mini|Windkraftanlage am Präbichl, zweites größeres Windrad (2001)mini|Tauernwindpark, erster Windpark der Steiermark (2002) Dieser Artikel bietet einen Überblick über den Ausbau der Windenergie und die installierten Windkraftwerke im Bundesland Steiermark.
Ende 2025 waren in der Steiermark 121 Windkraftwerke mit einer Gesamt-Nennleistung von 322,65 MW in Betrieb. Damit befand sich die Steiermark weiterhin hinter Niederösterreich (2025: 830 Anlagen mit insgesamt 2324,1 MW) und dem Burgenland (2025: 446 Anlagen mit 1488,7 MW) auf Platz drei der gesamten Windenergienutzung in Österreich.
Vergangene Leistungswerte
Bezüglich der Zahl und der installierten Leistung der Windkraftwerke liegt die Steiermark traditionell hinter Niederösterreich und dem Burgenland, wie die Tabelle belegt. +Entwicklung der Anzahl und Leistung von Windkraftwerken im VergleichSteiermarkNiederösterreichBurgenland Jahr Zahl Leistung Zahl Leistung Zahl Leistung Quelle 2013 40 70 MW 400 700 MW 270 550 MW 2014 127 MW 2015 60 120 MW 2020 105 261,2 MW 724 1699,5 MW 437 1104 MW 2021 104 260 MW 735 1760 MW 427 1220 MW 2022 293,8 MW 2023 118 306,55 MW 797 2081,7 MW 461 1411,1 MW 2024 122 324,15 MW 823 2199,6 MW 456 1419,3 MW 2025 121 322,65 MW 830 2324,1 MW 446 1488,7 MW
In der Steiermark wurden 2007 bei einer Nennleistung von rund 50 MW um die 100 GWh elektrische Energie produziert.Road Map Windenergie. energie.steiermark.at, archiviert am 10. Juni 2015.
Ausbau und Rahmenbedingungen der Windenergie in der Steiermark Das realisierbare Potential beträgt insgesamt nur ein Viertel bis zur Hälfte des (viel kleineren) Burgenlandes und etwa ein Zehntel Niederösterreichs, je nach Szenario der Rentabilität nicht optimaler Standorte.vgl. etwa De facto liegen die günstigen Gebiete auf den Höhenlagen der alpinen Bergkämme beiderseits der Mur–Mürzfurche, die nur 10 % der Landesfläche darstellen, und über weite Bereiche bedeutende Umweltschutzgebiete darstellen, sodass insgesamt nur wenige ausbaufähige Gebiete verbleiben.Lit.
Besonderheiten in der Steiermark sind die durchwegs alpinen Höhenlagen der Standorte (in Niederösterreich und dem Burgenland werden primär die Ebenen ausgebaut, während in Oberösterreich Lagen über prinzipiell Ausschlusszone sind). Bemerkenswert sind auch der hohe Anteil örtlicher Initiativen, sowie Österreichs erstes Windkraftwerk zur autarken Versorgung eines Schigebiets (Windpark Salzstiegl–Speikkogel) oder die Demonstrations- und Forschungsanlage Moschkogel.
Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie Schon 2002 wurde im Auftrag des Landes Steiermark vom LandesEnergieVerein eine Ausweisung von Eignungsgebieten für Windenergienutzung vorgenommen. Siehe Literatur. Dabei wurden 28 Gebiete festgestellt, von denen bis Ende der 2000er Jahre ein Viertel erschlossen wurden.. In: Kleine Zeitung online, 3. Juni 2011.
Nach Schätzungen könnte die bis Ende der 2000er installierte Leistung verdoppelt bis verdreifacht werden., raumplanung.steiermark.at, Newsticker, Februar 2013. 2013 wurde von der Landesregierung ein Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie (Sapro Windenergie) erlassen, LGBl. Nr. 72/2013 (i.d.g.F. online, ris.bka; Erläuterungen siehe Literatur).. die im Sinne der Zielsetzungen der Energiestrategie Steiermark 2025 (2009) den fördern soll, aber die berücksichtigt.§ 2 Ziele Z. 1 und 2 der Verordnung 72/2013. Dabei wurden folgende Zonengruppen definiert:Lit. Vorrangzonen, in denen die Errichtung von Windkraftanlagen konzentriert werden soll: Größen von über 20 MW sind möglich. Eignungszonen, welche die Vorrangzonen ergänzen: Sie sind in der Größenordnung so gewählt, dass Ausschlusszonen, in denen die Errichtung von Windkraftanlagen nicht zulässig ist. Die Ausschlusszonen entsprechen weitgehend den bedeutenden Umweltschutzgebieten. Dadurch wurden überregional einheitliche Kriterien für Standorte geschaffen.
