Friedrich Heinrich Limbach (* 7. September 1801 in Braunschweig; † 28. Oktober 1887Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Band 2, Klagenfurt und Wien 1960, S. 1247Sterbedatum mit Standesamtreferenzen bei ancestry.de in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Leben mini|hochkant|„Herr Limbach“ 1831 Hoftheater Meiningen mini|hochkant|Wallensteins Tod, Düsseldorf 1835, Ehepaar Limbach Limbach entstammte einer alt eingesessenen Braunschweiger Schuhmachermeister-Familie, wohnhaft in der Wendenstraße, zuletzt Nr. 1601. Seine Mutter war eine Tochter des Hof-Kunstdrechslers Zacharias Conrad Tägtmeyer, wohnhaft am Bohlweg, zuletzt Nr. 2077.Tauf-, Heirats- und Sterbefall-Einträge in St. Katharinen ab 1801 beim Stadtarchiv Braunschweig Dieser und nachfolgend der Sohn Johann Heinrich Tägtmeyer waren darüber hinaus Lehrer am damaligen Collegium Carolinum am Bohlweg.Johann Joachim Eschenburg: Entwurf einer Geschichte des Collegii Carolini in Braunschweig. Friedrich Nicolai, Berlin und Stettin, 1812, S. 88. Königlich Sächsische Akademie für Forst- und Landwirthe zu Tharand’: Forstwirthschaftliches Jahrbuch. Band 7. Arnoldische Buchhandlung, 1851, S. 28. In der Nachbarschaft befand sich das Opernhaus am Hagenmarkt, deren Direktoren, Sophie Walther (An der Catharinenkirche Nr. 1982) sowie Ernst August Friedrich Klingemann (Bohlweg Nr. 2071), in Sichtweite wohnten.publikationsserver.tu-braunschweig.de Adressbücher Braunschweig ab 1776 Limbach selbst wandte sich später ebenfalls der Schauspielerei zu und wird als geschätztes Ensemble-Mitglied beschrieben, das sich durch Bildung und Zuverlässigkeit auszeichnete.in Artikel über die Tochter, Eduard Devrient: Geschichte der Deutschen Schauspielkunst. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft (Lizenz Verlag Langen Müller), Berlin 1967, S. 224, 268. Albrecht: Die Sterne dürfet ihr verschwenden – Schauspielererinnerungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Buchverlag Der Morgen Berlin, 1980, S. 382. Schumann Briefedition: Freundes- und Künstlerbriefwechsel. Verlag Dohr 2009, S. 134. mini|hochkant|St. James Theater London, Gemälde von John Gregory Crace, 1835

In einschlägigen Theater-AlmanachenAllgemeiner deutscher Theater-Almanach, Almanach für Freunde der Schauspielkunst, A. Heinrichs deutscher Bühnen-Almanach, Deutscher Bühnen-Almanach (Entsch) – bei Google Books und/oder Staatsbibliothek Hamburg, Theater-Abteilung (Altbau) lässt sich ein (Herr) Limbachdie Nennung des Vornamens war damals nicht üblich, auch an großen Häusern nicht! (mit Ausnahme von Theaterdirektoren, Verwechslungsgefahr und Kinderrollen-Besetzung). Ein weiterer Herr Limbach wurde bisher nicht festgestellt, Limbach trat oft zusammen mit Mad. Limbach (auch Ehepaar Limbach) auf. Friedrich Heinrich Limbachs urkundliche Familienereignisse fanden an den nachgewiesenen Theaterplätzen statt, und die mitwirkenden Limbach-Kinder wurden mit den bekannten Vornamen aufgeführt nachweisen: 1825 für Merseburg (dort Walther’sche GesellschaftWalther, Sophie. auf weber-gesamtausgabe.de), 1826 Halle (dort Gerlach’sche GesellschaftCarl Constantin Gerlach. auf weber-gesamtausgabe.de), Spätsommer 1827 Rudolstadt (Truppe von v. Schwartz).Der Franzosen-Müller. 1828 hatte Heinrich Eduard Bethmann die Truppe übernommen, zunächst für das Leipziger Stadttheater, als dort Karl Theodor von Küstner die Direktion niedergelegt hatte. Mit dieser Bethmann’schen „Herzoglich-Anhalt-Dessauischen“ Gesellschaft reiste Limbach durch den mitteldeutschen Raum (z. B. 1831 an das neue Herzogliche Hoftheater Meiningen) zusammen mit seiner Ehefrau,In seiner Heiratsurkunde von April 1832 nennt sich F. H. „Mitglied der Bethmannschen Schauspielergesellschaft zu Nordhausen“, das Stadtarchiv Nordhausen bestätigte den Aufenthalt einer „Herzoglich-Anhalt-Dessauischen Gesellschaft“ für April u. Mai 1832. der Schauspielerin und Sängerin Auguste Mathilde Hildebrandt (1801–1885), geschiedene Hartmann, Tochter des Dresdener Theater-Requisiteurs Franz Matthias Anton Hildebrandt,standesamtliche Sterbeurkunde zu A. M. Limbach bei ancestry.de – als „M. Limbach“ nicht zu verwechseln mit Madelaine/Magdalena Limbach (* 1810) sowie Margaretha Limbach (* 1817), letztere verheiratet mit Schauspieler Freymüller.Richard Wagners Autobiografie: Mein Leben. hier: Das Liebesverbot. Magdeburg 1834/35. Stadt-Theater Leipzig 1838 (). Schriftliche Auskunft Stadtarchiv Darmstadt 2003.

