Oberdürnbach ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Maissau in Niederösterreich sowie eine ehemalige Gemeinde. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Bis Ende 1969 war Oberdürnbach eine eigenständige Gemeinde.

Geographie Der Ort liegt unterhalb des Anstieges zum Waldviertel in einer Talenge des Dürnbaches und ist über die Landesstraße L50 zu erreichen.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Ober-Dürnbach erfolgte am 28. September 1110 in der Gründungsurkunde der Pfarrkirche Ravelsbach.

mini|hochkant|links|Filialkirche hl. Katharina in Oberdürnbach Die Herren von Ober-Dürnbach, die dem österreichischen Landadel angehörten, hatten hier ihren Edelsitz. Im 14. Jahrhundert wurde von Ullrich von Dürrenpeckh die Burgkapelle errichtet, die heute als Pfarrkirche Oberdürnbach dient. Die Pfeifen der Orgel wurden vor dem Jahr 1678 hergestellt und sind damit die ältesten in Europa.Pfarrkirche Oberdürnbach auf maissau.at Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 45 Häusern genannt, das nach Maissau eingepfarrt war und die Kinder in Unterdürnbach eingeschult wurden. Die Herrschaft Maissau besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Limberg ausgeübt. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Maissau, Limberg und Walkenstein. Nach den Reformen 1848/1849 konstituierte sich Oberdürnbach 1850 zur selbständigen Gemeinde und war bis 1868 dem Amtsbezirk Ravelsbach zugeteilt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Oberdürnbach ein Gastwirt, ein Bienenzüchter, zwei Gemischtwarenhändler, ein Schuster und einige Landwirte ansässig. Zudem wurde von der Gewerkschaft Walter im Steinbruch Kieselgur abgebaut.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 378

Am 1. Jänner 1970 erfolgte aus finanziellen und wirtschaftlichen Überlegungen heraus die Gemeindezusammenlegung mit Maissau.Österreichischer Städteatlas: Maissau ( Online); Verlag Franz Deuticke, Wien 1997, ISBN 3-7005-4659-9

Kirche Die Filialkirche hl. Katharina ist eine ehemalige gotische Burgkapelle aus dem Jahre 1339 mit Ostturm und barockem Langhauszubau.

Kultur In der ehemaligen Volksschule, die dem Komponisten Gottfried von Einem als Wohnhaus diente, wurde das Gottfried-von-Einem-Haus eingerichtet und jährlich werden Konzerte veranstaltet. Dieses Haus schenkte Lotte Ingrisch nach dem Tod ihres Mannes der Gemeinde Maissau.

Persönlichkeiten Gottfried von Einem (1918–1996), österreichischer Komponist, lebte und verstarb in Oberdürnbach

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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