Das Naturschutzgebiet Hasenkamp und Junkersbeck liegt im Stadtgebiet der kreisfreien Stadt Wuppertal, westlich der Bebauung des Stadtteils Nächstebreck-Ost. Es erstreckt sich von der A46 im Norden entlang der ehemaligen Bahnlinie, die nun unter der Bezeichnung Nordbahntrasse ein beliebter Fahrradweg ist, bis an die Straße Junkersbeck im Süden. Die Abgrenzung des NSG umfasst den Bahndamm mit Tunneleinschnitt, die angrenzenden Wald- und Grünlandflächen entlang des Hasenkamper Bachs und den Unterlauf der Junkersbeck, erweitert um den Wald-/Grünlandkomplex bei Hasenkamp.| Stadt Wuppertal: Landschaftsplan Nord (2005) – Text u. Karte zum DownloadKarte Naturschutzgebiet Hasenkamp und Junkersbeck auf openstreetmap.org
Beschreibung Das rund 45 ha große Naturschutzgebiet steht seit 2005 durch rechtskräftigen Landschaftsplan unter Naturschutz und trägt die Kennnummer W-021.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW beschreibt das Gebiet in seiner Fachinformation wie folgt:
Das Naturschutzgebiet ist Heimat zahlreiche Amphibien und Reptilien. Feuersalamander, Bergmolch und Grasfrosch leben in den feuchteren Gebieten und Feuersalamander, Waldeidechse und Blindschleiche nutzen auch den Bahndamm als Refugium. Bei den Vogelarten sind das Vorkommen des Steinkauzes und der Dorngrasmücke bemerkenswert. Der Nordbahntunnel ist ein bedeutendes Ganzjahresquartier für Fledermäuse. Zum Schutz der störungsempfindlichen Tiere gilt für die östliche Röhre ein Betretungsverbot. Sie ist daher zugemauert. Die Kartierung (2010) ergab, dass die Arten Braunes Langohr, Grosse Bartfledermaus, Großes Mausohr Teichfledermaus, Wasserfledermaus und Zwergfledermaus heimisch sind. Durch zusätzliche Verbesserungen der Fledermausquartiere in den beiden Tunnelröhren, insbesondere auch durch die reduzierte Beleuchtung in den Wintermonaten, ist der Bestand der Fledermäuse durch die Nutzung des West-Tunnels als Fahrradtrasse nicht gravierend nachteilig verändert, wie in zwei Fledermausmonitorings nachgewiesen wurde.| Stadt Wuppertal Fledermausmonitoring 2013–2015 und 2016–2017 (PDF zum Download)
Schutzziele Schutzziele sind:
Erhaltung und Entwicklung der vorhandenen Biotopkomplexe als Refugial und Regenerationsraum für Tier- und Pflanzenarten eines reich strukturierten Ausschnitts der alten Kulturlandschaft der Grafschaft Mark mit Vorkommen einer artenreichen Wirbeltierfauna, Erhaltung des Bahndammes als Vernetzungsstruktur für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten sowie zur Erhaltung des Tunnels als Fledermausquartier, Erhaltung naturnaher Fließgewässer mit typischer Fließgewässerbiozönose, begleitendem Feucht- und Nassgrünland, Quellen, Quellbächen und Feuchtbrachen, naturnahen Ufergehölzen aus Erlen und Kopfweiden, sowie kleinen Waldbeständen mit Alt- und Totholzstrukturen und Erhaltung aus landeskundlichen sowie erdgeschichtlichen Gründen, wegen der besonderen Eigenart der kulturhistorisch bedingten Nutzungsstrukturen mit alter Bahntrasse und Tunnel, einem geologischen Naturdenkmal der Karbonzeit und der streifigen Parzellenaufteilung unterschiedlicher Nutzung.
Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete in Wuppertal
Weblinks
| Stadt Wuppertal: Landschaftsplan Nord (2005) – Text u. Karte zum Download Karte Naturschutzgebiet Hasenkamp und Junkersbeck
Einzelnachweise
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