Sud-Kivu (deutsch Südkivu) ist eine Provinz der Demokratischen Republik Kongo mit 5.772.000 Einwohnern.bevölkerungsstatistik.de Ihre Hauptstadt ist Bukavu.

Geografie alternativtext=Ein mit Häusern bebauter Hügel vor einem bewaldeten Höhenzug und dunklen Wolken. Die Häuser sind aus gelblichem Stein, die meisten haben Wellblechdächer. Zwischen den Häusern wachsen Bäume und andere Pflanzen.|mini|Das Dorf Bitobolo in Sud-Kivu mini|Der Fluss Ulindi an der Stadt Shabunda. Der Ulindi entspringt im Massif d'Itombwe und verläuft westwärst durch die Territorien Mwenga und Shabunda.

Die Provinz liegt im Osten des Landes und grenzt im Norden an die Provinz Nord-Kivu, im Osten an Ruanda mit dem Kivusee, an Burundi und den Tanganjikasee (Tansania), im Süden an die Provinz Tanganyika und im Westen an Maniema. Im Südosten der Provinz liegt das Massif d'Itombwe und das Schutzgebiet Réserve Naturelle d'Itombwe (RNI, deutsch „Itombwe-Naturreservat“), das den größten und abgelegensten intakten Bergwald in Afrika umfasst. Dieser ist insbesondere Lebensraum für den Östlichen Flachlandgorilla (Gorilla beringei graueri), Ostafrikanischen Schimpansen (Pan troglodytes schweinfurthii) und Waldelefant (Loxodonta cyclotis). Der höchste Berg in der Region ist der Mont Mohi mit etwa . Wichtige Flüsse sind unter anderem die beiden Nebenflüsse des Lualaba Elila und Ulindi sowie der in den Lwama mündende Lwiko.

Verwaltungsgliederung Sud-Kivu ist weiter unterteilt in die acht Territorien Fizi, Idjwi, Kabare, Kalehe, Mwenga, Shabunda, Uvira und Walungu sowie die Stadt Bukavu.

VerwaltungseinheitTypLagekarte Bukavu ville 120px|Bukavu Fizi territoire 120px|Fizi Idjwi territoire 120px|Idjwi Kabare territoire 120px|Kabare Kalehe territoire 120px|Kalehe Mwenga territoire 120px|Mwenga Shabunda territoire 120px|Shabunda Uvira territoire 120px|Uvira Walungu territoire 120px|Walungu

Orte Bukavu (Provinzhauptstadt) Fizi, Hauptort des gleichnamigen Territoriums Kabare Kalehe, Hauptort des gleichnamigen Territoriums Kamituga Katana Katudu Lemera Minova Mwenga, Hauptort des gleichnamigen Territoriums Numbi Nundu Nyabibwe Nyangezi Shabunda, Hauptort des gleichnamigen Territoriums Uvira, Hauptort des gleichnamigen Territoriums

Geschichte Die Provinz entstand 1969 bei der Aufteilung der ehemaligen Provinz Kivu. Bereits vom 25. April bis zum 28. Dezember 1966 existierte eine Provinz Sud-Kivu.

Im Kongokrieg 2006–2009 gehörte Sud-Kivu zu den Gebieten, die am stärksten von den Kriegshandlungen und damit verbundenen Massenvergewaltigungen an der Zivilbevölkerung betroffen waren.

Von 2010 bis 2017 war Marcellin Chishambo Gouverneur von Sud-Kivu. Auf ihn folgte Claude Nyamugabo Bazibuhe. Die Gouverneurswahlen am 10. April 2019 gewann Theo Ngwabidje Kasi.Sud Kivu : Theo Ngwabidje Kasi est élu gouverneur, auf radiomaendeleo.info

Verkehr Durch die Provinz verläuft die Nationalstraße 2 in Südwest-Nordost-Richtung durch den Südosten des Territoriums Shabunda, weiter durch das Territorium Mwenga über Burhale im Territorium Walungu nach Bukavu.

Zu den Flüghäfen in der Provinz zählen der Flughafen Bukavu-Kavumu nahe der Provinzhauptstadt Bukavu sowie der Flughafen Shabunda in der Stadt Shabunda.

Weblinks

Orte in Südkivu, Homepage des Kongolesischen Gesundheitsministeriums (französisch) République démocratique du Congo – Sud-Kivu. Karte von Sud-Kivu (englisch) Frank Mayundo Muyumba: Exploitation minière au Sud-Kivu: de la responsabilite des entreprises et de l'etat. Université du CEPROMAD Bukavu/Sud-Kivu/RD Congo, 2006 (französisch) Etude des Marchés dans les territoires du Sud-Kivu et du Maniema, République démocratique du Congo - Juin 2011. Marktstudie in den territoires von Sud-Kivu und Maniema vom World Food Program (WFP), Juni 2011 (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Provinz in der Demokratischen Republik Kongo Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1969