Der FC Südtirol ist ein 1995 gegründeter Fußballverein aus Südtirol. Er trägt seine Heimspiele in Bozen aus, sein Trainingszentrum liegt im benachbarten Eppan. Er ist der erfolgreichste Fußballverein der jüngeren Sportgeschichte Südtirols. Seit der Saison 2022/23 spielt der Verein in der italienischen Serie B, der 2. Profiliga Italiens.

Die Vereinsfarben des Klubs sind weiß und rot. Sie repräsentieren die Verbundenheit des Fußballklubs zum Land Südtirol und der Stadt Bozen. Traditionell spielt der FC Südtirol in weißen Heimtrikots. Die Auswärtstrikots sind meistens rot, können aber auch schwarz sein.

Geschichte 1974 bis 1995: SV Milland und die Anfänge des FC Südtirol Der SV Milland wurde am 26. April 1974 in der gleichnamigen Brixner Fraktion gegründet. abgerufen am 25. Mai 2010. In der Saison 1977/78 nahm die Fußballsektion des Vereins erstmals an einer Meisterschaft, der dritten Amateurliga, teil. Ab der Saison 1980/81, nach einem Jahr Spielpause, steigerte sich der Verein erneut und stieg in der Saison 1990/91 erstmals in die regionale Oberliga auf. Am Ende der Saison 1994/95 musste der Verein als Tabellensechzehnter wieder in die Südtiroler Landesliga absteigen. Als SV Milland hat der Verein in dieser Zeit insgesamt 12 Jugendmeisterschaften gewonnen.

Im selben Jahr hat sich eine Unternehmergruppe dazu entschlossen, den Profifußball wieder nach Südtirol zurückzuholen. Der FC Südtirol sollte der Vorzeige-Fußballverein des Landes werden und so bald wie möglich in Profiligen vertreten sein.

Nachdem die Verhandlungen mit dem finanziell angeschlagenen FC Bozen, der als bis dahin letzter Verein in den frühen 1980ern im Profifußball vertreten war, gescheitert waren, wurde beschlossen, die Fußballsektion des ebenfalls finanziell havarierten SV Milland zu übernehmen.

Der Verein wurde zu FC Südtirol Alto Adige Calcio umbenannt und am 1. August 1995 erstmals vorgestellt. Als erster Präsident fungierte der Gsieser Architekt Hanns Huber.

Aus dem SV Milland wurde der ASV Milland, den es auch heute noch gibt. Die Kampfmannschaft des Vereins spielt mittlerweile wieder in der Südtiroler Landesliga.Vereinsgeschichte des FC Südtirol. Abgerufen am 23. Mai 2010.

1995 bis 2000: In den Amateurligen In den ersten beiden Saisons dominierte der FC Südtirol die regionalen Fußballligen. Ohne eine einzige Niederlage stieg der Verein 1995/96 in die regionale Oberliga auf und von dort 1996/97 mit nur einer Niederlage direkt in den Campionato Nazionale Dilettanti, die heutige Serie D. Im Sommer 1997 übernahm der Grödner Bauunternehmer Leopold Goller das Präsidentenamt, nachdem es vereinsintern zu Turbulenzen gekommen war. In den Saisonen 1997/98 bis 1999/00 spielte der FC Südtirol in der Serie D und steigerte sich auch in dieser Liga ständig.

1999/00 gelang der Aufstieg in die damalige Serie C2. Der FC Südtirol wurde damit zur nördlichsten Profimannschaft Italiens.

2000 bis 2006: Erfolgreiche Jahre in der Serie C2 Der Aufstieg in die Serie C2 brachte einige Änderungen mit sich. Die Mannschaft spielte von nun an im Bozner Drususstadion, dem einzigen profitauglichen Stadion Südtirols, welches aus diesem Anlass im Jahr 2000 renoviert wurde. Auch die Büros des Vereins wurden nach Bozen verlegt, der offizielle Vereinssitz ist jedoch bis heute Brixen. Bedeutend ist auch die Umwandlung des Vereins in die Fußballclub Südtirol Ges.m.b.H.

In der ersten Saison in der Serie C2 wurde das Ziel, der Klassenerhalt, schnell erreicht. Aufgrund äußerst schwacher Darbietungen der Mannschaft nach Erreichen dieses Zieles wurde der zum Ende der Spielzeit auslaufende Vertrag mit Aufstiegs-Trainer Giuseppe Sannino nicht verlängert.

