mini|Jeremy Scahill bei Chatham House, 2013 Jeremy Scahill (* 18. Oktober 1974 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Journalist, Autor und Filmemacher, hauptsächlich bekannt für das Buch Blackwater: Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt und sein später verfilmtes Werk Schmutzige Kriege – Dirty Wars.
Er ist Korrespondent für Sicherheitspolitik beim Magazin The Nation und war für Democracy Now! tätig. Ab Februar 2014 war er zusammen mit Laura Poitras und Glenn Greenwald zentrale Figur von The Intercept.
Herkunft Scahills Eltern waren Aktivisten, er wuchs in Milwaukee auf und besuchte dort einige Hochschulen, bis er das Studium abbrach, weil er seine Zeit lieber widmen wollte.
Während seiner Arbeit in der größten Obdachlosenunterkunft von Los Angeles hörte er einen Radiobeitrag Amy Goodmans, die ihn nach seinem Umzug nach New York in die Bewegung um „Democracy Now!“ integrierte.Innerhalb einer Minute rief die CIA an. In: Der Tagesspiegel, Website; abgerufen am 3. Dezember 2013.
Karriere mini|links|Scahill, 2009 Scahill ist Senior-Produzent bei „Democracy Now!“ und erhielt 1998 zusammen mit Goodman für die Sendung „Drilling and Killing“ (Bohren und Töten), die einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Tod zweier nigerianischer Umweltaktivisten und dem Energiekonzern Chevron untersuchte, den George Polk Award. Er berichtete mehrfach aus dem Irak, Serbien während des Sturzes von Slobodan Milošević, Afghanistan, Somalia und anderen Krisenregionen.
Sein Werk Blackwater: Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt wurde 2008 Bestseller, unter anderem der New York Times.
Auf Grund Scahills Recherchen wurde er mehrfach zu Anhörungen im US-Congress geladen, beispielsweise 2010 vor das House Judiciary Committee, wo er aussagte:
Seit der Enthüllung der CIA-Black Site in Somalia und dem Bekanntwerden von offiziellen Listen mit zu tötenden illegalen Kämpfern wird Scahill als Experte für Extralegale Hinrichtung betrachtet.
Das April 2013 erschienene Buch Dirty Wars wurde unter dem gleichen Titel verfilmt und in Deutschland von der ARD gezeigt.
Seit 2014 gibt es The Intercept, für das Scahill bis 2024 leitend tätig war. Im Januar startete die Webseite den Podcast Intercepted, der regulär von Scahill moderiert wird.
Im Juli 2024 gab Scahill bekannt, The Intercept zu verlassen und mit Drop Site News eine neue Publikation zu lancieren.
Auszeichnungen George Polk Award für „Drilling and Killing“, 1998 George Polk Award für „Blackwater: The Rise of the World’s Most Powerful Mercenary Army“, 2008Previous Winners, Long Island University — Website. Abgerufen am 3. Dezember 2013. Izzy Award, 2010Investigative Journalist Jeremy Scahill Wins Izzy Award for Independent Media, ithaca.edu. Abgerufen am 3. Dezember 2013. Windham–Campbell Literature Prize – in der Kategorie „Non-Fiction“ (deutsch: Sachbuch), 2013Yale awards $1.35 million to nine writers, news.yale.edu. Abgerufen am 3. Dezember 2013. Thomas Merton Award, 2014
Veröffentlichungen Jeremy Scahill: Blackwater: Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt. Kollektiv Druck-Reif, 1. September 2009, ISBN 978-3-499-62486-5. Jeremy Scahill: Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen. Antje Kunstmann Verlag, 9. Oktober 2013, ISBN 978-3-88897-868-5. Jeremy Scahill, The Staff of The Intercept: The Assassination Complex: Inside the Government’s Secret Drone Warfare Program. 3. Mai 2016, ISBN 978-1-78125-772-2.
Weblinks
Zu Besuch bei Warlords und Taliban – Innerhalb einer Minute rief die CIA an. In: Der Tagesspiegel, Website; Interview, abgerufen am 4. Dezember 2013.
Einzelnachweise
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