mini|hochkant|Burkard Schliessmann Burkard Schliessmann (* in Aschaffenburg) ist ein deutscher klassischer Konzertpianist. Schliessmann zählt zu den bedeutendsten Pianisten der GegenwartDonald Vroon (Hrsg.): Critical Convictions. In: The International Leading Pianists, November/Dezember 2012, Volume 75, Number 6, S. 46–48, USA in: American Record Guide ARGMusical America (2003). International Directory of the Performing Arts, 2002–12, ISBN 978-1-891131-26-4, S. 124, 128, 186.James Inverne: Burkard Schliessmann. In: Rhonda Carpenter (Publisher): Steinway & Sons International Pianos Magazine, 2008, S. 39Burkard Schliessmann. In: International artsmanager, Ausgabe 9, Volume 9, Nr. 09, 22. Mai 2013, S. 6 (Impromptu Publishing Ltd – Marcus Netherwood) und lebt heute vorwiegend in den USA.Michael Stenger: In Amerika geachtet – Der Pianist Burkard Schliessmann. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 2. April 2005, „Kultur“
Leben und Karriere Schliessmann studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Meisterklasse von Herbert Seidel und legte 1989 das Konzertexamen ab. Weiterführende Studien in Meisterkursen erfolgten in New York, Washington und Paris bei Shura Cherkassky, Bruno Leonardo Gelber und Poldi Mildner.
Schliessmann ist Professor für Klavier an der LOML International Piano Summer Academy, London Overseas Musicians' League, in London.LOML International Piano Summer Academy, London, Faculty – LOML International Piano Summer Academy, FacultyLOML International Piano Summer Academy, London, Burkard Schliessmann – LOML International Piano Summer Academy, Burkard Schliessmann Die LOML International Piano Summer Academy, London, ist offizielles Mitglied der Alink-Argerich Foundation.LOML International Piano Summer Academy, London, – LOML International Piano Summer Academy, official Member of Alink-Argerich Foundation since October 2023
Schliessmann trat u. a. auf den Festivals Münchner Klaviersommer, Frankfurter Feste, Schleswig-Holstein Musik Festival, Chopin-Festival Valldemossa, Maurice Ravel Festival Paris auf. Weiterhin führten ihn Konzertverpflichtungen in die USA, nach Japan, in die Volksrepublik China, nach Indonesien und Malaysia, wo er u. a. mit dem National Symphony Orchestra, dem Utah Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und dem WDR Sinfonieorchester Köln musizierte.
Schliessmann ist regelmäßig Gastredner zu musikästhetischen Themen von Hörfunk- und TV-Sendungen in WDR 3, SWR2 und hr2-kultur sowie Gastautor der Frankfurter Neuen Presse; weitere Publikationen in Piano News und Musik und Kirche.
mini|Burkard Schliessmann an einem Steinway Konzert-Flügel D-274
Schliessmann ist offizieller Exklusiv-Künstler von Steinway & SonsSTEINWAY & SONS – Artists Roster STEINWAY & SONS und besitzt zwei klanglich einzigartige Steinway-Konzertflügel, die Grundlage seiner persönlichen Klangvorstellung und Tongebung sind. Sie sind u. a. in den Aufnahmen der Goldberg-Variationen, seiner Chopin– und Schumann Interpretationen, der Bach–Keyboard Works sowie der 3-SACD-Edition Chronological Chopin zu hören.Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988, Burkard Schliessmann. Bayer, BR 100 326 (2 SACD), 2007Chopin-Schumann Anniversary Edition 2010, Burkard Schliessmann. MSR-Classics, MS 1361 (2 SACD), USA, 2010Johann Sebastian Bach: Keyboard Works, Burkard Schliessmann. Divine Art, ddc 25751 (SACD), UK/USA 2014Frédéric Chopin: Chronological Chopin – Ballades – Preludes – Scherzi and other works, Burkard Schliessmann. Divine Art, ddc 25752 (3 SACD), UK/USA 2015
Schliessmann ist außerdem Taucher und Tauchlehrer. Seine Tauchexpeditionen führten ihn u. a. nach Kuba, Cayo Coco, Mikronesien (Palau, Yap), Französisch-Polynesien (Ponapé), Neuguinea, Philippinen, Ägypten, Malediven, Mauritius, Seychellen, Thailand, Mexiko, Cozumel, Bahamas, Bonaire, St. Lucia, Cocos Islands, Socorro, Malpelo, Galapagos, Jamaika, die Dominikanische Republik, die Türkei sowie nach Mykonos. Er widmet sich sozialen und ökologischen Projekten und ist Botschafter der Project AWARE Foundation „Protecting of Our Ocean Planet“ und „Protect the Sharks“. Die Inspiration der Farbenvielfalt der Unterwasserwelt beeinflusste Schliessmann bei der Klang- und Tongebung seiner pianistischen Interpretationen. In Hörfunksendungen und Interviews sprach er von einer Synästhesie, die untrennbar mit seinem Klangsinn verbunden ist.
