Der Club Alpino Italiano (kurz CAI) ist der nationale alpine Verein in Italien. Sein Hauptsitz ist in Mailand.

Geschichte Die Gründung erfolgte am 23. Oktober 1863 auf Initiative von Quintino Sella in Turin.Club-Arc-Alpin.eu: Der Club Alpino Italiano: ein Verband mit 150jähriger Geschichte. Erster Präsident des Vereins war Ferdinando Perrone di San Martino, Vizepräsident Bartolomeo Gastaldi. Ein Höhepunkt in der wissenschaftlich-bergsteigerischen Geschichte war die Erstbesteigung des K2 im Jahr 1954 durch eine vom CAI geführte Expedition.

Ende des Jahrs 2024 hatte er 356.120 Mitglieder in 521 Sektionen und 308 so genannten sottosezioni (Ortsgruppen, eigentlich „Subsektionen“). Drei der Sektionen (A.G.A.I., Club Alpino Accademico Italiano (C.A.A.I.) und der Bergrettungsdienst Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico (C.N.S.A.S)) mit 17 Subsektionen und insgesamt 2062 Mitgliedern sind ohne geografischen Bezug in ganz Italien tätig. 518 Sektionen sind in 21 Regionalgruppen organisiert, entsprechend den 20 Italienischen Regionen, wobei im Trentino-Südtirol zwei Regionalgruppen („raggruppamenti provinciali“) entsprechend den beiden Provinzen tätig sind. Die Società degli Alpinisti Tridentini hat sich dabei eine gewisse Autonomie bewahrt.

Der CAI verfügte 2019 über 774 „Rifugi alpini“ (Schutzhütten und Biwakschachteln) mit 22.426 Übernachtungsplätzen in der gesamten Alpenkette und im Apennin.

Von 1939 bis 1945 existierte im CAI ein Arierparagraph, der jüdische Mitglieder im Sinne der faschistischen Rassegesetze ausschloss.

Der CAI ist Gründungsmitglied des multilateralen Abkommens Gegenrecht auf Hütten, das 1978 eingeführt wurde.

Er war bis Januar 2019 Mitglied der UIAA, die er 1932 mitbegründete.Montagna.tv: UIAA, il CAI se ne va denunciando mancanza di trasparenza, sprechi e illegittimi privilegi (italienisch) Er ist Mitglied des CAA sowie seit 2017 der EUMA.Alpenverein.de:

Neben dem CAI gibt es in Italien auch einen Ableger der internationalen Naturfreunde (Amici della Natura), weiterhin den deutsch- und ladinischsprachigen Alpenverein Südtirol (AVS) sowie eine Sektion des Slowenischen Alpenvereins (PZS) in Triest.

Seit 1975 ist Ugo di Vallepiana, seit 1980 Guido Tonella und seit 1995 Walter Bonatti UIAA Ehrenmitglied.

Präsidenten Eine chronologische Übersicht über alle Präsidenten des Club Alpino Italiano seit Gründung. Amtszeit Präsident 1863 – 1864 Ferdinando Perrone di San Martino 1864 – 1872 Bartolomeo Gastaldi 1874 – 1875 Orazio Spanna 1875 – 1876 Giorgio Spezia 1876 – 1884 Quintino Sella 1884 – 1890 Paolo Lioy 1891 – 1909 Antonio Grober 1910 Guido Rey 1910 – 1916 Lorenzo Camerano Amtszeit Präsident 1917 – 1921 Basilio Calderini 1922 – 1929 Eliseo Porro 1929 – 1930 Augusto Turati 1930 – 1943 Angelo Manaresi 1946 – 1947 Luigi Masini 1947 – 1955 Bartolomeo Figari 1955 – 1959 Giovanni Ardenti Morini 1959 – 1964 Virginio Bertinelli 1965 – 1970 Renato Chabod Amtszeit Präsident 1971 – 1980 Giovanni Spagnolli 1980 – 1986 Giacomo Priotto 1986 – 1992 Leonardo Bramanti 1992 – 1998 Roberto De Martin 1998 – 2004 Gabriele Bianchi 2004 – 2010 Annibale Salsa 2010 – 2016 Umberto Martini 2016 – 2022 Vincenzo Torti Seit 2022 Antonio Montani

Weblinks

Website des Club Alpino Italiano (italienisch, französisch, englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemaliges Mitglied der Union Internationale des Associations d’Alpinisme Kategorie:Sportverband (Italien) Kategorie:Nationaler Sportverband (Italien) Kategorie:Organisation (Mailand) Club Alpino Italiano Kategorie:Mitglied der European Union of Mountaineering Associations Kategorie:Sport (Mailand)