Adolf Carl Paul von Nassau (* 27. März 1889 in Stettin;Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A Preußen, Band 5 Brandenburg. Hrsg. Walther Hubatsch / Johann–Gottfried–Herder–Institut, Selbstverlag, Marburg 1975, S. 168. † 21. Dezember 1961 in WittmundOldenburger Nachrichten. Oldenburg, vom 23. Dezember 1961.) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Landrat in den Kreisen LebusLothar Kölm: Deutschland und die Sowjetunion 1933–1941. Teil: Band 2., Januar 1935-April 1937 / Teilband 1., Januar 1935-Dezember 1935, De Gruyter Oldenbourg, München 2019, ISBN 978-3-11-054547-0. Online. (1933–1937) und Wittmund (1937–1945).
Adolf von Nassau wurde in Stettin als Sohn des Zigarrenfabrikant's Christoph (Max Ernst)Adreß- und Geschäfts-Handbuch für Stettin, die Stadt Grabow, die Ortschaften Bredow, Züllchow, Bollinchen, Frauendorf, Herrenwiese und Gotzlow für 1889. Friedrich Nagel (Paul Niekammer), Stettin 1889, S. 136. Online von Nassau und seiner Ehefrau Emma, geborene Fingerling geboren.Geburtsregister des Standesamtes Stettin I Nr. 1009/1889. Sein Vorfahre August von Nassau († 1884), verheiratet mit Marie von Pirch-Dobberphul († 1892), war ebenfalls Kaufmann.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1923. Vierundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1922, S. 494–495. Siehe: FamilySearch (Kostenfrei). Weitere genealogische Erkenntnisse zur eigenen Familie liegen z. Zt. nicht in Gänze vor.Familie von Nassau / Briefadel, In: Internet Archive: Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 3, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 444–446.
1914 war er Kriegsfreiwilliger, 1919 Gerichtsassessor. 1921 stand Nassau beim Reichsbeauftragten für die Überwachung der Ein- u. Ausfuhr, nachfolgend Hauptfahndungsstelle der Reichs-Zollverwaltung genannt. Ab 1923 war er als Gerichtsassessor bei verschiedenen Berliner Gerichten angestellt. Er arbeitete von 1924 bis 1930 als Rechtsanwalt und Notar.Reinhold Zilch, Bärbel Holtz: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 12/II. in: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 650. Online; PDF. Mit Beginn seiner kommunalpolitischen Tätigkeit wurde er aus Liste der Rechtsanwälte gelöscht.Justiz-Ministerial-Blatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. . Hrsg. Preußisches Justizministerium. Jahrgang 95, R. (L.). v. Deckers Verlag, G. Schenck, Berlin 1933, S. 267.
In der Zeit als Landrat für Lebus mit Sitz in Seelow war er im KontaktBriefwechsel des Bodo v. d. Marwitz mit: Nassau, v., Lebus, Landrat, 1933-1935, In: 37 Friedersdorf-Groß Kreutz 434, Hrsg. BLHA Potsdam. mit den regionalen Rittergutsbesitzern wie Bodo Gottfried von der Marwitz.
Neben seiner Tätigkeit als Landrat in Wittmund übte er dort zeitweise auch die des Amtsleiters des Kreisrechtsamtes aus.Michael Rademacher: Handbuch der NSDAP-Gaue 1928–1945. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. Selbstverlag, Vechta; Hamburg; Lingenbrink 2000, ISBN 3-8311-0216-3, S. 310. Zum 1. Juli 1930 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 264.435).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30090308.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnte Nassau in Wittmund, wo er bei einer Weihnachtsfeier im Krankenhaus der Stadt plötzlich einem Herzinfarkt erlag.
Archivgut Bundesarchiv (BArch) R 9361-IX KARTEI/30090308. Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA) Rep. 77, Nr. 4670. Nassau, Adolf von; 1937-1939 (Akte), In: Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA) 161 NS-Archiv Obj. 05 ZA 54-1631.
Literatur Michael Rademacher: Wer war wer im Gau Weser-Ems. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen in Oldenburg, Bremen, Ostfriesland sowie der Region Osnabrück-Emsland. Neuauflage, BoD, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2909-7, S. 313. Reinhold Zilch, Bärbel Holtz (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 12/II. in: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Olms-Weidmann, Hildesheim 2004, S. 650. (Online; PDF). ISBN 3-487-12704-0. Werner Vogel: Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte – 1815–1945. Reihe A: Preußen. Band 5: Brandenburg. Hrsg. Walther Hubatsch, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Selbstverlag, Marburg (Lahn) 1975, ISBN 3-87969-117-7, S. 913.
Einzelnachweise
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