Axel Björn Kleppien (auch Axel-Björn oder Axel-Bjørn; * 23. September 1939 in Kopenhagen; † 12. Januar 2026 in Neunkirchen) war ein deutscher Generalleutnant der Luftwaffe der Bundeswehr.

Leben Kleppien absolvierte das Abitur an der Holstenschule in Neumünster. Er trat 1958 in die Luftwaffe ein und wurde 1960 Leutnant. Er war Zugführer in der Grundausbildung, Hörsaalleiter an der Offizierschule der Luftwaffe und Staffelchef einer Unteroffizierlehr- und Sicherungsstaffel. 1970 wurde er zum Flugabwehrraketeneinsatzoffizier HAWK ausgebildet.

Von 1970 bis 1972 absolvierte Kleppien den 15. Generalstabslehrgang Luftwaffe an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Danach war er von 1972 bis 1975 Generalstabsoffizier für Personalwesen (A 1) und für Planung, Ausbildung und Organisation (A 3) der 4. Luftwaffendivision, von 1975 bis 1977 Gruppenleiter bodengebundene Luftverteidigung beim Hauptquartier der Second Allied Tactical Air Force der NATO, von 1977 bis 1980 Bataillonskommandeur eines mit HAWK ausgestatteten Flugabwehrraketenbataillons, von 1980 bis 1982 stellvertretender Referatsleiter für Operationsführung im Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, von 1982 bis 1983 stellvertretender Divisionskommandeur und Chef des Stabes der 4. Luftwaffendivision, von 1983 bis 1985 Leiter des Air Planning Teams im Supreme Headquarters Allied Powers Europe der NATO in Mons in Belgien und von 1985 bis 1989 Systembeauftragter für bodengebundene Waffensysteme der Luftwaffe im Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.

Von Oktober 1989 bis September 1991 war Kleppien Stabsabteilungsleiter VI im Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und von Oktober 1991 bis 15. März 1993 Divisionskommandeur der 5. Luftwaffendivision in Strausberg, wo er an der Überführung von Teilen der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee der DDR in die Luftwaffe beteiligt war. Vom 16. März 1993 bis September 1994 war er Chef des Stabes des Führungsstabes der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und schließlich Kommandierender General des Luftwaffenkommandos Nord und zugleich Director Reaction Force Air Staff und Commander Interim Combined Air Operations Centre 2 in Kalkar. Mit Ablauf des September 1999 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Nach seiner Zurruhesetzung studierte Kleppien an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Amerikanistik, Anglistik und Germanistik. 2010 promovierte er zum Thema „Der Krieg in der amerikanischen Literatur“.

Kleppien war verheiratet und hatte einen Sohn sowie eine Tochter. Seine Urne wurde auf dem Friedhof in Neunkirchen beigesetzt.

Auszeichnungen Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1991)

Siehe auch Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen Liste der Generale der Luftwaffe der Bundeswehr

Veröffentlichungen

Wege zur Einheit, in: Werner Jarosch (Hrsg.): Immer im Einsatz – 50 Jahre Luftwaffe. E. S. Mittler, Bonn 2005 Die Entwicklung des Selbstverständnisses der FlaRak-Truppe, in: Bernd Lemke u. a. (Hrsg.): Die Luftwaffe 1950 bis 1970. Oldenbourg, München 2006

Literatur

Einzelnachweise

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