mini|hochkant|Wappen derer von Bornheim Die Herren von Bornheim (auch: Schilling von Bornheim) sind ein altes rheinländisches Adelsgeschlecht, das sich nach seinem Stammsitz Bornheim (Rheinland) nannte.

Geschichte Stammvater der Familie war der aus einer Dynastenfamilie stammende Wilhelm Schilling I. von Bornheim (urkundlich 1173–1198), Ritter, Ministeriale des Erzbischofs von Köln, Vogt von Bornheim und Gründer des Klosters Schillingscapellen.LAV NRW R, Schillingskapellen, Urkunden Nr. 1 a; Ahlemann (2013), S. 22 ff. Beachte: Die Erwähnung eines Wilhelm Schilling von Buschfeld als Burgherr (in Buschfeld) im Jahre 1170 ist urkundlich nicht belegt. Wilhelm Schilling selbst verwendete nie den Beinamen von Bornheim.Richard Knipping: Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter. Band 2, Bonn 1901, Nr. 984, 1051, 1190, 1237, 1250, 1522. (Google Bücher) Erst in der 1686 aufgezeichneten Auffindungslegende des im Kloster Schillingscapellen (heute in der Pfarrkirche Buschhoven) aufbewahrten Madonnenbildes durch Wilhelm Schilling im Jahr 1190 wurde er Wilhelm Schilling von Buschfeld, Ritter, Herr zu Bornheim genannt.Norbert Zerlett: Geschichts- und Kulturbild des Stiftes Schillingskapellen am Westhand des Vorgebirges. In: Brühler Heimatblätter. Nr. 4. Brühl 1980. S. 29. Sein gleichnamiger Sohn Wilhelm Schilling II. jedoch erscheint bereits 1216 als Ritter Wilhelm von Burnheim.Historisches Archiv der Stadt Köln, Best. 259 (Pantaleon), U 1/36.

Aus den Herren von Bornheim entsprangen verschiedene Seitenlinien, die sich nach ihren jeweiligen Rittersitzen nannten. Dazu gehören unter anderem die Herren von Werden, aus denen wiederum die Herren von Buer und die Herren von Landsberg entstanden,Ahlemann (2015), S. 183–194 (= Kapitel 3 (Die Herkunft der Herren von Buer)). die Herren von Hall, die Herren von Sechtem, die Herren von Buschfeld und die Herren von Troisdorf.

Wappen Das Geschlecht führte einen silbern gegitterten, roten Balken in Gold. Das Familienwappen findet sich heute im Ortswappen von Bornheim wieder. Es wurde lediglich durch ein Schöffenschwert ergänzt.

Der Gitterbalken der Familie von Bornheim findet sich 1319 im Breniger Schöffensiegel.

Persönlichkeiten Wilhelm Schilling I. von Bornheim (urkundlich 1173–1198), Gründer des Klosters Schillingscapellen

Literatur Dietmar Ahlemann: Die Herren von Buer – Ein vestisches Ministerialengeschlecht mit edelfreien Wurzeln im Rheinland, in: Vestische Zeitschrift, Band 105, Jg. 2014/15, Recklinghausen 2015, S. 151–198. Dietmar Ahlemann: Der ursprünglich dynastische Familienverband Bornheim-Werden-Landsberg-Buer, in: Unser Buer – Beiträge zur Geschichte, Band 31, Jg. 2012/213, Gelsenkirchen-Buer 2013, S. 5–30. Werner Bornheim-Schilling: Geschichte der Familie Bornheim 1107–1940, Köln 1940. Anton Fahne: Geschichte der Kölnischen, Jülichschen und Bergischen Geschlechter, Köln, Bonn 1848, S. 45f (Google bücher).

Weblinks Website von Andreas Bornheim mit Auszügen aus Bornheim-Schilling (1940).

Einzelnachweise

Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht