Der Freiburger Rundbrief, seit 2017 Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext (ZfBeg), ist eine 1948 gegründete Zeitschrift mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Das Blatt widmet sich insbesondere dem jüdisch-christlichen Dialog.

Geschichte Der Freiburger Rundbrief wurde von Gertrud Luckner und einem kleinen Kreis engagierter Katholiken in Freiburg im Breisgau gegründet. Zu dem Kreis gehörten unter anderem Karl Siegfried Bader,Christoph Jahr: Antisemitismus vor Gericht. Debatten über die juristische Ahndung judenfeindlicher Agitation in Deutschland. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-593-39058-1 (. Zugl.: Berlin, Humboldt-Univ., Habil.-Schr., 2006). Bernhard Welte, Rupert Gießler und der Freiburger Domkapitular Alois EckertElias H. Füllenbach: Freunde des alten und des neuen Gottesvolkes. Theologische Annäherungen an das Judentum nach 1945. In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte. 32 (2013), , S. 235–252, hier S. 240 f. (academia.edu).. Ursprünglich hatte der Kreis ein Hirtenwort der deutschen Bischöfe gegen den neu aufkeimenden Antisemitismus formuliert,Der Entwurf dieses Hirtenschreibens ist im Quellenanhang von Füllenbachs Aufsatz veröffentlicht: Vgl. ebd., S. 252. doch dann dieses Vorhaben wieder verworfen. Stattdessen einigte man sich, eine zunächst in unregelmäßigen Abständen, später jährlich erscheinende Korrespondenz „zur Förderung der Freundschaft zwischen dem alten und neuen Gottesvolk – im Geist der beiden Testamente“ herauszugeben, den Freiburger Rundbrief. Die Erstausgabe erschien zum Katholikentag 1948 in Mainz.Manfred Gailus, Armin Nolzen: Zerstrittene »Volksgemeinschaft«. Glaube, Konfession und Religion im Nationalsozialismus. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-30029-9, S. 297 ().

In theologischen Fragen prägte besonders Karl Thieme den Freiburger Rundbrief.Elias H. Füllenbach: Freunde des alten und des neuen Gottesvolkes. Theologische Annäherungen an das Judentum nach 1945. In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte, Jg. 32 (2013), , S. 235–252, hier S. 245 (academia.edu). Nach seinem Tod 1963 beriet unter anderem der Dominikaner Willehad Paul Eckert die Zeitschrift, die Luckner als Schriftleiterin bis 1986 redigierte.

Nachdem Luckner als Schriftleiterin ausgeschieden war, wurde das Erscheinen 1986 zunächst eingestellt. Von 1993 bis 2016 erschien die Zeitschrift vierteljährlich als Freiburger Rundbrief mit dem Untertitel: Neue Folge. Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung.Freiburger Rundbrief. Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung. Eintrag bei DNB. 2017 änderte der Verein Freiburger Rundbrief den Titel der Nachfolgezeitschrift in Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext (ZfBeg).Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext. ZfBeg. Eintrag bei DNB. Die Zeitschrift gehört zu den häufig zitierten theologischen Zeitschriften im Bereich Interreligiöser Dialog.

Schwerpunktthemen sind der Umgang der christlichen Kirchen mit dem Judentum, verbunden mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus. Weblinks Freiburger Rundbrief. Homepage Freiburger Rundbrief. Digitalisate 1948 bis 1986 bei FreiDok plus Freiburger Rundbrief, Archiv Neue Folge. Digitalisate ab Jg. 1 (1993/1994) Freiburger Rundbrief. Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung. , Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext (ZfBeg). , (ab 2017) Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext auf Website der Universität Tübingen

Einzelnachweise

Kategorie:Fachzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Zeitschrift (katholische Theologie) Kategorie:Christlich-jüdischer Dialog Kategorie:Deutschsprachige Vierteljahreszeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1948