Wilfred A. Geominy (* 1. Oktober 1947 in Essen; † 16. November 2013 in Bonn)Todesanzeige im Bonner General-Anzeiger vom 22. November 2013. war ein deutscher Klassischer Archäologe.

Leben Wilfred Geominy studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Latein an den Universitäten Tübingen und Bonn. 1982 wurde er in Bonn bei Nikolaus Himmelmann promoviert. Anschließend war er an der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts angestellt. Von 1988 bis zu seiner Pensionierung 2013 war Geominy Kustos des Bonner Akademischen Kunstmuseums. Zu seinen Aufgaben gehörten in erster Linie die Betreuung der Sammlungen, der Leihverkehr, die Inventarisierung von Neuzugängen und die Ausbildung von Studenten der Archäologie.Bonner General-Anzeiger vom 22. Oktober 2013: Wilfred Geominy verabschiedet sich in den Ruhestand. Abgerufen am 20. November 2013. Sein wissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt war die griechische und römische Plastik sowie die Kunst des Hellenismus. Geominy, der mit einer Archäologin verheiratet war, wurde zu seinem Abschied am 25. Oktober 2013 im Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums mit einem wissenschaftlichen Kolloquium geehrt. Der Titel der Veranstaltung lautete „Deinde cessavit ars.“Plinius: Naturalis historia 34, 52; übersetzt: „Von da an hörte die Kunst auf“ oder „ ... ließ die Kunst nach.“ (, PDF; 1,3 MB).Fragen nach Aphrodite in FAZ vom 6. November 2013, Seite N3. Er plante, seinen Ruhestand in Rom zu verbringen. Nur wenige Wochen nach seiner Pensionierung verstarb er.

Schriften (Auswahl) Die Florentiner Niobiden. (= Dissertation, Universität Bonn 1984) . Das Akademische Kunstmuseum der Universität Bonn unter der Direktion von Reinhard Kekulé. Grüner, Amsterdam 1989, ISBN 90-6032-077-8. mit Stefan Lehmann: Zum Bronzebild des sitzenden Faustkämpfers im Museo Nazionale Romano. In: Stadion. Internationale Zeitschrift für Geschichte des Sports 15, 1989, S. 139–175. Die Silberbüste des Kaisers Galba : [dieser Restaurierungsbericht erscheint anläßlich der Ausstellung „Unter dem Vulkan, Meisterwerke der Antike aus dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel“ von 16. Februar bis 5. Juni 1995 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn] = Il busto argenteo del imperatore Galba. Bonn 1995. Zum Daochos-Weihgeschenk. In: Klio 80, 2, 1998, S. 369–402. Praxiteles (II). In: Rainer Vollkommer (Hrsg.): Künstlerlexikon der Antike. Band 2: L–Z. Addendum A–K. Saur, München/Leipzig 2004, ISBN 3-598-11414-1, S. 305–319. Die Mänade des Skopas. In: Jahrbuch der Berliner Museen N.F. 56, 2014, S. 7–21.

Literatur Harald Mielsch: Dr. Wilfred Geominy (01.10.1947–16.11.2013). In: KuBA 3, 2013, S. 7 (Digitalisat).

Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Archäologe Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Akademischen Kunstmuseums Kategorie:Absolvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann