Heinrich Karl Gottfried Joachim von Oppen-Dannenwalde (* 3. April 1879 in Breslau; † 27. April 1948 in Hamburg)Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A (Uradel) 1977, Band XIV, S. 471, Band 66 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1977, ISBN 3-7980-0766-7, S. 366. war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Landwirtschaftsfunktionär aus dem Adelsgeschlecht von Oppen.

Leben Herkunft Seine Eltern waren der Generalleutnant Karl von Oppen (* 2. April 1824; † 9. Mai 1895) und dessen zweite Ehefrau Gräfin Gabriele Marie von Itzenplitz (* 18. Juli 1839; † 21. September 1901).

Werdegang mini|Schloss Buskow

Joachim von Oppen erlangte 1896 an der Ritterakademie Brandenburg das Abitur. Er studierte an den Universitäten Göttingen und Berlin Rechtswissenschaften. 1897 wurde er Mitglied des Corps Saxonia Göttingen.Kösener Corps-Listen 1930. Eine Zusammenstellung der Mitglieder der bestehenden und der anch dem Jahre 1867 suspendierten Corps mit Angabe von Jahrgang, Chragen und Personalien. Hrsg. Otto Gerlach. Im Verlag der Deutschen Corpszeitung, Frankfurt am Main 1930, 45, 479. Nachdem er 1900 das Referendarexamen abgelegt hatte, schlug er die Verwaltungslaufbahn ein. 1905 wurde er Regierungsassessor im Polizeipräsidium Danzig und in der Folge Regierungsassessor beim Landratsamt Niederbarnim sowie Hilfsarbeiter im Preußischen Kultusministerium. 1908 trat er aus dem Staatsdienst aus und übernahm die Bewirtschaftung des Rittergutes Dannenwalde im Kreis Ostprignitz. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Kavallerie-Leutnant teil.

Nach dem Krieg war Oppen bereits im Aufsichtsrat der Brennabor AG für Braunkohle-Industrie.1913/1921, In: Adreßbuch der Direktoren und Aufsichtsräte. Finanz-Verlag, Berlin 1913, S. 1029. 1921 wurde er Präsident der Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg und für Berlin. Er war stellvertretender Vorsitzender der Preußischen Hauptlandwirtschaftskammer und Mitglied des Deutschen Landwirtschaftsrates. Ab 1929 war Oppen Mitbesitzer vom 624 ha großen Gut Buskow. Am 19. November 1932 gehörte er zu den Unterzeichnern einer Eingabe von Persönlichkeiten aus Industrie, Bankwesen und Landwirtschaft an Reichspräsident Hindenburg für die Berufung Adolf Hitlers zum Kanzler.Eingabe Hindenburg auf www.ns-archiv.de 1939 trat Kammerjunker von Oppen weisungsgemäß wegen der nicht gewünschten Doppelmitgliedschaft von NSDAP und Johanniterorden aus letzterem nach fast vierzig Jahren wieder aus.

Der Familie gingen im Herbst 1945 infolge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone die Güter Buskow und Dannenwalde verloren.Chronik Schloss Buskow Dannenwalde gehörte ihm gemeinsam mit seiner Ehefrau. Das Gut hatte bei der letzten amtlichen Erfassung durch die standardisierten Landwirtschaftlichen Adressbücher vor der großen Wirtschaftskrise einen Umfang von 1801 ha und wurde durch einen Gutsinspektor sowie einen Rendanten geführt.

Familie Oppen heiratete am 16. Oktober 1908 Anna Eva Emilie Hedwig von Rohr (* 12. Dezember 1883 Dannenwalde; † 4. August 1951 Reinbek), Herrin auf Dannenwalde und Bärensprung. Das Paar hatte mehrere Kinder, darunter: Maria Luise Elisabeth (* 5. Juli 1909, † 2005), vermählt mit dem Industriemanager Dietrich Wilhelm von Menges Otto Albrecht Joachim (* 4. September 1910,† 17. Januar 1985), Pfarrer Joachim Karl Friedrich (* 10. Dezember 1912, † 17. Juni 1940), Erbe von Buskow, Oberleutnant d. R. Harald Siegfried Joachim (* 23. August 1914,† 14. Oktober 1944), Oberleutnant d. R. Joachim Vivigenz (* 9. November 1915, † 9. April 1948), Ketschendorf Gisbert Werner Joachim (* 24. April 1921,† 25. Januar 1943), Oberleutnant Elisabeth Anna Luise Cecilie (* 26. März 1923, † 22. November 2021) ⚭ 1948 Freiherr Friedrich von Falkenhausen (1902–1971) Cecilie Anna Luise (* 14. Juni 1925), Sekretärin, Diakonisse

Auszeichnungen Eisernes Kreuz II. und I. Klasse Schwarzes Verwundetenabzeichen

Schriften Mussolini und die italienische Landwirtschaft – Bericht über eine Studienreise im Mai 1930. Landwirtschaftskammer f. d. Provinz Brandenburg u. f. Berlin, Berlin 1930. . Die Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg und für Berlin – Werden und Wirken von 1896 bis 1930. Dari-Verlag, Berlin 1930. .

Literatur Oppen, Joachim, von. In: Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2: L–Z. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, S. 1360. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1913. Der in Deutschland eingeborene Adel, 14. Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1912, S. 458; .

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Beamter (Preußen) Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Joachim Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1948 Kategorie:Mann