Der Visbeker Bruchbach (auch Visbeker Bäke oder Bruchbäke genannt) ist ein etwa 6 Kilometer langer löss-lehmgeprägter TieflandbachNiedersächsisches Ministerium für Umwelt, Bauen, Energie und Klimaschutz - Wasserkörperdatenblatt 25061 Twillbäke. Stand Dezember 2016. in der niedersächsischen Gemeinde Visbek im Oldenburger Münsterland.

Geographie und Erscheinungsbild

Der Visbeker Bruchbach entspringt etwa zweieinhalb Kilometer südwestlich des Visbeker Ortskerns, auf dem Gebiet der Bauerschaft Erlte, direkt an der Weser-Ems-Wasserscheide, in einem Tümpel in der Flur Hundenschlatt, zweihundert Meter nördlich des gleichnamigen, heute verfüllten Schlatts. Der Bach fließt zunächst in nordwestlicher Richtung, ändert dann seinen Lauf auf Nordost, und nimmt in der Flur Der Diek einen von Norden aus dem Dorf Erlte kommenden Wasserlauf auf, um sich sodann mit seinem zweiten, aus dem südlichen Bereich der Siedlung Am Rennplatz kommenden Quellstrom zu vereinen. Im Visbeker Ortskern, zwischen der Straße Hof Funke – wo die Bäke rechts an der Lourdes-GrotteGemeinde Visbek: Lourdes-Grotte vorbeifließt – und der Vitusstraße wird der Visbeker Bruchbach auch Bruchbäke genannt. Der Bach passiert Visbek westlich des Pfarrbergs, wo er mit seinem Wasser den Teich im Dorfpark Pastors WiskTourist-Information Nordkreis Vechta e.V.: Pastors Wisk in Visbek speist, und fließt längs des Einzelgehöfts Schillmühle weiter in nördlicher Richtung. In der Flur Beim Schlatt mündet der Visbeker Bruchbach in die Twillbäke.

Der Visbeker Bruchbach durchfließt im mittleren Bereich – vom Visbeker Dorfpark Pastors Wisk bis zum Naturschutzgebiet Bäken der Endeler und Holzhauser HeideGemeinde Visbek: Bäken der Endeler und Holzhauser Heide – ein partiell bruchwaldbestandenes Urstromtal: Dort verläuft parallel links der Bäke der Visbeker KreuzwegGemeinde Visbek: Kreuzweg. Neben diesem wurde in Privatinitiative seit 1957 beiderseits des Bruchbachs der 10.000 m² große Peter Pan-Garten angelegt.Gemeinde Visbek: Peter Pan-Garten Der etwa 1,2 Kilometer lange Unterlauf des Baches von Schillmühle bis zur Einmündung in die Twillbäke gehört zum Naturschutzgebiet Bäken der Endeler und Holzhauser Heide. In diesem Bereich strömt der Visbeker Bruchbach durch naturnahe Auwälder.

Geschichte mini|hochkant|links|Wappen der Gemeinde Visbek (mit dem Fischbach) Der Visbeker Bruchbach ist namensgebend für den Ort Visbek, der in mittelalterlichen Urkunden des 9. Jahrhunderts erste Erwähnungen als fiscbechi (d. i. Fischbach) fand. Als Fischbach wird der Wasserlauf zwischen dem Pfarrberg und dem Friedhofs- und Fachkliniksgelände angesehenLandesbibliothek Oldenburg digital (PDF; 6,5 MB): Hanisch, Wilhelm: Visbek. Quellenanalysen zu den Anfängen des Christentums im Oldenburger Münsterland, in: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland, Vechta, Oldb, 1969- (hier: S. 69–87).. Dementsprechend ziert der blaue Fischbach samt einem silbernen Fisch auch das Visbeker Wappen: Der blaue Schrägrechtsbalken symbolisiert einen Bach. Der Fisch und Bach zusammen ergeben den leicht veränderten Ortsnamen Visbek (d. i. Fischbäke = Fischbach).

Weblinks NLWKN: Naturschutzgebiet „Bäken der Endeler und Holzhauser Heide“ Navigator – auf den Visbeker Bruchbach fokussierter interaktiver amtlicher Kartendienst des LGLN

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Visbek) Kategorie:Gewässer im Landkreis Vechta