Othello ist ein deutscher Spielfilm von 1921/1922. Unter der Regie von Dimitri Buchowetzki spielen Emil Jannings als Titelheld und Werner Krauß als Jago die Hauptrollen.

Handlung Inhaltlich folgt der Film weitgehend dem Theaterstück von William Shakespeare.

Der Schwarze Othello, Feldherr in der Armee der Republik Venedig, hat heimlich die schöne, kultivierte Desdemona geheiratet. Als der unerfahrene Cassio an Jago vorbei von Othello zum Leutnant befördert wird, sinnt Jago, ein ebenso verschlagener wie missgünstiger, boshafter wie destruktiver Charakter, umgehend auf tödliche Rache. Er will Othello alles nehmen, was dieser besitzt, und ihn zerstören. Mittel zum Zweck ist der junge Rodrigo, der Desdemona ebenfalls liebt und der es gleichfalls nicht ertragen kann, seine Traumfrau in den Händen des Mohren zu sehen. Das Komplott gegen Othello nimmt gefährliche Ausmaße an, als Desdemonas Vater Brabantio von der Liebschaft zwischen seiner Tochter und dem schwarzen Heerführer erfährt. Er glaubt, dass dies nicht ohne gefährlichen Zauber hätte passieren können.

Jago versteht es fortan prächtig, jeden gegen jeden aufzubringen, das von ihm gesponnene Intrigennetz führt dazu, dass bald alle einander misstrauen. Die krankhafte Eifersucht des Schwarzen wird zusätzlich genährt, indem Jago insinuiert, dass Cassio Othello, der den Einflüsterungen seines falschen Freundes nur allzu gern Glauben schenkt, ihn mit der angeblich treulosen Desdemona betrügt. Othello, nunmehr rasend vor Eifersucht, erwürgt seine völlig unschuldige Ehefrau. Als Jagos Intrigenspiel auffliegt, ersticht Othello aus unbändiger Trauer über die von ihm verübte Bluttat sich selbst.

Produktionsnotizen Othello wurde von der kleinen Berliner Produktionsfirma Wörner-Film im Spätherbst 1921 und Frühwinter 1921/22 in den Jofa-Ateliers in Berlin-Johannisthal hergestellt. Der siebenaktige Film passierte die Zensur am 23. Februar 1922 und wurde mit Jugendverbot belegt. Am 18. März 1922 erfolgte die Uraufführung.

Karl Machus und Fritz Kraencke schufen die Filmbauten, Friedrich Paulmann arbeitete als zweiter Kameramann Chefkameramann Karl Hasselmann zu.

Nach 1909 ist dies bereits die zweite deutsche Othello-Verfilmung. Die in Deutschland bis dahin kaum in Erscheinung getretene, ungarische Schauspielerin Ica von Lenkeffy spielte Anfang der 20er Jahre in einigen wenigen deutschen Filmen mit.

Kritiken Oskar Kalbus’ Vom Werden deutscher Filmkunst schrieb: Oskar Kalbus: Vom Werden deutscher Filmkunst. 1. Teil: Der stumme Film. Berlin 1935. S. 67 f.

In Heinrich Fraenkels Unsterblicher Film hieß es: Heinrich Fraenkel: Unsterblicher Film. Die große Chronik von der Laterna Magica bis zum Tonfilm. München 1956, S. 354

Hal Erickson meinte: Othello-KurzkritikÜbersetzung:

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