Schliessmanns Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Johannes Brahms, Alexander Nikolajewitsch Skrjabin, der Zweiten Wiener Schule bis hin zur frühen Avantgarde.
Schliessmann ist Master-Instructor der Taucherorganisation Professional Association of Diving Instructors (PADI)The Undersea Journal (2003). PADI International, Edition 'The Undersea Journal' – Journal Professional Association of Diving Instructors. PADI International. Seite 110. und Mitglied von CANON-Professionals CPS-CPN. Außerdem ist er Mitglied der Frankfurter Gesellschaft für Industrie, Wissenschaft, Handel und Kultur (Casino Gesellschaft von 1802) und des Lions-Clubs.
Musikvermittlung und öffentliche Vorträge (Auswahl)
Neben seiner Tätigkeit als Pianist tritt Burkard Schliessmann auch als Autor und Redner auf. In seinen Vorträgen und Gesprächen widmet er sich der Vermittlung von Musik und deren geistigen sowie kulturellen Dimensionen. Ziel seiner Beiträge ist es, die innere Essenz musikalischer Werke erfahrbar zu machen und neue Perspektiven auf deren Wirkung zu eröffnen.
Am 24. September 2025 hielt Schliessmann im Haus am Dom in Frankfurt am Main einen Vortrag anlässlich des 275. Todesjahres von Johann Sebastian Bach und führte im Anschluss ein öffentliches Gespräch mit dem Theologen Joachim Valentin. Ein weiteres Beispiel seiner Vortragstätigkeit war am 28. April 2022 in der Villa Wertheimber in Bad Homburg, wo er über Musik und deren Bedeutung im kulturellen Kontext sprach. Der Vortrag fand zudem überregionale Beachtung: Das Magazin 'Feuilleton Frankfurt' widmete ihm eine eigene Rezension. Darüber hinaus war Schliessmann in hr2-Kultur in einem ausführlichen Interview mit der Journalistin Karmen Mikovic zu hören, in dem er seine künstlerischen Positionen und seine Sicht auf die geistigen Dimensionen musikalischer Interpretation der Werke Robert Schumanns im Zusammenhang mit Literatur und Poesie darlegte.Interview mit Burkard Schliessmann, hr2‑Kultur, geführt von Karmen Mikovic. Audioaufnahme veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter dem Titel „Burkard Schliessmann Interview.ogg“ (mit Genehmigung des Hessischen Rundfunks): https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burkard_Schliessmann_Interview.ogg
Stil und Rezeption mini|Burkard Schliessmann in Berlin, Teldex-Studio Schliessmanns pianistischer Stil wird in der Linie der großen Tradition der Romantik gesehen und verbindet alte sowie neue künstlerische Ideale. In SWR-2, Treffpunkt Klassik, 14. September 2010 schildert Reinhard Ermen: .
Die internationale Fachkritik betont über die technische Perfektion hinaus das große Verständnis für die inneren Strukturen eines Werks und die Klarheit der interpretatorischen Aussage, verbunden mit dem Wissen um individuelle Stilsicherheit und der Zusammenhänge einer Komposition als Gesamtkunstwerk im Spiegel wie auch der Polarisierung ihrer individuellen historischen Entstehung. Peter J. Rabinowitz beschreibt in seiner Rezension zu Schliessmanns Chopin-Schumann Anniversary Edition 2010 jenen Ansatz: .
Klarheit der Aussage, Rückschau auf die große Tradition und dennoch neue Sichtweisen, dies ist bei James Harrington im American Record Guide ARG, USA, in der November-/Dezember-Ausgabe von 2010 zu lesen: .
Michael Dellith schreibt am 20. Juli 2010 in Chopins Seelenschluchten in der Frankfurter Neuen Presse: .