Standorte Liste der Windkraftanlagen in der Steiermark Gem.–KG … Gemeinde und Katastralgemeinde, mit Koordinate A. … Einzelanlagen MW … Nennleistung der Einzelanlage in MW ges. … Nennleistung der Gesamtanlage in MW Err. … Errichtungsdatum Type … Bautypevgl. etwa Big Plants, , beide wind-energy-market.com (mit Steckbriefen zu den üblichen Anlagen)
H … Nabenhöhe in Meter ⌀ … Rotordurchmesser in Meter Betreiber … aktueller Betreiber (in Klammer: Inhaber, Projektentwickler u. ä.); hier auch weitere Anmerkungen VZ … Vorrangzone, EZ … Entwicklungszone lt. SaPro Windenergie 2013
Stand: 12/2024 plus Ergänzungen
Name Baujahr Gesamt- leistung (MW) Anzahl Typ (WKA) Ort Bezirk Koordinaten Projektierer / Betreiber BemerkungenWindpark Silbersberg 2024 13,8 4 Vestas V117-4.2MW Trofaiach LN Grünstrom GmbHWindpark Stanglalm 2022 29,7 9 Stanz im Mürtal BM Windpark Stanglalm GmbH Windpark Pretul I 2017 42 14 Enercon E-82 Langenwang, Ratten Bundesforste Größtes der Steiermark, 49 Mio. € InvestitionskostenWindkraftanlagen Gaberl 2006 1,6 2 Enercon E-48 (8×) Kleinlobming MT Bio Energie Köflach, Stadtwerke KöflachWindkraftanlage Plankogel 1999 0,75 1 NEG Micon NM48/750 (1×) Sankt Kathrein am Offenegg WZ ARGE AlmwindWindkraftanlage Präbichl 2001 0,6 1 Enercon E-40/6.44 Eisenerz LN Rudolf SchartnerabgebautWindkraftanlagen Salzstiegl 2007 2011 2,85 1 )von ehem. 2) Leitwind LTW77 (1×) Leitwind LTW80 (1×) Kothgraben MT Friedrich Kaltenegger Versorgung von Skigebiet. 1 von 2 WKA etwa 2015 nach Defekt abgebaut, Fundament etwa 2022 abgebrochen.Werner Mair, Liftwart dort, am Schiff Zoe, vor Pylos, Griechenland, 6. September 2025. Pers. Info Helium4.Windpark Freiländeralm 2014, vierte Anlage 2016 2025 68,4 12 Vestas V100-2.2MW (3×) Goldwind GW175-7.8MW (8×) Klosterwinkel DL Energie Steiermark mit Bürgerbeteiligungzweite Phase in Bau in mehreren BauabschnittenWindpark Hochpürschtling 2013 18,45 9 REpower MM92 Alpl BM WindheimatWindpark Moschkogel 2006 11,5 5 Enercon E-70 Ganz BM Viktor Kaplan Akademie ForschungsanlageWindpark Pongratzer Kogel/Masenberg 2013 9,2 4 Enercon E-70 E4 Vorau HF ECOwind (Windpark Pongratzer Kogel GmbH)Windpark Soboth-Eibiswald 2026 54,6 7 Vensys 175/7800 (7×) Soboth DL Energie Steiermark in Bauzweiter Bauabschnitt mit 8 Anlagen 2027 geplantWindpark Steinriegel 2005 2014 38,3 21 Bonus B1300/62 (10×) Enercon E-70 (11×) Ratten WZ Wien Energie 2014 + 25,3 MWTauernwindpark 2002 2004 2013 2019 32,05 14 Vestas V112-3,3MW (9×) Enercon E-92 (1×) Oberzeiring MT Tauernwind 2002: 11 Vestas 2004: + 2 Vestas 2013: +1 Enercon 2019: Repowering –13 +9
Weitere Kleinanlagen: Gasen (Windrad am Höllhofer Eck), Gasen–Sonnleitberg ; 1 ZEUS 17 kW ⌀ 12 m, err. November 1998, Rudolf Peßl/STEP GmbH – lokale Entwicklung der Technik, erstes modernes Windrad der Steiermark;
