mini|Arndt von Rautenfeld in Chile 1938/39 während der Dreharbeiten für den Film Ein Robinson von Arnold Fanck Arndt Victor Berens von Rautenfeld (* 26. April 1906 in Dorpat, Estland,Rautenfeld, von, Arndt. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 983. oder 13. April 1906 in Kambja, Kreis Tartu, Gouvernement Livland, Russisches Reich;Sammlung Estland, lutheranische Kirchenregister, Kambja, kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com † 2. Februar 1996 in Berlin) war ein deutscher Kameramann.
Leben Arndt von Rautenfeld stammte aus der deutsch-baltischen Adelsfamilie Berens von Rautenfeld. Er war das zweite Kind des Diplom-Forstwirts und Gutsbesitzerts Eduard Erhard Victor Berens von Rautenfeld (1876–1935) und von Karin Pauline Maria von Rautenfeld, geborener Freiin von Loudon (1879–1960),Karl Freiherr von Bothmer: Moskauer Tagebuch 1918. Hrsg. v. Gernot Böhme, bearb. von Winfried Baumgart. Schöningh, Paderborn u. a. 2010, S. 28, Anm. 91. Who’s who in Germany. Bd. 4, Teil 2. R. Oldenbourg Verlag, München 1972, S. 1172. einer Nachfahrin des Generals Gideon Ernst von Laudon. Er war der ältere Bruder des bekannten Kameramanns Klaus von Rautenfeld. Nach einer foto- und kameratechnischen Ausbildung knüpfte er in der Wendezeit vom Stumm- zum Tonfilm erste Kontakte zur Kinobranche. Im Kinospielfilm Die Wasserteufel von Hieflau übernimmt er ein Teil der gefährlichen Faltbootmanöver. Auch privat befasste er sich mit Eskimo-Kajaks. 1932 erhielt er eine Rolle in dem Streifen Das Lied der schwarzen Berge, an dem auch Klaus von Rautenfeld beteiligt gewesen war.
Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs assistierte er verschiedenen Kameraleuten, darunter Georg Bruckbauer und Albert Benitz, aber auch seinem Bruder. Im Winter 1938/39 nahm ihn Arnold Fanck bei der „Bavaria-Fanck-Chile-Expedition“ nach Südamerika (Feuerland und Patagonien) mit. Dort war er an den Außenaufnahmen zu dem Film Ein Robinson – Das Tagebuch eines Matrosen beteiligt und freundete sich mit dessen ältestem Sohn Arnold Ernst Fanck an, der als Kameraassistent und Fotograf an der Produktion mitwirkte. Im Herbst 1939 holte ihn Luis Trenker für die Aufnahmen zu Der Feuerteufel.
Kurz nach dem Krieg fotografierte Arndt von Rautenfeld zunächst mehrere kurze Dokumentarfilme, als Kameramann für abendfüllende Kinofilme wurde er hingegen kaum verpflichtet. Seit den ausgehenden 1950er Jahren stand er, nunmehr in Diensten des SFB, nur noch bei Fernsehfilmen hinter der Kamera. Er sprach unter anderem Englisch, Portugiesisch, Russisch, Französisch und Lettisch.
Arndt von Rautenfeld war evangelisch, ab 1944 verheiratet mit Ursula von Rautenfeld, geborener Balthasar, lebte in Berlin und starb dort nach langer Krankheit am 2. Februar 1996.Wolfgang Half: Nachruf auf Ehrenmitglied Arndt Berens v. Rautenfeld. Seekajak 52 (Februar 1996), S. 5. Er hatte zwei Kinder.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 983.
Filmografie als Kameramann bei Kultur-, Dokumentar-, Kurz- und abendfüllenden Kino- und Fernsehfilmen 1940: Ein Robinson – Das Tagebuch eines Matrosen 1940: Der Feuerteufel 1947: Arbeit unter Wasser (auch Regie) 1947: Kreis-Resident-Officer 1948: A School in Cologne 1949: Das Fräulein und der Vagabund 1949: Die Brücke von Caputh 1951: Berlin kommt wieder 1951: Am Anfang war die Tat 1951: Es geht nicht ohne Gisela 1952: Der Kampf der Tertia 1953: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern 1953: Horch auf die Musik 1954: Alles für dich mein Schatz 1957: Die Welt baut Berlin 1958: Wie es euch gefällt 1965: Romulus und Remus 1966: Leben wie die Fürsten 1966: Weiß gibt auf 1967: Der Zauberberg 1969: Mister Barnett
Literatur Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 581. Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1358. Rautenfeld, von, Arndt. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 983.
Weblinks
Eine Biografie aus Sicht seiner Kajakleidenschaft auf faltboot.org
Einzelnachweise
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