Medienresonanz Schliessmann war in verschiedenen internationalen Fachzeitschriften präsent. Im Herbst 2021 erschien er als Cover Artist sowohl in der deutschsprachigen Ausgabe von PIANIST (Deutschland/Österreich/Schweiz/Liechtenstein/Luxemburg) als auch in der niederländisch-belgischen Ausgabe des Magazins. Beide Hefte veröffentlichten unter dem Titel „Ekstase und Intellekt“ ein ausführliches Porträt, verfasst von Chefredakteur Eric Schoones.Eric Schoones: Ekstase und Intellekt. In: PIANIST (Magazin, Niederlande), Ausgabe 4/2021 (Germany), S. 8–11.Eric Schoones: Extase en Intellect". In: PIANIST (Magazin, Niederlande), Ausgabe 3/2021 (Niederlande/Belgien), S. 6–9. Das Magazin berichtete erneut im Frühjahr 2024, als sowohl die deutschsprachige als auch die niederländisch-belgische Ausgabe jeweils eine zweiseitige Rezension über Schliessmanns Einspielungen der Schumann Fantasien (Robert Schumann: Fantasies; Divine Art, ddc 25753, 3 SACDs) veröffentlichten.Stephan Schwarz-Peters: Fantasie. In: PIANIST (Magazin, Niederlande), Ausgabe 2/2024 (Germany), S. 24–25.Stephan Schwarz-Peters: Burkard Schliessmann - Fantasie. In: PIANIST (Magazin, Niederlande), Ausgabe 2/MEI 2024 (Niederlande/Belgien), S. 40–41.
Im Februar 2026 erschien Schliessmann zudem als Cover Artist im englischsprachigen International Arts Manager Magazin, das ihm ein zweiseitiges Feature über seine Einspielungen der Schumann Fantasien (Robert Schumann: Fantasies; Divine Art, ddl 12404, 3 Vinyls) widmete. Der Beitrag hob insbesondere die interpretatorische Konzeption und die internationale Resonanz der Aufnahme hervor.
Im Künstlerporträt „Renaissance man“ des Performing Arts Yearbook wurde Schliessmann als Vertreter der großen romantischen Interpretationsschule beschrieben. Hervorgehoben wurden insbesondere seine Interpretationen von Werken Johann Sebastian Bachs, Franz Liszts und Robert Schumanns sowie die Verbindung seiner musikalischen Arbeit mit seinen Interessen an Philosophie, Fotografie und professionellem Tauchsport.
Im britischen Magazin Pianist erschienen insgesamt vier Features, in denen Schliessmann seine künstlerischen Ansätze und interpretatorischen Überlegungen darlegte: Schumann’s Sound World - Lovers of vinyl will be delighted to hear that Burkard Schliessmann’s recent Schumann Fantasies album has been released as a Special Edition. John Evans catches up with the pianist to find out moreJohn Evans: In the studio: Schumann’s Sound World. In: Pianist (Magazine), No. 148, December/January 2025/26, pp. 76–77 Fantastical Feast - As Burkard Schliessmann’s latest 3-CD album hits the shelves, the German pianist talks to Pianist about the wonders of interpreting and recording Schumann’s solo piano musicJohn Evans: FANTASTICAL FEAST - Truly, Madly, Schumann. In: Pianist (Magazine), No. 138, June/July 2024/26, pp. 76–77 Burkard Schliessmann talks to Pianist about his latest album – Bach’s Goldberg Variations. Erica Worth (Editor) sits down with the German classical pianist to discuss Bach, his love of Gould, and why Steinway is his preferred choice of piano Pianist at work - Beneath the surface: Ahead of his upcoming album, Burkard Schliessmann talks to John Evans about the fantasy world of Schumann, the influence of Bach on Chopin, and the allure of deep-water divingJohn Evans: Pianist at work - Beneath the surface. In: Pianist (Magazine), No. 118, February/March 2021, pp. 75–76 mini|Burkard Schliessmann, Recording Session teldex-Studio Berlin, September 2023 Auch das englischsprachige Magazin International Piano veröffentlichte fünf Beiträge über Schliessmann: Burkard Schliessmann: Robert Schumann’s Poetics. Colin Clarke lauds a new three-disc set embodying mystical fusions and ecstasies from the pianist Burkard Schliessmann Burkard Schliessmann: recording live and in the studio. Burkard Schliessmann introduces his new album, ‘Live & Encores’ – with music by Bach, Mendelssohn, Chopin and Schumann – and looks ahead to an all-Schumann album that will follow next year