Marieke Schroeder (* 23. Dezember 1970 in Regensburg) ist eine deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin.
Leben Schroeder wuchs in Regensburg auf. Sie plante zunächst, Auslandskorrespondentin zu werden und studierte daher Kommunikationswissenschaften in München. Dabei absolvierte sie Praktika bei Fernsehsendern und schrieb ihre Magisterarbeit über Filmpropaganda des Deutschen Flottenvereins von 1901 bis 1907. Sie interessierte sich zunehmend für die Filmproduktion und nahm an einem viermonatigen „Intensiv Film Program“ der New York University teil. Anschließend wurde sie Regieassistentin bei Jan Schmidt-Garre, der eine 13-teilige Reihe über Tenöre drehte, was mit weltweiten Reisen verbunden war. Einige der Filme drehte Schroeder selbst.Interview mit Marieke Schroeder über ihren Werdegang Ihr erstes eigenständiges Regieprojekt war eine 45-minütige Dokumentation über Sinai für die ARD-Reihe „20 Tage im 20. Jahrhundert“ (1999). Dieser Auftrag war ihr durch Thomas Hausner vermittelt worden, für den sie vorher auch als Regieassistentin gearbeitet hatte. Es folgten weitere Dokumentarfilme. Unter anderem produzierte Schroeder den Porträtfilm A Woman and a Half – Hildegard Knef, der 2002 auf der Berlinale lief und für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. Material der Dreharbeiten verwendete Schroeder für ein Coffee Table Book über Hildegard Knef, das sie 2003 herausgab.Spiegel-Artikel über "Mehr als eine Frau / A Woman And A Half" 2012 produzierte sie Schmidt-Garres Yoga-Doku Der atmende Gott. Mit Charles Schumann besuchte sie zwei Monate lang bekannte Bars, zum Beispiel in Tokio und Havanna; daraus entstand 2017 der Dokumentarfilm Schumanns Bargespräche. Ein Jahr später produzierte sie mit Monika Hauser – Ein Porträt eine Filmbiografie über die schweizerische Gynäkologin Monika Hauser, Regie führten Evi Oberkofler und Edith Eisenstecken.
Schroeder ist Mitglied der Deutschen Filmakademie. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in München.
Filmografie 1997: made in germany 1999: Opera Fanatic 1999: Sinai, 5. Juni 1967 – Pulverfaß Nahost 2000: Wir sind da! Juden in Deutschland nach 1945 2000: Great Performances: Aïda's Brothers and Sisters: Black Voices in Opera 2001: A Woman and a Half – Hildegard Knef 2003: Bound: Still move – Ein Porträt über Saburo Teshigawara 2003: Legenden: Osho, genannt Bhagwan 2004: Joseph Schmidt – Geschichte eines kurzen Lebens 2005: Sophie Scholl – Allen Gewalten zum Trotz... 2005: Mozart in Vienna 2006: Bella Figura – Müssen Sänger dick sein? 2009: Schiller und die Musik 2012: Der atmende Gott – Reise zum Ursprung des modernen Yoga 2013: Country Roads 2017: Schumanns Bargespräche 2017: Frauen in der Kunst 2018: Monika Hauser – Ein Porträt 2021: Allen Gewalten zum Trotz. (BR, Filmdokumentation über Sophie Scholl in Zeugnissen von Gleichaltrigen)
Publikationen Marieke Schroeder, Roman Kuhn (Hrsg.): Mehr als eine Frau / A Woman And A Half. Coll. Rolf Heyne, München 2003, ISBN 3-89910-205-3.
Weblinks
Interview mit Marieke Schroeder über ihren Werdegang Vita bei Pars Media
Einzelnachweise
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