mini|Stammwappen der Pivec nach Kadich-Blažek 1899 Pivec (von Hratschein und Klimstein) ist der Name eines alten mährisch-schlesischen Adelsgeschlechts aus dem Fürstentum Troppau, nach seinen dortigen Besitzungen ab dem 16. Jahrhundert Pivec (Pivce, Piwecz) von Hratschein (tschechisch Hradčany; 1936–45: Burgfeld; seit 1945 polnisch Gródczany) und Klimstein (tschechisch Klimštejn; seit 1945 polnisch Jabłonka) genannt.Nach dem Übergang Schlesiens an Preußen 1742 gehörten ab 1816 beide Orte zum Landkreis Leobschütz.Ab 1874 Amtsbezirk Leimerwitz Geschichte des Amtsbezirks Leimerwitz auf territorial.de, abgerufen am 17. November 2013.
Die erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnten Namensträger waren Racek und Tomík. Sie waren Angehörige des hohen Klerus des Bischofs von Ölmütz.
Wappen mini|Stammwappen der Pivec von Hratschein und Klimstein
Empfangen am 9. September 1551 von Johann Pivec in PragWappenerteilung, in: Adalbert Král von Dobrá Voda: Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien. […]. I. Taussig, Prag 1904. zeigt das Stammwappen der Pivec von Hratschein und Klimstein zwei schwarze Hörner im goldenen Feld. Den Helm zieren ebenso zwei schwarze Hörner. Die Helmdecke ist in Gold und Schwarz gehalten.Wappen auf heraldikus.wz.cz (tschechisch).
Über einem Nebeneingang des Schlosses Dolni Dlouhá Loučka, welches Joachim Pivec von Hratschein und Klimstein (Jáchym Pivec z Klinštejna a Hradčan)Dlouhá Loučka auf hrady.cz (tschechisch), abgerufen am 17. November 2013. um 1700 besaß und zu einem Renaissanceschloss umgestalteten ließ, befindet sich bis heute ein in Stein gehauenes Familienwappen. Das Schloss ist heute Sitz des Gemeindeamtes.
Geschichte Nach den Regeln des Genealogischen Handbuchs des Adels (GHdA) zählt das ritterbürtige Geschlecht der Pivec mit seinen erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnten Namensträgern zum Uradel (altem Adel).
Das alte Vladykengeschlecht der Pivec soll schon um 1000 im Gebiet des heutigen Troppau gesiedelt haben.Pivec auf piwkowski.org, lt. Roman Sękowski, abgerufen am 17. November 2013.
Besitztümer (Ortschaften, Burgen, Schlösser, Höfe, u. a.) mini|Renaissanceschloss Dolní Dlouhá Loučka mini|Schloss in Čechy pod Kosířem mini|Hrad Sovinec (Eulenburg) Joachim Pivec von Hratschein und Klimstein (Jáchim Pivec z Hradčan a Klimštejna) war von 1577 bis 1583 Hauptmann der Burg Sovinec (Eulenburg) auf hradsovinec.cz (tschechisch). Ende des 16. Jahrhunderts war Jan Pivec von Hratschein und Klimstein Hauptmann der Stadt KremsierHauptmann von Kremsier, Josef Pilnáček: Staromoravští rodové. Wien 1930, S. 276–277. 1572 Czech (Čechy pod Kosířem)Czech 1590 auf Vinar 1594–1600 DoleinDolein 1580–1598 Freihof zu Kosteletz 16. und 17. Jahrhundert auf dem Freihofe in der Sternberger Vorstadt 1599–1625 Schloss Langendorf und die dazugehörige Ortschaft Langendorf (Dolní Dlouhá Loučka) auf der Website von Dlouhá Loučka (tschechisch), abgerufen am 17. November 2013 1612–1664 residierte ein Zweig des Adelsgeschlechts Pivec von Hratschein und Klimstein in TürnauMěstečko Trnávka auf der Website von Městečko Trnávka (tschechisch), abgerufen am 19. November 2013. Lhotta SabetschnyLhotta Sabetschny auf der Website von Lhotta Sabetschny, abgerufen am 19. November 2013 Loučka u TišnovaAuflistung beschlagnahmter Güter in Mähren 1624, abgerufen am 19. November 2013. DvůrAuflistung beschlagnahmter Güter in Mähren 1624, abgerufen am 19. November 2013. In der Geschichte von Kojetín (Kojetein) wird mit Jan Pivec von Hratschein und Klimstein das Geschlecht der Pivec als eines der dort ansässigen Adelsgeschlechter dokumentiert.Lhotta Sabetschny auf der Website von Kojetín, abgerufen am 19. November 2013. Hratschein (tschechisch Hradčany; seit 1945 polnisch Gródczany) Klemstein (tschechisch Klimštejn; seit 1945 polnisch Jabłonka) Freihof zu Schakwitz ('tschechisch Čejkovice) Brosdorf (Bravantice) Morawitz (Moravice) Das Geschlecht der Pivec ist mit Habern auch in Rojetein begütert gewesen (Josef Pilnáček dokumentiert in seinem Werk Staromoravští rodové ein Geschlecht Pivec z Habří a z Rojetína)
Literatur Adalbert Král von Dobrá Voda: Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien. Genealogisch-heraldisches Repertorium sämtlicher Standeserhebungen, Prädicate, Beförderungen, Incolats-Erteilungen, Wappen und Wappenverbesserungen des gesamten Adels der Böhmischen Krone, mit Quellen und Wappen-Nachweisen. I. Taussig, Prag 1904, S. 193.(online zu lesen). Josef Pilnáček: Staromoravští rodové. Wien 1930, Band 1, S. 238. Johann Siebmacher's grosses und allgemaines Wappenbuch, Der mährische Adel, Nürnberg 1899 Roman Sękowski: Herbarz szlachty śląskiej. Band 3 (H–K), 1. Auflage, Videograf Edukacja, ISBN 83-7183-291-5 Heinrich von Kadich, Konrad Blažek: Der Mährische Adel. Nürnberg 1899, S. 80
Weblinks Familienmitglieder des schlesischen Stammes bei piwkowski.org Geschichte von Dlouhá Loučka auf der Website von Dlouhá Loučka, vom 18. November 2006 (tschechisch).
Einzelnachweise
Kategorie:Mährisches Adelsgeschlecht Kategorie:Schlesisches Adelsgeschlecht