1834 holte Karl Immermann das Ehepaar an das Stadttheater Düsseldorf, wo ImmermannKarl Leberecht Immermann: Briefe. (Band 1; Band 3) Herausgeber: Peter Hasubek, Verlag Hanser, 1978, ISBN 3-446-12446-2, S. 1611. dabei war, das Rollenstudium nach eigener Methode zu reformieren und zu optimieren (Immermann’sche Musterbühne). 1837 gingen die Limbachs an das Hoftheater Detmold,Abbildung Theaterzettel Zurücksetzung von Karl Töpfer, 1840 bei Lippische Landesbibliothek Detmold wo bald auch drei ihrer Kinder auf der Bühne standen, unterbrochen von einem Engagement in Oldenburg am Großherzoglichen Hoftheater. Schließlich wirkten sie von 1850 bis circa 1863 am Hoftheater Darmstadt – mit Gastengagements in Oldenburg, Hamburg, LondonEduard Devrient: Geschichte der Deutschen Schauspielkunst Henschelverlag Kunst und Gesellschaft (Lizenz Verlag Langen Müller), Berlin 1967, S. 274 und 275. (Theaterkritik von 1853 in The Musical World. Band 31, S. 431). (1852 und 1853 Sommer-Engagements im St James’s Theatresiehe St James’s Theatre in der englischsprachigen Wikipedia unter Emil Devrient) und 1856 Berlin (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater, später Deutsches Theater Berlin).Deutscher Bühnen-Almanach (Entsch), S. 47–53;

Den Lebensabend verbrachte das Ehepaar in Berlin bei ihrer Tochter, der Sopranistin Luise Limbach (1834–1909), verheiratete von Carnap. Darüber hinaus hatten Friedrich Heinrich und Mathilde Limbach folgende Kinder:FamilySearchschriftliche Auskunft des Dom- und Diözesanarchivs Mainz 2003

Marie Susanna (* 1827 in Rudolstadt, † 1912 in Houston/Texas), Sängerin und Schauspielerin, verheiratet mit dem Opernsänger Friedrich Gottlieb Adolph Benda. Marie Therese (* 1837 in Detmold, † circa 1906 in München), verheiratete Kraitmayr, Schauspielerin und Sängerin in Kassel am Kurfürstlichen Opernhaus (Staatstheater Kassel). Anton Paul (* 1840 in Detmold, † 1899 in Chicago), Sänger (Bass), 1881 ausgewandert als Lithograph. Ludwig Theodor (* 1844 in Detmold).

Literatur (einschließlich Eltern)

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Geboren 1801 Kategorie:Gestorben 1887 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann Kategorie:Darstellender Künstler (Meiningen)