mini|Blick auf den Ort von der Kirche aus mini|Die Kirche in Frebershausen
Frebershausen ist ein Stadtteil von Bad Wildungen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.
Geographie Geographische Lage Frebershausen, ein fränkisches Haufendorf, liegt im Kellerwald am Südrand des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Es befindet sich ungefähr 7,5 km (Luftlinie) westlich der Wildunger Kernstadt. Nördlich von Frebershausen, das auf 368 m ü. NN liegt und vom Wesebach durchflossen wird, erhebt sich der Traddelkopf, der mit 626 m der höchste Berg der Ederhöhen ist, eine Bergregion, deren Gebiet etwa deckungsgleich mit dem Nationalpark ist, westlich ragt der Talgang auf. Jenseits und damit nördlich des Nationalparks befindet sich der Edersee, nordöstlich der Affolderner See. Im Ort treffen sich die Landesstraße L 3332 und die Kreisstraße K 38.
Nachbarorte Albertshausen Frankenau Gellershausen Hüddingen
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte Erwähnung des Ortes „Fridebrachtishusen“ erfolgte 1315.G. Landau: Beschreibung des Hessengaues, 1866, S. 194 Der Name änderte sich noch mehrmals, so zum Beispiel 1548 in „Friedwershausen“L. Curtze, Geschichte und Beschreibung des Fürstenthums Waldeck, Arolsen 1850, S. 662, bis 1925 die amtliche Festsetzung der Schreibweise Frebershausen erfolgte.StAM Best. 180 Landratsämter Bad Wildungen Nr. 540 Um 1684 war eine Glashütte im Ort bekannt, von der noch heute der Flur- und Straßenname Glashude zeugt.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Frebershausen zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis in die Stadt Bad Wildungen eingemeindet. Für Frebershausen wie für alle im Zuge der Gebietsreform nach Bad Wildungen eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Frebershausen angehört(e):
vor 1356: Heiliges Römisches Reich, Herrschaft Itter 1356–1590: Heiliges Römisches Reich, Landesherrschaft strittig zwischen Landgrafschaft Hessen, Kurmainz und Grafschaft Waldeck, Herrschaft Itter ab 1590: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Waldeck, Amt Wildungen ab 1712: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Waldeck, Amt Wildungen ab 1807: Fürstentum Waldeck, Amt Wildungen ab 1815: Fürstentum Waldeck, Oberamt der Eder (Sitz in Nieder-Wildungen) ab 1816: Fürstentum Waldeck, Oberjustizamt der Eder (Sitz in Nieder-Wildungen) ab 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (seit 1849), Kreis der EderTrennung zwischen Justiz (Kreisgericht Wildungen) und Verwaltung. ab 1867: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (Akzessionsvertrag mit Preußen), Kreis der Eder ab 1871: Deutsches Reich, Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis der Eder ab 1919: Deutsches Reich, Freistaat Waldeck-Pyrmont, Kreis der Eder ab 1929: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis der Eder ab 1942: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck, Stadt Bad WildungenAm 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Bad Wildungen. ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Bad Wildungen
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Frebershausen 174 Einwohner. Darunter waren 3 (1,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 36 Einwohner unter 18 Jahren, 60 waren zwischen 18 und 49, 54 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 69 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 27 Paare mit Kindern, sowie 8 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 48 Haushaltungen leben keine Senioren.
Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1620: 22 Häuser • 1650: 3 Häuser • 1738: 23 Häuser • 1770: 25 Häuser, 166 Einwohner
Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 212 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 188 evangelische (= 91,17 %), 17 katholische (= 8,29 %) Einwohner
Sehenswürdigkeiten mini|Taufstein der Kirche in Frebershausen
Die Wurzeln der frühgotischen Dorfkirche reichen zurück in das 13. Jahrhundert. Der Chor wurde wahrscheinlich als Wallfahrtskapelle errichtet. Zwischen 1450 und 1470 wurde das Kirchenschiff angebaut. Die endgültige Fertigstellung erfolgte 1590. Die 1931 erstmals restaurierten Fresken im Innenraum stammen aus dem 14. Jahrhundert. Ein Taufstein aus dem Jahre 1593 wird noch heute benutzt. Die hölzerne Kanzel wurde im Jahre 1900 neu gebaut, von der ursprünglichen Kanzel ist nur noch ein Teil der unteren Brüstung mit der Jahreszahl 1692 erhalten. Im Jahr 2007 erfolgte eine grundlegende Renovierung des Dachstuhls und der Decke des Kirchenschiffs.
Sehenswürdigkeiten im Umland Schloss Waldeck Edersee Nationalpark Kellerwald-Edersee
Persönlichkeiten Johann Michael Ulrich (1782–1843), Gutsbesitzer und Politiker
Literatur Heinrich Hochgrebe: Frebershausen. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 1979 (= Waldeckische Ortssippenbücher 18)
Weblinks
Führung durch die Kirche von Frebershausen mit einer detaillierten Erläuterung der einzelnen Fresken (2018).
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg Kategorie:Geographie (Bad Wildungen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldeck-Frankenberg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1315