Die Momvu (auch Momfu, Mamvu) sind eine Ethnie in der Demokratischen Republik Kongo. Sie leben dort hauptsächlich im Nordosten des Landes, im Ituri-Distrikt. Sie sprechen eine Zentralsudanische Sprache.John Donnelly Fage, Roland Anthony Oliver: The Cambridge History of Africa, Band 2, Cambridge University Press, 1978, ISBN 0521215927, Seite 404

Bis zum 16. oder 17. Jahrhundert bevölkerten die Vorfahren der Momvu die Becken der Flüsse Uelle, Mbomou und Aruwimi.Bethwell A. Ogot: Africa from the Sixteenth to the Eighteenth Century Band 5 von General history of Africa, Verlag James Currey Publishers, 1999, ISBN 0852550952, Seite 262 Danach wanderten sie in nordöstliche Richtung bis zum Ituri-Gebiet. Dort wurden sie Ende des 19. Jahrhunderts von verschiedenen Stämmen, z. B. Mangbetu oder Mangbele zurückgedrängt.Czekanowski 1924, S. 466 In der Zeit des Kongo-Freistaats widersetzten sie sich mehrfach der belgischen Herrschaft.Maryinez Lyons: The Colonial Disease: A Social History of Sleeping Sickness in Northern Zaire, 1900-1940, Verlag Cambridge University Press, 2002, ISBN 0521524520, Seite 12 Sie leben meist von der Landwirtschaft, waren aber früher auch bekannte Schmiede.Tristan Arbousse Bastide: Traditional weapons of Africa (billhooks, sickles and scythes), British Archaeological Reports, 2010, ISBN 1407306901, Seite 30

Siehe auch Scheibenmesser der Momvu

Literatur Jan Czekanowski: in Wissenschaftliche ergebnisse der Deutschen Zentral-Africa-Expedition, 1907-1908 Band VI, Leipzig 1924, Verlag Klinkhardt & Biermann, Seiten 400 – 467, Digitalisat bei Internet Archive

Einzelnachweise

Kategorie:Ethnie in Afrika