mini|hochkant|Oskar Hoffmann, Foto von Theodor John, Dorpat, 19. Jahrhundert mini|hochkant|Oskar Hoffmanns Atelier um 1882 in Düsseldorf, Gemälde, 19. Jahrhundert mini|Aufziehendes Gewitter, um 1894 mini|Estnischer Strand am Abend (Nordstrand), zwischen 1894 und 1899 mini|Straße nach Reval, um 1900 Oskar Georg Adolf Hoffmann, auch Oskar Georg Adolfowitsch Hoffmann (* in Dorpat, Russisches Kaiserreich; † 3. März 1912 in Nowaja Derewnja bei Sankt Petersburg, Russisches Kaiserreich) war ein russisch-deutsch-baltischer Maler der Düsseldorfer Schule.
Leben Hoffmann studierte von 1871 bis 1878 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Andreas Müller, Karl Müller, Eduard Gebhardt und Eugen Dücker. Neben diesen Lehrern erhielt er Impulse von Gregor von Bochmann, ebenfalls ein Deutsch-Balte, der aufgrund eines Stipendiums der Revaler Schiller-Stiftung 1868 ein Malerstudium an der Düsseldorfer Akademie beginnen konnte. In den Jahren 1882/83 war Hoffmann als Mitglied des Künstlervereins Malkasten verzeichnet.Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 432. Auch gehörte er dem Düsseldorfer Radirclub an. Er wohnte in der Gartenstraße 55.Hoffmann, Oskar, Maler, Gartenstr. 55. In: Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1882. S. 74. Ab 1882 war Hoffmann in Sankt Petersburg tätig und wurde dort 1884 freies Mitglied der Russischen Kaiserlichen Kunstakademie. Seine Bilder wurden in Düsseldorf, Riga, Sankt Petersburg und Wien gezeigt, 1879 im Münchener Glaspalast, 1886 in der Berliner Akademie-Ausstellung und 1894 in der Großen Berliner Kunstausstellung. 1913 veranstaltete das Städtische Museum in Riga eine Nachlassausstellung.
Werk (Auswahl) Hoffmanns Werk ist neben Porträts vor allem durch estnische Landschaftsmotive gekennzeichnet, die in Anlehnung an Techniken der Haager Schule entwickelt wurden. Sie zeigen das Landleben ungeschönt, nicht selten in erdigen Farben, in diesigem Licht, häufig mit weiträumigen Landschaften unter einer niedrigen Horizontlinie.Kathrin DuBois: Oskar Hoffmann, Katalognummer 383: Vorfrühling in Estland. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 2, S. 447. Hoffmann schuf auch eine Reihe von Radierungen, die u. a. auf der Wiener Graphischen Ausstellung 1886 gezeigt wurden.
Aufziehendes Unwetter (Palgivedu. Maastik äistesega), um 1894 Vorfrühling in Estland, 1894–1899 Estnischer Strand am Abend (Nordstrand), zwischen 1894 und 1899 Straße nach Reval, um 1900 Alter Fischmarkt in Reval
Literatur
Weblinks
Bildergalerie des Eesti Kunstimuuseum Auktionsresultate Oskar Adolfowitsch Hoffmann bei artnet.de
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Maler (Düsseldorf) Kategorie:Maler (Düsseldorfer Malerschule) Kategorie:Deutsch-Balte Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1851 Kategorie:Gestorben 1912 Kategorie:Mann