Kletnja () ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Brjansk (Russland) mit Einwohnern (Stand ).
Geographie Die Siedlung liegt etwa 75 km westlich des Oblastverwaltungszentrums Brjansk und 30 km von der Grenze zu Belarus entfernt in einem ausgedehnten Waldgebiet. Sie befindet sich am Flüsschen Nadwa, das über Iput und Sosch zum Dnepr abfließt.
Kletnja ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Kletnja sowie Sitz der Stadtgemeinde Kletnjanskoje gorodskoje posselenije, zu der außerdem die umliegenden Dörfer Dednja, Krasny Dworez und Strujok sowie die Siedlungen Bystrjanka, Sanadwinski und beim 4., 7, 8. und 9. km der Mamajew-Zweigbahn (p. 4-j km Mamajewskoi sch/d wetki usw.) gehören.
Geschichte Der Ort entstand 1880 im Zusammenhang mit der forstwirtschaftlichen Erschließung des umliegenden Gebietes und hieß zunächst Ljudinka. 1918 wurde der Ort Verwaltungssitz einer Wolost des damaligen Ujesds Brjansk, 1929 eines Rajons. 1935 erhielt Kletnja unter dem heutigen Namen den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Im Deutsch-Sowjetischen Krieg war Kletnja von August 1941 bis 20. September 1943 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Das umliegende Gebiet war eines der Zentren der sowjetischen Partisanenbewegung.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 6.451 1959 9.574 1970 11.680 1979 12.436 1989 14.258 2002 13.936 2010 13.313 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Sehenswürdigkeiten In der Siedlung steht die Kirche Wladimirs des Apostelgleichen (, zerkow Wladimira Rawnoapostolnowo) von 1983, die an Stelle einer abgebrannten Holzkirche aus den 1900er-Jahren errichtet wurde, als eine der wenigen aus der sowjetischen Periode.Kirche bei sobory.ru (russisch) Im Ort befindet sich ein 1970 gegründetes Heimatmuseum. Informationen zum Museum bei museum.ru (russisch)
Wirtschaft und Infrastruktur Kletnja ist Zentrum der Forstwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie.
Die Siedlung ist Endpunkt einer 1881 eröffneten, 43 km langen Nebenstrecke ab Schukowka an der Bahnstrecke Orjol – Brjansk – Smolensk, heute von der Moskauer Eisenbahn betrieben. Früher war diese Strecke Ausgangspunkt mehrerer (teils schmalspuriger) Forstwirtschaftbahnen, darunter der in Kletnja beginnenden, in ihrer Blütezeit bis zu 60 km langen, zuletzt breitspurigen Mamajew-Zweigbahn (Mamajewskaja wetka), deren letztes Teilstück erst nach 2000 stillgelegt wurde. auf der Website von Sergei Bolaschenko (russisch)
Straßenverbindung besteht über die 29 km lange Regionalstraße 15K-502 zur westlich von Schukowka verlaufenden Fernstraße R120 (früher A141) Orjol – Brjansk – Rudnja – belarussische Grenze.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Brjansk