Bei dem CPost Pfalz 68 handelt es sich um zweiachsige kombinierte Abteil- und Postwagen, der unter der Blatt Nr. 029 für die Pfälzischen Eisenbahnen gebaut wurden.
Beschaffung Für schwach frequentierte Postkurse wurden als kostengünstige Lösung kombinierte Post- und Personenwagen beschafft. Diese hatten bei den Pfälzischen Eisenbahnen die Gattung CPost. Die Wagen nach Blatt 029 entsprachen in den Abmessungen und dem konstruktiven Aufbau den Abteilwagen nach Blatt 033. Es wurden insgesamt fünf Wagen beschafft, drei auf Rechnung der Ludwigsbahn und zwei auf Rechnung der Maximiliansbahn.
Verbleib Schon im Wagenverzeichnis von 1913 war kein Wagen mehr aufgeführt. Auf Grund des Alters der Wagen ist nicht zu vermuten, dass diese 1920 noch von der Reichsbahn übernommen wurden.
Konstruktive Merkmale Untergestell Der Fahrgestell-Rahmen der Wagen war noch in kombinierter Holz- und Eisenbauweise aufgebaut. So waren die äußeren Längsträger Profileisen, während die Pufferbohlen und alle Querträger aus Holz waren. Die äußeren Längsträger hatte U-Form mit nach außen gerichteten Flanschen. Als Zugeinrichtung hatten die Wagen Schraubenkupplungen, die Zugstange war durchgehend und mittig gefedert. Als Stoßeinrichtung besaßen die Wagen Stangenpuffer mit einer Einbaulänge von 600 mm.
Laufwerk Die Wagen hatten genietete Fachwerkachshalter aus Flacheisen der kurzen, geraden Bauform. Gelagert waren die Achsen in geteilten Gleitachslagern. Die Räder hatten Speichenradkörper und einen Raddurchmesser von 1.024 mm. Die lang gestreckte Federung war mit einfachen Laschen in den Federböcken befestigt. Die Bremsen wirkten beidseitig auf alle Räder.
Wagenkasten Der Wagenkasten bestand aus einem hölzernen Ständerwerk, die seitlichen Wände waren nach unten leicht eingezogen, die Stirnwände gerade. Das Dach hatte nur eine flache Wölbung. Auf einer Seite war ein hochgesetztes, nur einseitig zugängliches Bremserhaus vor die Stirnwand gesetzt. Der Wagen hatte zwei Abteile der 3. Klasse mit je 10 Sitzen. Der Postraum hatte an der Trennwand zum benachbarten Abteil eine Sortieranlage. Die Wagen hatten alle lange, seitliche Laufbretter mit Haltestangen am Wagenkasten.
Als Beleuchtung hatten die Wagen zwei Gasleuchten, die in das Dach eingebaut waren. Der zur Versorgung notwendige Druckbehälter mit einem Volumen von 650 Liter war in Fahrtrichtung unter dem Wagenkasten angebracht.
Die Beheizung erfolgte mit Dampf. Nur in einem Wagen war an Stelle von zwei Sitzplätzen eine Ofenheizung eingebaut.
Zur Belüftung besaßen die Wagen Kiemenlüfter über den Fenstern und den Abteiltüren.
Skizzen, Musterblätter, Fotos
Wagennummern Die Daten sind dem Wagenpark-Verzeichnis der Kgl.Bayer.Staatseisenbahnen – Pfälzisches Netz, aufgestellt nach dem Stande vom 31. März 1913, sowie den Büchern von Emil Konrad (Reisezugwagen der deutschen Länderbahnen, Band II) und Albert Mühl (Die Pfalzbahn) entnommen. Herstelldaten Wagennummern je EpocheGattungszeichen Fahrwerk Ausstattung Zusatzinfos Bau- jahr Her- steller ab 1876 ab 1909 Rep.(1919) DR (ab 1923) Ausge-mustert Anz.Achs. Rad-stand(mm) LüP(mm) Brem-sen Unt.Gest. LA. Bl. Hz. Art u.Anz. Abteile (Sitze je Klasse) Bemerkung Blatt-Nr. 029C.P.CPostCPost Pfalz 68(siehe jeweilige Legende) A III B D G P Z187113513524.3249.100Brh;Sbr;E,HGD2(20)111LudwigsbahnBeschaffung erfolgte auf Rechnung der Ludwigsbahngesellschaft136136<1913187318318324.3249.100Brh;Sbr;E,HGD,O2(18)11118715067506724.3249.100Brh;Sbr;E,HGD2(20)111MaximiliansbahnBeschaffung erfolgte auf Rechnung der Gesellschaft der Maximiliansbahn18685055505524.3249.100Brh;Sbr;E,HGD2(20)111
Anmerkungen
Literatur
Weblinks Digitalisat des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Blatt 29 aus dem Wagenstandsverzeichnis der königlich Bayerischen Staatseisenbahnen linksrheinisch von 1913
Kategorie:Reisezugwagen (Bayerische Staatseisenbahnen) Kategorie:Reisezugwagen (Pfälzische Eisenbahnen)