Die Internationalen Weingartener Tage für Neue Musik waren ein von 1986 bis 2016 jährlich stattfindendes Festival in Weingarten (Württemberg). Es bot an drei Tagen im Herbst Konzerte, Gesprächskonzerte und Vorträge zum Werk einer einzelnen Komponistin/eines einzelnen Komponisten der Neuen Musik, die/der in Weingarten auch selbst zu Gast war. Die Veranstaltungen fanden in Räumen der ehemaligen Reichsabtei Weingarten (heute PH Weingarten) und in der Basilika St. Martin statt.
Geschichte mini|Veranstaltungsort: Kloster und Basilika Weingarten Das Festival wurde 1986 von der Pianistin und PH-Dozentin Rita Jans (1931–2017) und den Publizisten Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn begründet und mit einem Programm von Klavierabenden und Vorträgen erstmals durchgeführt. 1987–1988 wurde das Festival von der Gesellschaft für Neue Musik Oberschwaben veranstaltet; ab 1989 wurde es von einem eigenen Förderkreis unterstützt. 2001 erhielt Rita Jans für ihre Verdienste um das Festival den Kulturpreis der Städte Ravensburg und Weingarten. Das Festival 2016 sollte Marco Stroppa gewidmet sein, wurde aus Termingründen zunächst ins Jahr 2017 verschoben und schließlich nach dem Tod der Festivalleiterin Rita Jans abgesagt.
Der Förderkreis und der neue künstlerische Leiter Rolf W. Stoll brachten 2020 eine Neukonzeption auf den Weg,weit! neue musik weingarten in: Deutsches Musikinformationszentrum die den Markenkern des früheren Festivals beibehält und gleichzeitig weitet. Dieses Nachfolgefestival der Internationalen Weingartener Tage für Neue Musik heißt weit! neue musik weingarten und fand als dreitägiges Treffen erstmals 2021 statt. Veranstaltungsorte sind weiterhin die ehemaligen Klostergebäude sowie – in Zusammenarbeit mit der kommunalen Konzertreihe Weingartener Spielzeit – das Kultur- und Kongresszentrum Oberschwaben (KuKO).
Komponisten 1986: Klaviermusik des 20. Jahrhunderts (mehrerer Komponisten) 1987: John Cage 1988: Helmut Lachenmann 1989: Klaviermusik des 20. Jahrhunderts (mehrerer Komponisten) 1990: Dieter Schnebel 1991: Mathias Spahlinger 1992: Karlheinz Stockhausen 1993: Nicolaus A. Huber 1994: Hans-Joachim Hespos 1995: Wolfgang Rihm 1996: Klaus Huber 1997: Mauricio Kagel 1998: Gerhard Stäbler 1999: Adriana Hölszky 2000: Karlheinz Stockhausen 2001: Violeta Dinescu 2002: Walter Zimmermann 2003: Helmut Oehring 2004: György Kurtág 2005: Rebecca Saunders 2006: Georg Friedrich Haas 2007: Isabel Mundry 2008: Nikolaus Brass 2009: Uroš Rojko 2010: Sofia Gubaidulina 2011: Brice Pauset 2012: Helmut Lachenmann 2013: Mark Andre 2014: Carola Bauckholt 2015: Wolfgang Rihm
weit! neue musik weingarten 2021: Toshio Hosokawa 2022: Sarah Nemtsov 2023: Rolf Riehm 2024: Hilda Paredes 2025: Enno Poppe
Literatur Jürgen Oberschmidt (Hrsg.): Geräuschtöne. Über die Musik von Carola Bauckholt. ConBrio, Regensburg [= Weingartener Schriften zur Neuen Musik, Band 1], ISBN 978-3-940768-51-3. Daniel Schreiner: 20 Jahre Internationale Weingartener Tage für Neue Musik. In: Im Oberland. Kultur – Geschichte – Natur. Beiträge aus Oberschwaben und dem Allgäu. Heft 1/2010 ().
Weblinks Webpräsenz des Festivals weit! neue musik weingarten
Einzelnachweise
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