheim mit Teilen des Amtes Mannheim Heinrich Förster Nationalliberale Partei 47. Wahlbezirk des Amtes Wiesloch mit Teilen des Amtes Heidelberg Heinrich Sieber Nationalliberale Partei 49. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Heidelberg Hermann Strübe Nationalliberale Partei 50. Wahlbezirk des Amtes Eppingen mit Teilen des Amtes Sinsheim Heinrich August Wittmer Nationalliberale Partei 51. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Sinsheim Otto Frey Nationalliberale Partei 52. Wahlbezirk des Amtes Eberbach mit Teilen des Amtes Buchen Wilhelm Kieser Katholische Volkspartei 53. Wahlbezirk des Amtes Mosbach August Strauß Nationalliberale Partei 54. Wahlbezirk des Amtes Wertheim mit Teilen der Ämter Buchen und Tauberbischofsheim Rudolf Freiherr von Buol-Berenberg Katholische Volkspartei 55. Wahlbezirk mit Teilen des Amtes Tauberbischofsheim Franz Junghanns Katholische Volkspartei 56. Wahlbezirk der Ämter Adelsheim und Boxberg Hermann Klein Nationalliberale Partei

Literatur Digitale Sammlung badischer Landtagsprotokolle bei der Badischen Landesbibliothek. Verzeichnis der Mitglieder beider Kammern Protokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer - digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819 – 1918 Protokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer - digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819 – 1933 Ludwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819 – 1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 49 Adolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907

Belege und Anmerkungen

1885