Der deutsche Spielfilm Das Fremde in mir ist ein Filmdrama zum Thema postpartale Depression von Emily Atef aus dem Jahr 2008.

Handlung Voller Freude erwarten Rebecca und Julian die Geburt ihres Kindes. Doch kaum ist das Baby geboren, erfasst Rebecca eine unbegreifliche Angst und Hilflosigkeit. Das kleine Wesen, das von ihr abhängig ist, ist ihr fremd. Das Verhältnis zu ihrem Mann ist genauso unterkühlt wie das zu ihrem Baby. In der Annahme, dort Ablenkung zu finden, eröffnet sie wieder ihr früheres Blumengeschäft. Aber auch diese Beschäftigung befriedigt sie nicht. Sie bringt den Säugling und sich selbst mehrfach in Gefahr, ob beim Baden oder beim Stadtbummel. Rebeccas Zustand verschlechtert sich von Tag zu Tag. Sie wirkt mehr und mehr apathisch. Irgendwann ist sie geistig derart weggetreten, dass sie sich zum Sterben in den Wald legt. Eine Gruppe Jugendlicher findet sie.

In einer Klinik wird sie aufgepäppelt und erhält schließlich die Diagnose „postpartale Depression“. Im Zuge des weiteren stationären Aufenthaltes beginnt sie eine Gesprächstherapie. Ihr Mann Julian gab inzwischen seinen Beruf auf, um sich um seinen Sohn kümmern zu können. Schrittweise nimmt Rebecca im Beisein einer spezialisierten Psychotherapeutin nun wieder Kontakt zu ihrem Sohn Lucas auf. Doch Julian kann sein Misstrauen nur sehr langsam abbauen, weshalb Rebecca nur eingeschränktes Besuchsrecht genießt. Aber nach mehreren klärenden Gesprächen finden sie wieder zueinander.

Hintergrundinformationen Der Film wurde mit einem geschätzten Budget von 500.000 Euro in Berlin und Bremen gedreht.imdb.comimdb.com Das ZDF war an der Produktion beteiligt. Das Fremde in mir wurde am 22. Juni 2008 auf dem Filmfest München uraufgeführt. Der Kinostart in Deutschland war am 16. Oktober 2008.

Kritik

Auszeichnungen Juliane Bartel Medienpreis für bester Spielfilm 2011 Prix du public (CinémaScience Intern. Film Festival, Bordeaux, France, 2009) Prix du Jury Jeune (Festival du cinéma Allemand, Nantes, France, 2009) Best Director (Studio Hamburg Nachwuchspreis, 2009) Best Film (Augenblick Film Festival, Strasbourg 2009) Best Film (Alba International Film Festival 2009) SIGNIS Award for Best Film (Mar del Plata International Film Festival 2008) Best Film (São Paulo International Film Festival 2008) Best Actress (São Paulo International Film Festival 2008) German Independence Award Best Film (Film Festival Oldenburg 2008) Audience Award (Film Festival Oldenburg 2008) Otto-Sprenger-Preis, Best Film (Film Festival Oldenburg 2008) Canvas Award for Best Film (European Film Festival Brussels 2008) Best Actress (Munich International Film Festival 2008)

Weblinks

Offizielle Website Bilder zum Film auf cinema.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2008 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Depression als Stoff oder Motiv Kategorie:Emily Atef