Digitale Information ist Information, die durch Ziffern (engl. Digit) beschrieben wird. Dies kann z. B. im Dualsystem durch die Ziffern 0 und 1 erfolgen. Computertechnik basiert auf der Verarbeitung digitaler Daten. Die digitale Darstellung von Informationen erleichtert deren statistische Charakterisierung in Gestalt der sogenannten Informationstheorie. Die digitale Ausgabe von Informationen kann, wie folgt, beschrieben werden: „digitale Darstellung“. In: Gablers Wirtschafts Lexikon. Springer Gabler, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-663-13393-3, Spalte 1253, (Einblick in den Referenztext bei Google Books)
Grundlegendes Daten, Information und Wissen Information ist zu einem Schlüsselbegriff des digitalen bzw. virtuellen Zeitalters geworden, bewegt sich allerdings in einem latenten Spannungsverhältnis zu dem Begriff des „Wissens“.Wilfried Sühl-Strohmenger: Informationskompetenz und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft. In: ders. (Hrsg.): Handbuch Informationskompetenz. de Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025473-0, S. 3–11, darin auf S. 4. Der Zusammenhang zwischen „Daten“, „Information“ und „Wissen“ lässt sich näher, wie folgt, beschreiben:Rainer Kuhlen: Information. In: ders.: Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Teil 1: Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und -praxis. 5., völlig neu gefasste Ausg., K. G. Saur, München 2004, ISBN 3-598-11675-6, S. 3–20.
Noch anders ausgedrückt: Durch Einbindung von Daten in bestimmten Kontexten erhalten diese die Qualität von Informationen.Wilfried Sühl-Strohmenger: Informationskompetenz und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft. In: ders. (Hrsg.): Handbuch Informationskompetenz. de Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025473-0, S. 3–11, darin auf S. 5. Durch qualifizierten Umgang mit kodifizierter Information und Kommunikation unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien ergibt sich ein funktioneller MehrwertWilfried Sühl-Strohmenger: Informationskompetenz und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft. In: ders. (Hrsg.): Handbuch Informationskompetenz. de Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025473-0, S. 3–11, darin auf S. 6., der zu einem (zusätzlichen) Wissenserwerb führt, bei produktivem Einsatz zu höheren Wissensniveaus leiten kann. Voraussetzungen für den effizienten Wissenserwerb sind bestimmte Fähigkeiten im Umgang mit Informationssystemen, die sogenannte Informationskompetenz.Wilfried Sühl-Strohmenger: Informationskompetenz und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft. In: ders. (Hrsg.): Handbuch Informationskompetenz. de Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025473-0, S. 3–11.
Digitaler Weltentwurf von Capurro als philosophische Verarbeitung des Themas Mit der Verbreitung der Computer, die Systeme, die nur mit zwei unterschiedlichen Zuständen arbeiten, wie Nein und Ja, An und Aus oder 0 und 1, am leichtesten interpretieren können, wurde auch die Digitalisierung eingeführt. Dazu schrieb Rafael Capurro 1999 in seinem Essay zum „Digitalen Weltentwurf“:
Archivierung digitaler Informationen Die digitale Information kann als Folge von 0 und 1 dargestellt werden oder allgemeiner als Folge von binären Zahlenwerten. So gibt es eine Vielzahl von Projekten, die sich beispielsweise auf die digitale Reproduktion von gedruckten Werken der Literatur spezialisiert haben und diese nach Ablauf der Urheberrechte digitalisiert zur Verfügung stellen. Hierzu zählen unter anderem: Deutsche Digitale Bibliothek Internet Archive Projekt Gutenberg Projekt Runeberg Des Weiteren werden beispielsweise Schiffsbaupläne in digitaler Form erstellt. Ein weiteres Gebiet der digitalen Information sind Medien aus dem Bereich Musik, Video, Fotografie oder in Wissenschaftsbereichen.
Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ Zum Zwecke der Archivierung digitaler Informationen wurde im Sommer 2008 durch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und den Wissenschaftsrat eine gemeinsame Initiative zur Verbesserung der Informationsversorgung in Forschung und Lehre gestartet. Die Initiative „Digitale Information“ hat sich folgende Schwerpunkte gesetzt: Gewährleistung des Zugangs zu digitalen Publikationen, digitalen Daten und Quellenbeständen Schaffung optimaler Voraussetzungen für die Verbreitung und Rezeption von Publikationen aus der deutschen Forschung durch digitale Medien Sicherstellung einer langfristigen Verfügbarkeit digitaler Medien und Inhalte und deren Integration in die digitale Forschungsumgebung Unterstützung netzbasierter Formen des wissenschaftlichen Arbeitens durch innovative Informationstechnologien
Relevante Gesetze Die Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung legt fest, dass man nur PDF- und TIFF-Dateien an deutsche Gerichte senden kann.
Langzeitarchivierung Ein wachsender Anteil der Bibliotheksbestände besteht bereits aus digitalen Informationen in unterschiedlichen Formaten, die nachhaltig erhalten werden müssen. Die Lebensdauer von Büchern aus säurefreiem Papier kann mehrere hundert Jahre aufweisen. Digital als Datei gespeicherte Materialien hingegen können bereits nach einigen Jahren möglicherweise nicht mehr geöffnet oder gelesen werden. Eine ausschließliche Speicherung auf digitalen Datenträgern könnte so zum Verlust riesiger Datenmengen führen. Die Digitale Langzeitarchivierung (dLZA) zielt daher auf den Erhalt digitaler Objekte für zukünftige Generationen ab. Auch das kulturelle Weltdokumentenerbe wird in zunehmendem Maße als digitale Information zur Verfügung gestellt. Hierfür wurde von der UNESCO am 15. Oktober 2003 die Charta zum Erhalt des Digitalen Kulturerbes veröffentlicht. Das deutsche Kompetenznetzwerk zur digitalen Langzeitarchivierung – nestor – setzt sich ebenfalls für Standards zur Archivierung ein.
Siehe auch Digitale Daten
Literatur
Wilfried Sühl-Strohmenger: Informationskompetenz und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft. In: ders. (Hrsg.): Handbuch Informationskompetenz. de Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025473-0, S. 3–11. Eliana E. Gallardo-Echenique et al.: Digital competence in the knowledge society. In: JOLT – Journal of Online Learning and Teaching. () Bd. 11, H. 1 (März 2015), S. 1–16 (PDF).
Weblinks Leitbild der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ auf allianzinitiative.de Allianz-Initiative Digitale Information auf dfg.de
Einzelnachweise
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