In der Saison 2001/02 übernahm der ehemalige Profifußballer Attilio Tesser das Traineramt. Das von Präsident Goller gesteckte Ziel war von nun an das Erreichen eines Play-off-Platzes. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten erreichte die Mannschaft letztlich das Ziel, schied aber im Play-off-Halbfinale nach zwei Unentschieden gegen den in der Tabelle besser platzierten Verein Brescello Calcio aus.

Nach dieser Saison verließen einige Stützen der Mannschaft, wie Torjäger Simone Motta oder Verteidiger Morris Molinari, den Verein. Präsident Goller gab erneut das Erreichen eines Play-off-Platzes für die Saison 2002/03 vor. Nach einer schwachen Hinrunde wurde der FC Südtirol zum besten Team der Rückrunde, war technisch wohl das stärkste aller Mitkonkurrenten, und zog letztlich wieder als Tabellen-Dritter ins Aufstiegs-Play-off ein.

Im Hinspiel auswärts gegen die AC Mantova verlor der FC Südtirol knapp mit 1:2. Das Rückspiel musste aus Sicherheitsgründen in Treviso austragen werden, Mantova wurde mit 2:0 besiegt, und der FC Südtirol stand erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale des Play-offs. Hier scheiterte das Team mit zwei torlosen Unentschieden an Novara Calcio, welches in der Tabelle besser platziert war.

Wieder wurden einige wichtige Mannschaftsstützen abgegeben, wie Giampietro Zecchin oder Alessandro Noselli, und auch Trainer Attilio Tesser, der zur US Triestina wechselte. Das Traineramt übernahm in der folgenden Saison, 2003/04, Bruno Tedino. Er führte die Mannschaft zwar wieder an die Spitze der Meisterschaft, wurde aber am Ende der Saison aufgrund eines Leistungseinbruchs des Teams entlassen. In den Play-offs wurde die Mannschaft von Fabio Sala und Alfredo Sebastiani betreut. Wiederum zog die Mannschaft ins Finale ein, in dem man nach zwei Niederlagen an der US Cremonese scheiterte.

Wie üblich verließen vor der Saison 2004/05 wieder einige wichtige Spieler den Verein, unter ihnen Gianfranco Nardi oder Carlo Gervasoni. Das Traineramt übernahm Claudio Terzulli, der bereits im November aufgrund schlechter Resultate entlassen wurde. Die Jugendtrainer Fabio Sala und Carlo Odorizzi übernahmen das Ruder und führten die Mannschaft auf Platz 8. In dieser Saison machte sich erstmals die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins bemerkbar: Michael Cia, Manuel Scavone, Michael Bacher und Hannes Kiem gehörten von nun an zur ersten Mannschaft.

In der Saison 2005/06 übernahm der ehemalige Profifußballer Marco Baroni das Traineramt und führte die Mannschaft wieder ins Aufstiegs-Play-off. Dort scheiterte der FC Südtirol im Halbfinale an der ASD Montalto Ivrea. Am Ende dieser Saison übergab Leopold Goller das Präsidentenamt an Werner Seeber.

2006 bis 2009: Schwerpunkt Jugendarbeit mini|Hans-Rudi Brugger, langjähriger Kapitän und Rekordspieler des FC Südtirol Nach den mehrfachen erfolglosen Aufstiegsversuchen war der Verein finanziell angeschlagen. Der neu gewählte Vorstand setzte von nun an schwerpunktmäßig auf die eigene Jugend. Mit stark reduzierten Spielergehältern und einem jungen Kader war seitdem nicht mehr der Aufstieg, sondern ein vorzeitig gesicherter Klassenerhalt primäres Saisonziel. Außerdem wurde der AFC Südtirol gegründet, welcher den FC Südtirol in der Jugendtätigkeit unterstützt.

In der Saison 2006/07 übernahm Aldo Firicano das Traineramt. Die Saison begann trotz eines Sieges gleich mit einer Niederlage auf dem grünen Tisch. Versehentlich wurde ein aus der vergangenen Saison gesperrter Spieler eingesetzt worden.Alto Adige, la prima vittoria finisce sub iudice. Abgerufen am 29. Mai 2010. Nach Ende der Hinrunde befand sich die Mannschaft dennoch auf Platz 3. In der Rückrunde gelang es der Mannschaft nicht mehr an die guten Leistungen anzuknüpfen und man schloss die Meisterschaft auf Rang sieben ab. Mit Michael Cia wechselte im Sommer erstmals ein Spieler aus der eigenen Jugend direkt in die Serie A zu Atalanta Bergamo.Michael Cia vor dem Sprung in die Serie A. Abgerufen am 29. Mai 2010.

