Norbert Hagen (* 10. Mai 1920 in Siegburg; † 13. Mai 2013 in Kuppenheim) war ein deutscher Unternehmer. Er war Geschäftsführer der RAKU Kunststoff-Verpackungswerke GmbH in Rastatt und ein Pionier der Kunststoffindustrie.„Raku: Pionier der Kunststoffindustrie gestorben“, Kunststoffe.de, 17. Mai 2013
Leben Norbert Hagen studierte Maschinenbau. Zusammen mit seinem Bruder Reinold Hagen (Kautex-Werke) experimentierte er mit dem für die Kunststoffverarbeitung auf den Markt gekommenen Polyethylen und entwickelten die Blasformtechnik, die 1950 patentiert wurde., Dr. Reinold Hagen-Stiftung, 6. Juni 2013 Eine seiner Erfindungen war ein Hohlkörper aus Kunststoff„Dr. Reinold Hagen - Visionär und Gestalter“, Siegburg, 26. September 2013, die geblasene Kunststoffflasche. Er zog sich aus der mit seinem Bruder gegründeten Kautex-Werken zurück und gründete in den 1950er Jahren die Rastatter Kunststoffflaschen Fabrik, kurz Raku, mit zuletzt 900 Mitarbeitern. Zahlreiche Patente sind mit seinem Namen verbunden. Er engagierte sich in seinen Werken für die Katholische Soziallehre.
Norbert Hagen lernte über seinen Bruder Reinold Konrad Adenauer kennen und war Mitbegründer der CDU in Siegburg, später Vorsitzender der CDU in seinem Wohnort Kuppenheim. Er engagierte sich als Stadtrat, Mitglied des Stiftungsrates und Pfarrgemeinderates von St. Sebastian (1972–1990), Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Rastatt, Stiftungsrat der Volkshochschule Ötigheim und als Schöffe am Amtsgericht Rastatt.
1964 wurde er von Kardinal-Großmeister Eugène Kardinal Tisserant zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 14. Mai 1988 im Aachener Dom durch Lorenz Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Er war von 1970 bis 1991 Leitender Komtur der Komturei St. Bernhard Rastatt. Er engagierte sich in zahlreichen Hilfsprojekten für das Heilige Land. 1967 spendete er für die katholische Kirche im jordanischen Zarqa die „Norbert-Glocke“. 1997 wurde er zum Großoffizier des Ordens ernannt.Nachruf OESSH vom 15. Mai 2013
Er war verheiratet mit Ingeborg Hagen; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
Auszeichnungen Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine vielfältigen ehrenamtlichen Engagemente
Literatur Wer ist wer?: Das deutsche Who’s Who, Band 23, 1984, S. 445
Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmer (Baden-Württemberg) Kategorie:Erfinder Kategorie:Politiker (Rastatt) Kategorie:Leitender Komtur (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem) Kategorie:Komtur mit Stern (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann