Michael Redtenbacher (* 7. Mai 1940 in Wien) ist ein österreichischer Chirurg.Michael Redtenbacher, österreichischer Chirurg

Leben Redtenbacher hat 1958 am RG 15 in Wien maturiert und studierte im Anschluss an der Universität Wien Medizin. Nach Abschluss des Studiums 1965 absolvierte er die Ausbildung in Chirurgie unter seinem Lehrer Paul Kyrle. Abb 1971 war er Oberarzt an der 2. Chirurgischen Abteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung. In mehreren Aufenthalten an dem New York University Medical Center (NYU) hat er sich bei Anthony Imparato in Gefäßchirurgie ausgebildet. 1974 führte Redtenbacher die erste Operation der Halsschlagader in regionaler LokalanästhesieA. Benke, G. Pramesberger, H. Karobath, M. Redtenbacher: Ein neues, kombiniertes Anaesthesieverfahren für die Carotischirurgie. doi:10.1007/978-3-642-68189-9_21 in Europa in der Krankenanstalt Rudolfinerhaus aus. Dadurch konnte die Rate der Schlaganfälle, die durch die Operation ausgelöst werden, entscheidend gesenkt werden. 1978 habilitierte sich Redtenbacher. Von 1982 bis 1986 war Redtenbacher Leiter der Chirurgischen Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt. Danach war er als Chirurg in Wien tätig.

Seit 1968 ist er mit Maria Renata Attems verheiratet.

Wissenschaftliches Interesse Redtenbacher beschrieb als erster die Anatomie chirurgischer Zugänge zur Arteria carotis internaMichael Redtenbacher, Alfred Choueki, Wilhelm Firbas, Harald Karobath: Chirurgische Anatomie der Arteria carotis interna. In: Cells Tissues Organs. 125, 1986, S. 23, . und Arteria vertebralisM. Redtenbacher, A. Chouéki, W. Firbas: Surgical anatomy of the upper vertebral artery. In: Acta Neurochirurgica. 92, 1988, S. 37, . bis an die Schädelbasis und zu den Blutgefäßen des UnterschenkelsM. Redtenbacher, H. Karobath: Surgical exposure of the tibiofibular outflowtrack. In: VASA. Zeitschrift fu?r Gefa?sskrankheiten. Band 5, Nummer 1, 1976, S. 37–39, PMID 973407. in ihrer gesamten Länge. Er hat sich besonders mit Tumorchirurgie im Verdauungstrakt befasst und unter anderem die Operation von TumorenM. Redtenbacher, G. Lexer, W. Weitensfelder, K. Henning: [Space-occupying rectal cancer. Concept of the operation and early results in 15 patients]. In: Der Chirurg; Zeitschrift für alle Gebiete der operativen Medizen. Band 56, Nummer 5, Mai 1985, S. 315–318, PMID 2408826. beschrieben, die das gesamte kleine Becken ausfüllen, sowie die kombinierte chirurgisch-radiologische Behandlung des Pankreas Karzinoms beschrieben.W. Weitensfelder, M. Redtenbacher, K. Ott, H. Sabitzer: [Experiences with intraoperative radiotherapy in inoperable pancreatic carcinoma]. In: Onkologie. Band 9, Nummer 1, Februar 1986, S. 48–53, PMID 2425316.

Erfindungen Redtenbacher hat folgende Erfindungen gemacht und dafür Patente erhalten: die UltraschallendarteriektomieP. Pfunder, M. Redtenbacher, H. Karobath, I. Walde, G. Syré: DIE ULTRASCHALLENDARTERIEKTOMIE – TECHNISCHE GRUNDLAGEN DER WIRKUNGSWEISE UND KLINISCHE ANWENDUNG. In: Biomedizinische Technik/Biomedical Engineering. 22, 1977, S. 411, . eine chirurgische Nahtmaschine für Darmanastosen und den elektrischen Venenstripper.

Filme Redtenbacher hat medizinische FilmeMedizinische Filme Redtenbacher produziert und auch selbst hergestellt.

Einzelnachweise

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