Im Sommer 2007 wurde dem Verein fast eine Teilnahme an der nächsten Meisterschaft verwehrt, weil der offizielle Vereinssitz immer noch in Brixen war, und daher, laut Verband, die Heimspiele in Brixen hätten ausgetragen werden müssen. Aus diesem Grund wurde auch eine Fusion mit dem FC Bozen 1996 vorgeschlagen, was aber nicht realisiert wurde. Der Verein durfte letztlich doch an der Meisterschaft 2007/08, weil vom Verband eine Sondergenehmigung erteilt wurde, welche bis heute noch gilt.Nun ist es offiziell: FC Südtirol kann Heimspiele im Bozner Drusus-Stadion austragen. Abgerufen am 29. Mai 2010. Diese Saison, immer noch unter der Führung von Trainer Aldo Firicano, schloss der Verein mit dem Klassenerhalt durch einen Heimsieg gegen Pro Vercelli am letzten Spieltag ab.2:1-Sieg gegen Pro Vercelli: Klassenerhalt geschafft! abgerufen am 29. Mai 2010.

In der Saison 2008/09 übernahm Maurizio D’Angelo das Traineramt.Maurizio D´Angelo ist der neue Trainer des FC Südtirol. Abgerufen am 29. Mai 2010. Bereits Ende Oktober wurde er aufgrund schwacher Leistungen durch Marco Alessandrini ersetzt, doch auch unter ihm wurden die Ergebnisse nicht besser.Marco Alessandrini neuer Trainer des FC Südtirol. Abgerufen am 29. Mai 2010. Am letzten Spieltag der Saison verlor der FC Südtirol auswärts gegen Alghero Calcio, weswegen Alessandrini sein Amt niederlegte. Der Jugendtrainer Alfredo Sebastiani übernahm die Mannschaft im Abstiegs-Playout und schaffte gegen Valenzana Calcio den Klassenerhalt.Marco Alessandrini tritt zurück, Alfredo Sebastiani neuer Trainer des FC Südtirol. Abgerufen am 29. Mai 2010.FC Südtirol bezwingt Valenzana 2:0 und bleibt in der Lega Pro. Abgerufen am 29. Mai 2010.

Am 11. Juni 2009, wenige Tage nach dem entscheidenden Playout-Heimsieg, verstarb der ehemalige Präsident Leopold Goller mit nur 56 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.FC Südtirol trauert über den Verlust des ehemaligen Präsidenten Leopold Goller. Abgerufen am 29. Mai 2010.

2009 bis 2022 Bereits vor Ende der Saison 2008/09 übernahm Walter Baumgartner das Präsidentenamt.Walter Baumgartner neuer Präsident des FC Südtirol. Abgerufen am 29. Mai 2010. Als neues Leitbild wurde die „Vision 2015“ vorgestellt. Die darin enthaltenen Ziele sind u. a. der Aufstieg in die Serie B bis 2015 und der Stadionbau in Leifers.FCS-Präsident Walter Baumgartner will 2015 in der Serie B spielen. Abgerufen am 23. Mai 2010.

Im Sommer 2009 wurde die Mannschaft komplett umgekrempelt, wobei vor allem viele eigene Jugendspieler berücksichtigt wurden und auf eine starke Verteidigung gesetzt wurde. Als Trainer wurde Alfredo Sebastiani bestätigt.

Der FC Südtirol wurde im Laufe der Saison 2009/10 zum Team mit der stärksten Verteidigung und erreichte drei Spieltage vor Saisonende die Tabellenführung.FC Südtirol-Spezia entscheidet eine gesamte Saison. Abgerufen am 29. Mai 2010. Diese verteidigte die Mannschaft in den direkten Vergleichen mit einem Unentschieden gegen Aufstiegsfavoriten AC SpeziaFC Südtirol verteidigt Tabellenspitze mit einem torlosen Unentschieden gegen Spezia. Abgerufen am 29. Mai 2010. und einem Sieg in Unterzahl auswärts gegen die AC PaviaFC Südtirol mit einem Fuss in der 1. Division. Abgerufen am 29. Mai 2010. erfolgreich.

Am letzten Spieltag besiegte der FC Südtirol Valenzana Calcio mit 1:0 durch einen Treffer von Mattia Marchi und stieg somit als Tabellenerster in die Lega Pro Prima Divisione auf. abgerufen am 23. Mai 2010. Sportlich gesehen war der FC Südtirol nunmehr der beste Verein der Region Trentino-Südtirol und nahm diesen Titel der AC Mezzocorona ab.