Ercheu (picardisch: Èrchu) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Montdidier und gehört zum Kanton Roye.
Toponymie Die Bezeichnung Ercheu wird auf den lateinischen Begriff "Arx" (988 : Arceium) zurückgeführt.
Geographie Ercheu liegt rund 7,5 km südlich von Nesle und 13 km östlich von Roye und erstreckt sich über den Canal du Nord hinaus bis zum Petit Ingon, der in der Nachbargemeinde Libermont (Département Oise) entspringt. Der Scheiteltunnel "Souterrain de Panneterie" des Canal du Nord liegt außerhalb des Gemeindegebiets, ist aber nach der in Ercheu gelegenen Ferme La Panneterie benannt.
In der heutigen schlossartigen Ferme Lannoy wird im 14. Jahrhundert ein Kloster Notre-Dame genannt.
Geschichte In Ercheu lag ein merowingischer Friedhof. Seit 1120 bestand ein Leprosenhaus. Außerdem bestand ein festes Haus.
Im Ersten Weltkrieg wurde der Ort zerstört. Die Gemeinde erhielt als Auszeichnung das Croix de guerre 1914–1918.
Die früheren Ortschaften Bessancourt, Ramecourt und Wailly-lès-Ercheu sind abgegangen.
Einwohner Entwicklung der Einwohnerzahl 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 720 576 601 648 709 704 780 805
Verwaltung Bürgermeister (Maire) ist seit 2008 Eric Bertout.
Galerie
Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Médard
Persönlichkeiten Marie-Médard-Stanislas Dufour (1779–1862), Ritter der Ehrenlegion, in Ercheu geboren.
Siehe auch Liste der Gemeinden im Département Somme
Weblinks
Kategorie:Ort in Hauts-de-France Kategorie:Zerstört im Ersten Weltkrieg Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich)