Triazamat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate und Triazole. Triazamat wird als Insektizid (Handelsname Aztec) verwendet und wirkt durch Hemmung der Acetylcholinesterase. Es wurde Mitte der 90er Jahre von der Firma Rohm and Haas (heute Dow AgroSciences) eingeführt.

Gewinnung und Darstellung Triazamat kann durch eine mehrstufige Reaktion gewonnen werden. Zuerst reagieren Trimethylacetylchlorid (Pivalinsäurechlorid) und Thiosemicarbazid. Datei:Triazamate synthesis (1).svg Das Produkt reagiert weiter mit Natriumhydroxid Datei:Triazamate synthesis (2).svg und Chloressigsäureethylester. Datei:Triazamate synthesis (3).svg Das Zwischenprodukt reagiert mit Dimethylcarbamoylchlorid, das gemäß Datei:Dimethylcarbamic chloride synthesis.svg aus Phosgen und Dimethylamin zugänglich ist, zum Endprodukt. Datei:Triazamate synthesis (4).svg

Verwendung Triazamat wurde überwiegend gegen Blattläuse im Kernobst-, Zierpflanzen- und Zückerrübenbau eingesetzt.

Zulassung Der Wirkstoff Triazamat ist in der Europäischen Union nicht für die Verwendung in Pflanzenschutzmitteln zugelassen. über die Nichtaufnahme von Triazamat in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und die Aufhebung der Zulassungen für Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff, abgerufen am 3. Dezember 2013. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.

Einzelnachweise

Kategorie:Harnstoff Kategorie:Triazol Kategorie:Thioether Kategorie:Ethansäureester Kategorie:Alkylsubstituierter Heteroaromat Kategorie:Insektizid Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Carbonsäureethylester Kategorie:N,N-Dialkylamid