Planungszonen Windenergie Die sechs Vorrangzonen und neun Eignungszonen des Entwicklungsprogramm Windenergie sind: VZ … Vorrangzone, EZ … Eignungsszone lt. SaPro Windenergie 2019 Gebiet … Gebiet/Gebirgszug Gemeinde(n) … Standortgemeinden H. … HöhenbereichAngabe nach Die Eignungszonen grob gemessen auf STMGIS laut Kartenteil Übersichtspläne der 9 Eignungszonen. S. 18 ff. Fl. … Fläche ca. in km² A. … installierte Einzelanlagen; geklammert: in Bau MW … installierte Gesamt-Nennleistung in MW; geklammert: in Bau seit … Gebiet erschlossen seit Stand: 10/2013 Zone Gebiet Gemeinde(n) H. Fl. in km² Anzahl der Anlagen MW seit VZ Steinriegel Fischbacher Alpen Ratten, Langenwang 1400–1580 2,5 10 13,0 VZ Pretul Fischbacher Alpen Langenwang, Mürzzuschlag, Rettenegg, Ratten 1510–1660 1,9 26 49,8 VZ Oberzeiring Wölzer Tauern Oberzeiring, Pusterwald, Oberwölz 1700–1920 1,5 14 25,0 VZ Hochpürschtling Fischbacher Alpen Kindberg, Krieglach, Sankt Barbara im Mürztal, Stanz im Mürztal 1250–1500 4,5 9 18,5 VZ Handalm Koralpe Deutschlandsberg, Schwanberg 1650–1850 3 − 36 VZ Gaberl Stubalpe Weißkirchen in Steiermark, Lobmingtal, Maria Lankowitz, Hirschegg-Pack 1400–1700 8,2 2 1,2 VZ Rosskogel Mürzsteger Alpen Neuberg an der Mürz, Krieglach, Langenwang, 1300–1480 − − VZ Fürstkogel Fischbacher Alpen Stanz im Mürztal, Fischbach 1220–1420 1,0 5 17,75 VZ Freiländer Alm Koralpe Hirschegg-Pack, Edelschrott, Deutschlandsberg 1380–1550 4 3 6,0 VZ Soboth Koralpe Eibiswald 1230–1490 5,22 VZ Kletschachkogel Hochschwabgruppe Proleb, St. Kathrein an der Laming 1340–1460 1,02 VZ Gruberkogel Wechsel Rettenegg 1325–1467 1,74 VZ Permannsegger Kogel Fischbacher Alpen Stanz im Mürztal 1160–1310 3,58 VZ Bocksruck-Habring Wölzer Tauern Unzmarkt-Frauenburg, Pölstal 1440–1640 2,30 EZ Herrenstein Wechsel Rettenegg 1340–1445 0,9 6− 19,95 EZ Pongratzer Kogel Joglland Grafendorf bei Hartberg, Vorau 1200–1250 0,3 4 9,2 EZ Präbichl Hochschwabgruppe Eisenerz 1260–1600 0,2 1 0,6
Geplante und verworfene Standorte
Ochsenkogel, Leoben–Schladnitzgraben; 7 Vestas V90(?) 2,00 MW, genehmigt um 2005 – aus wirtschaftlichen Gründen vom Betreiber nicht weiterverfolgtwird aber geführt im Luftfahrthandbuch Österreich ENR 5.4 Steiermark 8; (PDF) S. 45
Literatur
Weblinks
Road Map Windenergie. Land Steiermark – Amt der Steiermärkischen Landesregierung: energie.steiermark.at > Erneuerbare Energien
Quellen Steiermärkisches Landesgesetzblatt Nr. 72 vom 19. Juli 2013. 22. Stück Jahrgang 2013, S. 372–374 (online, ris.bka). (für die Liste der Windkraftanlagen, chronologisch nach Stand). Google Maps Windkraft-Landkarte. IG Windkraft (Österreich, mit Kurzinformationen, aktualisiert). Steiermark (Österreich). thewindpower.net (Liste, aktualisiert) (PDF; 958 kB) ecowatt, Folder, noest.all2web.at, Stand Jänner 2008. Lit.
Einzelnachweise
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