mini|hochkant|Pochlatko bei der Verleihung des Österreichischen Filmpreises 2012 Dieter Pochlatko (* 6. Juni 1943 in Graz)epofilm.com, abgerufen am 25. November 2013. ist ein österreichischer Filmproduzent, Kameramann und Unternehmer.

Er ist seit 1969 Teilhaber und seit 1978 Geschäftsführer der österreichischen Filmproduktionsgesellschaft Epo-Film, die sein Vater Erich Pochlatko 1954 gründete.

Die Leykam Medien AG war fünf Jahre lang mit 51 Prozent im Besitz der Epo-Film, während Pochlatko hingegen 49 Prozent der Teilhabe blieben. Im Jahr 2012 kaufte er diesen Anteil für 1,5 Millionen Euro zurück.Dieter Pochlatko ist wieder Alleineigentümer von EPO-Film, kleinezeitung.at, 7. April 2012, abgerufen am 28. August 2016.

Leben und Wirken Dieter Pochlatko ist der Sohn von Irmgard und Erich Pochlatko, dem Gründer der Produktionsfirma Epo-Film. Ein Teil seiner Familie ist ebenfalls in der Filmbranche tätig, wie zum Beispiel sein älterer Bruder Peter Pochlatko, bekannt als Filmproduzent. Andere Vorfahren sind Walter Pochlatko (Bildhauer), Werner Pochlatko (Schauspieler) und Herbert Pochlatko (Autor). Pochlatko ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.

Dieter Pochlatko maturierte 1964 in Graz. Danach fing er mit dem Studium der Germanistik und der Romanistik an der Universität Graz an. 1966 war er Staatsmeister im Motorrad-Enduro-Sport. Ein Jahr später trat er in der Produktionsgesellschaft Epo-Film als Kameramann an. Pochlatko musste sein Studium nach dem Tod seines Vaters abbrechen, um seine Aufgabe als Geschäftsführer im Familienbetrieb zu übernehmen. Er erbte 1969 den Familienbetrieb in Graz, und ein Jahr danach erhielt er die Konzession für die Filmproduktion.

Im Wandel der Zeit erlebte Pochlatko eine große Entwicklung in seinem Berufsbereich. Von 1975 bis 2003 fungierte er als Vorsteher der Fachgruppe Audiovisions- und Filmindustrie in der Wirtschaftskammer der Steiermark.

1977 übernahm er auch das Kulturzentrum Rechbauerkino in Graz, das sich zu dieser Zeit zu einer der wichtigsten Kulturinstitutionen in Österreich entwickelte. Pochlatko war in den Jahren 1977 bis 2001 Mitglied der Jury für den Steirischen Filmpreis.

1978 bis 1982 war Pochlatko Geschäftsführer des Audiovisuellen Zentrums (AVZ) des Bundeslandes Steiermark. Von 1984 bis 2004 übernahm er ferner den Posten als Obmann der Berufsgruppe für Dokumentarfilme im Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie in der Wirtschaftskammer in der Steiermark.

Von 1978 bis 1988 war Pochlatko außerdem Leiter der Abteilung Film an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt in Graz. Er ist für seine Lehrtätigkeiten in den Medienlehrgängen an der Universität in Graz und an der Universität für Weiterbildung Krems bekannt. Er hat ebenfalls Gastvorträge an der La Fémis in Paris gehalten. mini|Dieter Pochlatko mit Jakob Pochlatko (l.), Regisseur Karl Markovics und den Darstellern bei der Wien-Premiere von Superwelt (2015) Von 1987 bis 2003 nahm er an der Jury für den Österreichischen Staatspreis in Bezug auf Werbe- und Wirtschaftsfilme teil, von 1990 bis 2002 weiters an der Jury des Internationalen Bergfilmfestivals in Graz.

1990 baute Pochlatko den neben seinem Betrieb in Graz 1978 in Wien eingerichteten Betrieb zur Hauptgeschäftsstelle seiner Firma aus. Das Unternehmen befindet sich heute mehrheitlich im Eigentum seines Sohnes Jakob Pochlatko.

Mitgliedschaften Pochlatko war Mitglied in verschiedenen Gremien:

1991–1998: Präsident des Verbandes Österreichischer Film- und Videoproduzenten 1992–2005: Vorsteher der Fachgruppe Audiovisions- und Filmindustrie – Wirtschaftskammer Steiermark Vorstandsmitglied der Verwertungsgesellschaft Audiovisuelle Medien in Wien (V.A.M.) Mitglied der Austrian Films 1996–2003: Mitglied des Kuratoriums des Österreichischen Filminstitutes als Experte 1998–2003: Beirat im Diagonale-Filmfestival in Graz 2009: Jurymitglied des Österreichischen Staatspreises für den Werbe- und Wirtschaftsfilm.

Filmografie (Auswahl) 1990: Fleischwolf 1994: Höhenangst 1994: Joint Venture 1994: Im Schatten des Führers 1994: Ein idealer Kandidat 1996: Der Bockerer II – Österreich ist frei 1997: Laura (Fernsehfilm) 1997: Bernhardiner & Katz (Fernsehfilm) 1999: Geboren in Absurdistan 2000: Der Bockerer III – Die Brücke von Andau 2000: Das Tattoo – Tödliche Zeichen (Fernsehfilm) 2000: Probieren Sie’s mit einem Jüngeren (Fernsehfilm) 2000: Hart im Nehmen (Fernsehfilm) 2001: Schwimmer in der Wüste (Dokumentarfilm) 2002: Meine Schwester Maria (Dokumentarfilm, Co-Producer) 2002: Bellaria – So lange wir leben! (Dokumentarfilm, Co-Producer) 2002: Die Wasserfälle von Slunj (Fernsehfilm nach dem Roman von Heimito von Doderer) 2002: Rocco 2003: Schwabenkinder (Fernsehfilm) 2003: Der Bockerer IV – Prager Frühling 2004: Blackout Journey 2004: Tödlicher Umweg 2005: Tatort: Die schlafende Schöne 2005: Margarete Steiff (Fernsehfilm) 2006: Klimt 2006: Heute heiratet mein Mann 2006: Die Ohrfeige (Fernsehfilm) 2006: Schlurf - Im Swing gegen den Gleichschritt 2007: Der geköpfte Hahn 2007: Tatort: Familiensache 2007: Franz Fuchs – Ein Patriot (Fernsehfilm) 2008: Die Zeit, die man Leben nennt (Fernsehfilm) 2008: Mister Karl: Karlheinz Böhm – Wut und Liebe (Dokumentarfilm) 2008: Liebe für Fortgeschrittene (Fernsehfilm) 2009: Schwarze Blumen 2009: Tod aus der Tiefe (Fernsehfilm) 2009: Geliebter Johann Geliebte Anna (Fernsehfilm) 2010: Oh Shit! (Fernsehfilm) 2010: Heimat zu verkaufen (Fernsehfilm) 2010: Die Mutprobe (Fernsehfilm) 2011: Vielleicht in einem anderen Leben 2011: Atmen 2011: Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden (Co-Producer) 2011: Tatort: Lohn der Arbeit 2011: Die Tänzerin – Lebe Deinen Traum (Co-Producer) 2011: Das Mädchen auf dem Meeresgrund (Fernsehfilm, Co-Producer) 2012: Clarissas Geheimnis (Fernsehfilm, Co-Producer) 2012: Die Wüstenärztin (Fernsehfilm, Co-Producer) 2013: Polt (nach der Romanfigur von Alfred Komarek) 2014: Die Freischwimmerin (Fernsehfilm) 2015: Superwelt 2015: Käthe Kruse (Fernsehfilm, Co-Producer) 2015: Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit (Fernsehfilm, Co-Producer) 2015: Jack 2015: Inspektor Jury: Mord im Nebel (Fernsehfilm, Co-Producer) 2016: Seit Du da bist (Fernsehfilm, Co-Producer) 2016: Bergfried (Fernsehfilm) 2016: Landkrimi – Drachenjungfrau (Fernsehreihe) 2017: Stadtkomödie – Die Notlüge (Fernsehreihe) 2017: Tatort: Virus (Fernsehreihe) 2017: Sie nannten ihn Spencer 2017: Wir töten Stella 2018: Alt, aber Polt (Fernsehfilm) 2018: Der Trafikant 2018: Das Wunder von Wörgl (Fernsehfilm) 2018: Der Pass (Fernsehserie) 2019: Landkrimi – Das dunkle Paradies (Fernsehreihe) 2019: Tatort: Glück allein (Fernsehreihe) 2019: Nobadi 2019: Todesfrist – Nemez und Sneijder ermitteln (Fernsehreihe) 2021: Risiken und Nebenwirkungen 2021: Stadtkomödie – Man kann nicht alles haben (Fernsehreihe) 2021: Klammer – Chasing the Line 2021: Die Ibiza Affäre (Mini-Serie) 2021: Todesurteil – Nemez und Sneijder ermitteln (Fernsehreihe) 2021: Landkrimi – Flammenmädchen (Fernsehreihe) 2022: Der Tod kommt nach Venedig (Fernsehfilm) 2022: Serviam – Ich will dienen 2023: Ein ganzes Leben 2023: Universum History – Maria Theresias dunkle Seite – Die Vertreibung der Juden aus Prag (Fernsehserie) 2024: Tatort: Dein Verlust (Fernsehreihe) 2024: Trost und Rath – Tanz mit dem Teufel (Fernsehreihe) 2024: Der Vierer 2025: Mädchen Mädchen 2025: Sternstunde der Mörder (Miniserie) 2025: Trost und Rath – Das große Schlachten (Fernsehreihe) 2025: Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen 2026: Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang

Auszeichnungen mini|Pochlatko bei der Verleihung des Österreichischen Filmpreises 2012 Für seine Arbeit bekam Dieter Pochlatko verschiedene Auszeichnungen: 1980: Verleihung der Kunstmedaille durch die Stadt Graz 1997: Romy für den besten Produzenten für TV-Serie Ein idealer Kandidat 2004: Cine Styria Filmpreis des Landes Steiermark Kulturförderungsbericht 2004, Das Land Steiermark, S. 50, abgerufen am 9. Dezember 2013. 2006: Großer Josef-Krainer-Preis 2006: Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 2008: Verleihung des Berufstitels Kommerzialrat 2011: Romy für den besten Produzenten für den Kinofilm Vielleicht in einem anderen Leben 2012: Diagonale, Preis der Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien (VAM) für „Innovative Produktionsleistung“ 2012: Österreichischer Filmpreis 2012 für Atmen in der Kategorie Bester Spielfilm, gemeinsam mit Nikolaus Wisiak und Karl Markovics oesterreichische-filmakademie.at, abgerufen am 9. Dezember 2013. 2025: Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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Einzelnachweise

Kategorie:Kommerzialrat Kategorie:Kameramann Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann