Boshi ist eine neologische Wortschöpfung für „Häkelmütze“. In Anlehnung an den japanischen Begriff bōshi für „Mütze, Hut“ bezeichnen insbesondere Jugendliche damit eine selbstgehäkelte Mütze. Dabei kann im weiteren Sinn auch eine gekaufte Mütze gemeint sein, solange sie aus Handarbeitsfertigung stammt.

Trend Der Auslöser des Trends waren zwei fränkische Studenten, Thomas Jaenisch und Felix Rohland, die 2009 nach einem Skiurlaub begonnen hatten, selbstgehäkelte Mützen in trendigen Farben zu verkaufen.Lena Greiner: MyBoshi-Häkelmützen: Die Masche zieht. Der Spiegel, 1. Juli 2013. Abgerufen am 3. Dezember 2013.

Jeder Anfänger ist mit Hilfe der zahlreichen Anleitungsbücher in der Lage, sich in kurzer Frist seine individuelle Mütze zu erhäkeln. In Spielwarenläden werden einfache Starterboxen mit Wolle, Anleitung und Nadeln angeboten.Franziska Bluhm: Myboshi - der Häkel-Hype aus dem Internet. Wirtschaftswoche, 16. November 2013. Abgerufen am 3. Dezember 2013. Das meistverkaufte Handarbeitsbuch 2012 war ein Boshi-Häkelbuch.Andrea Rieder: Mittelbayerische Zeitung, 9. Januar 2013. Abgerufen am 3. Dezember 2013.

Trivia Eine Nebenwirkung des Boshi-Booms schilderte die Lehrerin einer Schule für Schwererziehbare: „Das ist verrückt – die größten Chaoten, die sich sonst nur prügeln, sitzen auf einmal ganz ruhig und häkeln.“

Einzelnachweise

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