Günter Olzog (* 15. Februar 1919 in Dortmund; † 14. Mai 2007 in München) war ein deutscher Jurist und Verleger.
Leben Aufgewachsen in Recklinghausen besuchte er das Realgymnasium in Herne. Nach Reichsarbeits- und Kriegsdienst (letzter Dienstgrad: Oberleutnant d.R.) studierte er nach dem Krieg an der Ludwig-Maximilians-Universität München Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft. Dabei begann er 1945 als Hilfsreferent in der Hochschulabteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur zu arbeiten. Von 1948 bis 1950 war er Assistent des Völkerrechtlers Erich Kaufmann. Er legte beide juristische Staatsexamina ab und wurde 1950 zum Dr. jur. (magna cum laude) promoviert.
Am 10. Dezember 1949 gründete er seinen Isar Verlag Dr. Günter Olzog (heute Olzog Verlag). Bis 1998 war er dort Gesellschafter und alleiniger Geschäftsführer. Von 1968 bis 1985 war er zusätzlich Geschäftsführer der TR-Verlagsunion.
Olzog engagierte sich für Hochschulpolitik. Er war ab 1950 Syndikus der Hochschule für Politische Wissenschaften München und später Lehrbeauftragter, Senatsmitglied und Prorektor. Von 1955 bis 1957 war er Mitglied des Personalgutachterausschusses für die Streitkräfte des Deutschen Bundestages. Von 1962 bis 1970 war er Mitglied der Abgeordnetenversammlung des Börsenvereins für den Deutschen Buchhandel. 1966 übernahm er den Vorsitz des Bayerischen Landesverbands des Börsenvereins.Börsenverein Bayern: Die Geschichte des bayerischen Buchhandelsverband 1960 - 1989 Von 1974 bis 1993 war er im Beirat der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Von 1976 bis 1985 war er Handelsrichter am Landgericht München I. Außerdem gehörte er dem Verwaltungsrat des Evangelischen Presseverbandes für Bayern an. 1981 wurde er Vorsitzender des Vereins der Freunde des Bayerischen Staatsschauspiels.
Olzog war verheiratet und hatte drei Kinder. Er ist auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt.Gestorben. Günter Olzog ist tot. auf: boersenblatt.net, 21. Mai 2007.
Auszeichnungen 1969: Bayerischer Verdienstorden 1985: Goldene Verdienstmedaille des Bayerischen Rundfunks 1984: Ehrenmitglied des VerbandesBayerischer Verlage und Buchhandlungen 1987: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Literatur Der Literat, Bände 17–18 (1975), S. 58 (Verleger-Porträt von Axel Poldner)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Verleger (München) Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (HfP München) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Oberleutnant (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Funktionär (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1919 Kategorie:Gestorben 2007 Kategorie:Mann