Navis [] ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck. Sie umfasst das ganze Navistal (auch Naviser Tal).

Geografie Geografische Lage Navis liegt im zehn Kilometer langen Navistal, das bei Matrei östlich vom Wipptal abzweigt und vom Navisbach durchflossen wird.

Das ausgedehnte Gemeindegebiet erstreckt sich von der Sill bis zum hohen Klammjoch und dem hohen Lizumer Reckner in den Tuxer Alpen. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Truppenübungsplatz Lizum Walchen.

Nachbargemeinden Nachbargemeinden mit den Nachbartälern des Navistals:

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Navis und umfasst folgende drei Ortschaften (Einwohner Stand ):

Außerweg () Oberweg () Unterweg ()

Zählsprengel sind Navis und St. Kathrein: Der Zählsprengel 000 Navis umfasst das ganze innere Navistal (Ortschaften Unterweg, Oberweg, Teile von Außerweg), gesamt 359 Gebäude. Der Zählsprengel 001 St. Kathrein umfasst die Gemeindeteile im Wipptal und das Äußere Navistal.

Geschichte Die Herkunft des Ortsnamens ist ungeklärt. Die älteste verschriftlichte Form findet sich in einer lateinischen Besitzbestätigungsurkunde Papst Alexanders III. für das niederbayerische Benediktinerkloster Biburg von 1177 als Nauisse. Der Name wird auf die Ausgangsform *Navisia zurückgeführt, dem vorrömisch *nava (‚Ebene, die von Geländeerhebungen gesäumt ist‘, ‚Tallage‘) zugrunde liegt.

Römische Münzfunde belegen, dass einstmals die Römer in diesem Gebiet angesiedelt waren.

Die vordringenden Bajuwaren nutzten das Tal als Weide-, Alm- und Jagdgebiet, eine dauerhafte Besiedlung erfolgte erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Größere örtliche Grundherrschaften waren das Kloster Biburg sowie die Herren von Auffenstein. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden Kupfer und Silber abgebaut.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kath. Filialkirche hl. Katharina bei der Burgruine Aufenstein

Burgruine Aufenstein

Politik Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen im Jahr 2022 statt.

Bürgermeister Hubert Pixner wurde 2016 mit 689 Stimmen / 51,19 % zum Bürgermeister gewählt. Nach seinem Rücktritt im Oktober 2018 wählte Navis am 20. Jänner 2019 mit 608 Stimmen Lukas Peer zum neuen Bürgermeister. Bei der Wahl 2022 wurde Lukas Peer mit 57,01 % als Bürgermeister bestätigt.

Partei20222016Pro­zentStim­menSitze imGemeinderat Pro­zent Stim­men Sitze imGemeinderat Koppe­lungTeam Bürgermeister Lukas Peer, Navis-Inser Dahoam (TEAM PEER)47,106677„FAIR FÜR ALLE“ - Wolfgang Taxer (FAIR)29,244144MITANOND in Navis mehr bewegen (MITANOND)9,891401Wir für ein ehrliches Navis (EHRLICH)7,701091 FPÖ-Navis, Liste Jürgen TRAGLER (FP-NAVIS) 1) 6,07860 8,93 123 1 Gemeinsam für Navis 15,76 217 2 A Bürgermeisterliste – Hubert Pixner – BGM 33,19 457 5 Vereintes Navis / Lambert Geir 13,00 179 1 Navis – Inser Dahoam, Team Lukas Peer – Dahoam 29,12 401 4 A 1) Die Partei trat 2016 unter dem Namen „FPÖ – Freiheitliche Liste Navis“ an.

Wappen Blasonierung: In Grün eine gestürzte goldene Spitze, darin ein schwarzgoldener Uhu.Landesgesetzblatt für Tirol. Nr. 26/1972 (onb.ac.at).

Das Gemeindewappen wurde 1975 von der Landesregierung verliehen. Der Uhu ist dem Wappen der Auffenstein entnommen, die die Burg Auffenstein besaßen und die größten Grundherren im Navistal waren. Die gestürzte Spitze symbolisiert das als V-Tal ausgebildete Tal.

Persönlichkeiten

Jakob Halder (1923–1995), Politiker der ÖVP, Abgeordneter zum Nationalrat 1962–1979 Franz Kolb (1886–1959), römisch-katholischer Geistlicher und Politiker Franz de Paula Penz (1707–1772), Pfarrer und Kirchenbaumeister Konrad Plautz (* 1964), Fußballschiedsrichter und Politiker Florian Glatzl (* 1993), Naturbahnrodler

Weblinks

Website der Gemeinde

Fotogalerie, navis.tirol.gv.at > Navis aktiv – zahlreiche Ansichten der Ortslagen der Gemeinde Die Gemeinde Navis.

Einzelnachweise

Kategorie:Tuxer Alpen Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Innsbruck-Land